Wasserburg ist in der Favoritenrolle

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Wasserburgs Trainergespann Hans Brei und Wanda Guyton weiß, wie sie den Auftaktgegner Rhein-Main Baskets packen können.

Freiburg/Wasserburg - Der TSV Wasserburg fährt äußerst optimistisch zum Saisonauftakt nach Freiburg.

Im schönen Breisgau trifft sich die gesamte erste Liga traditionell zum "Season Opening", das heißt der komplette erste Spieltag wird an diesem Wochenende in der Sporthalle der Freiburger Universität ausgetragen. Der Vizemeister darf diesmal die Saison eröffnen, am Samstag, 11.45 Uhr, geht's gegen die Rhein-Main Baskets.


In der Hinrunde des Vorjahrs setzte es gegen den damaligen Aufsteiger eine überraschende Heimniederlage, nochmals werde man sich nicht übertölpeln lassen, ist sich das Trainerduo Wanda Guyton und Hans Brei sicher. "Damals waren wir wegen vieler Verletzungen und später Neuzugänge kaum eingespielt, das ist heuer viel besser. Und wir haben Rhein-Main sicher ein bisschen unterschätzt. Jetzt kennen wir sie, kennen die Schlüsselspielerinnen und werden unsere Verteidigung entsprechend ausrichten", gibt Brei die Marschroute vor.

Die Rhein-Main Baskets bauen auch heuer auf die Dienste von Alissa Pierce (USA), die vergangene Saison mit 19,5 Punkten im Schnitt die Topscorerin der Liga war. Heftig umworben von der Konkurrenz wurde Eigengewächs Svenja Greunke (15,2 Punkte, 8,1 Rebounds), die dem Verein aber ebenso treu blieb wie die U20-Nationalspielerinnen Mara Greunke, Anna-Lisa Rexroth und Stephanie Wagner. Trainer Steffen Brockmann schickt eine sehr junge Truppe aufs Feld, die älteste ist Last-Minute-Neuzugang Jenni Muurinen, 80-fache finnische Nationalcenterin, mit 27 Jahren. "Jung ja, aber keineswegs unerfahren", meint Brei. "Viele haben diverse Jugendnationalmannschaften durchlaufen, Europameisterschaften gespielt und sind schon sehr ausgebufft. Dazu haben sie jetzt ein Jahr Bundesligaerfahrung gesammelt. Für mich gehört Rhein-Main zu den Play-Off-Kandidaten, wenn sie ein wenig konstanter werden und auch die Spiele gegen die Kellerkinder der Liga regelmäßig gewinnen."


Wasserburg ist das gerade nicht und alles andere als ein Sieg des Vizemeisters wäre für die meisten Beobachter eine Sensation. Allerdings ist zu Saisonbeginn bei weitem nicht alles Gold was glänzt, so legte der slowenische Meister Kranjska Gora vergangenes Wochenende die Schwächen gnadenlos offen. In den vergangenen Tagen haben Rebecca Thoresen & Co. intensiv an der Verteidigung gefeilt und die Offensive hat mehr Schwung als zuletzt. Bei einem klaren Testspielsieg unter der Woche gegen Zweitligist Germering wurde eines deutlich: kommt der Vizemeister ins Rollen, ist er nur schwer zu stoppen, doch mit aggressiver Verteidigung tut man sich schwer. "Wir lassen uns dann aus dem Rhythmus bringen, noch sind die Rollen nicht fest verteilt - wer nimmt den Wurf, wer bricht aus dem System aus und zieht einfach mal zum Korb - das muss sich alles erst noch einspielen", hat Brei beobachtet. Auch die Präzision aus der Distanz ist noch nicht da, die neue Dreierlinie macht allen noch zu schaffen, viele Würfe sind zu kurz. Erfreulich ist dagegen, dass mit Ausnahme der langzeitverletzten Nadja Prötzig alle Spielerinnen fit sind. Brei und Guyton werden also die Qual der Wahl haben, wer denn nun den entscheidenden Beitrag zum Auftaktsieg gegen die Rhein-Main Baskets beitragen darf.

Alle Spiele der DBBL werden live im Internet übertragen: http://www.spox.com/de/video/dbbl/dbbl-livestream-video.html

fd/Oberbayerisches Volksblatt

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