Schlappe im ersten Halbfinale

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Wasserburg - Das hatte man sich in Wasserburg ganz anders vorgestellt: Nach einem 59:65 gegen Halle stehen die TSV-Basketballerinnen am Freitag bereits unter Zugzwang.

Der Titelverteidiger steht vor dem Aus! Nach einer schwachen Vorstellung unterlag der TSV Wasserburg im ers- ten Halbfinale gegen die Halle Lions mit 59:65 (29:36) und muss am kommenden Freitag in Sachsen gewinnen um ein entscheidendes drittes Match am kommenden Sonntag (16 Uhr) in der Badria-Halle zu erzwingen.


„Das war ein Rückfall in die Zeit der Hauptrunde“, meinten Wanda Guyton und Hans Brei unisono. „Zu langsam auf den Beinen, zu wenig Druck zum Korb, ohne den absoluten Willen zu gewinnen. Wir wissen, das wir es besser können und werden am Freitag versuchen, die Serie nach Wasserburg zurückzuholen.“

Der deutsche Meister musste wie befürchtet auf die kranke Jessica Höötmann verzichten. Für sie stand Mara Conley in der Startformation. Die erste Halbzeit war geprägt von dominanten Verteidigungsreihen und jeder Menge Nervosität. Beide Teams überboten sich in puncto Fehlpässen, Missverständnissen und vergebenen Chancen. 14 Ballverluste hüben wie drüben hemmten den Spielfluss, eröffneten aber auch Chancen, die allerdings nur die Gäste ansatzweise zu nutzen wussten. Wasserburg traf im ersten Viertel gerade mal drei Würfe, ohne den Dreier von Sheena Moore kurz vor der Sirene wäre nicht mal eine zweistellige Ausbeute drin gewesen (10:15). Zwischenzeitlich war Besserung in Sicht, ein Dreipunktspiel von Katja Zberch und ein Dreier von Hicran Özen sorgten für den Ausgleich (17:17/12. Minute). Dazu kam in dieser Phase noch eine Verletzung von Nadja Prötzig, die ohne Einwirkung einer Wasserburgerin umknickte. Doch das schien die Gäste eher zu beleben als unterzukriegen. Angeführt von der starken Laura Hebecker (alle ihre neun Punkte vor der Pause) und Ashley Ellis-Milan (21 Punkte / 13 Rebounds) setzte sich Halle bis zur Pause wieder ab. Auffällig, dass das Team von Trainer Martin Dornhoff sein Heil nur noch unter dem Korb suchte. Nach 1/7 Dreiern im ersten Abschnitt trafen die Gäste 10/16 Würfe in der Zone oder aus der Mit- teldistanz, Distanzwürfe verweigerten sie komplett. Der Halbzeitrückstand hielt sich auch in Grenzen, weil Tamara Tatham und Daphanie Kennedy wenig zur Geltung kamen und weil die Gäste kaum einen Pfiff der beiden Unparteiischen bekamen.


Nach dem Wechsel legte Halle trotzdem sieben Punkte in Serie nach, unter anderem den einzigen Korb Kennedys, einen Dreier. Bei 29:43 (24.) nahm der deutsche Meister eine frühe Auszeit, besser wurde es nicht. Ideenlos und konzeptlos, manchmal etwas konfus wirkte Wasserburg im Angriff, warf viel zu viel von draußen, entwickelt kaum Druck zum Korb. Halle konnte die Führung sogar auf 35:52 (29.) ausbauen, hatte bis dahin aber nur fünf Freiwürfe bekommen. Teils klare Fouls an Tatham und Ellis-Milan wurden nicht gepfiffen. Der Rückstand hätte also deutlich höher sein können, doch mit den letzten vier Punkten im dritten Viertel zum 41:54 bekam Wasserburg wieder etwas Luft. Der Schlussabschnitt begann mit schnellen Punkten und einem Dreier von Özen zum 47:54 (33. plötzlich beein

Kennedys, einen Dreier. Bei 29:43 (24.) nahm der deut- sche Meister eine frühe Aus- zeit, besser wurde es nicht. Ideenlos und konzeptlos, manchmal etwas konfus wirkte Wasserburg im An- griff, warf viel zu viel von draußen, entwickelt kaum Druck zum Korb. Halle konnte die Führung sogar auf 35:52 (29.) ausbauen, hatte bis dahin aber nur fünf Freiwürfe bekommen. Teils klare Fouls an Tatham und Ellis-Milan wurden nicht gepfiffen. Der Rückstand hätte also deutlich höher sein kön- nen, doch mit den letzten vier Punkten im dritten Viertel zum 41:54 bekam Wasserburg wieder etwas Luft. Der Schlussabschnitt begann mit schnellen Punkten und einem Dreier von Özen zum 47:54 (33.). Halle wirkte plötzlich beeindruckt, Wasserburg witterte seine Chance und die 700 Fans in der Badria-Halle machten ohrenbetäubenden Lärm. In der Verteidigung und im Rebound war der Titelverteidiger plötzlich präsent, griff sich in einem Angriff sogar zwei Offensivrebounds. Sechs lange Minuten machten die Gäste keinen Zähler, Wasserburg war auf 53:59 (39.) dran und hatte dabei sogar noch vier Freiwürfe vergeben. Als Tatham dann an die Freiwurflinie durfte, sorgte sie mit 5/6 für eine sichere Gästeführung. Wasserburg war jetzt im Angriff wieder zu unentschlossen und das rächte sich: Julia Kohlmann, die das gesamte Match kaum zu sehen war, traf ihren einzigen Dreier der Partie zum 54:62 - die Entscheidung.

Es spielten: Brittainey Raven (20 Punkte), Krystal Vaughn (11), Hicran Özen (9), Katja Zberch (7), Rebecca Thoresen (4), Sheena Moore (4), Diana Pop (2), Mara Conley (2), Jezabel Ohanian, Mailis Pokk und Anja Sattler.

fd/Oberbayerisches Volksblatt

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