Bronze ist in weiter Ferne

Bei Diana Pop flossen die Tränen nach ihrem letzten Heimspiel für den TSV Wasserburg.
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Bei Diana Pop flossen die Tränen nach ihrem letzten Heimspiel für den TSV Wasserburg.

Wasserburg - So hatten sich Diana Pop und Hans Brei ihren Abschied nicht vorgestellt. Im letzten Heimspiel der Saison gab es für die Basketballerinnen eine deutliche Pleite.

Ihre letzten Auftritt vor dem eigenen Fans hatten sich Diana Pop und Hans Brei sicher anders vorgestellt.


Im Hinspiel um Platz drei unterlag der TSV Wasserburg vor 400 Fans gegen den BC Marburg mit 64:79 (33:32) und steht damit am Montag, 20 Uhr vor einer Herkulesaufgabe in Hessen. Nur ein Sieg mit 16 Punkten Differenz garantiert die Bronzemedaille. Nach dem Auftritt am Samstag ist daran allerdings kaum zu denken.

Vom Wasserburger Fanclub erhielt Trainer Hans Brei ein Plakat mit Unterschriften.

"Die Choreografie der Fans vor dem Match war toll, ein sehr emotionaler Moment. Daran merkt man, dass die vielen Trainerjahre mehr waren als nur ein Job. Dafür bin ich sehr dankbar, das werde ich nie vergessen. Das Spiel dann hat die tollen Emotionen leider getrübt, aber egal", meinte Brei nach der Niederlage. Nur im ersten Viertel waren die Gastgeberinnen präsent, die offizielle Verabschiedung der beiden herausragenden Figuren des Wasserburger Basketballs, hatte scheinbar Energie gegeben. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase legten die Gastgeberinnen einen 12:0-Lauf hin, den Jessica Höötmann und Rebecca Thoresen mit jeweils einem Dreier zum 16:5 (7. Minute) abschlossen. Als Katja Zberch aus der Distanz das 23:7 machte (9.), schien alles wie gewünscht zu laufen. Doch drei Ballverluste bis zum Viertelende gaben den Gästen wieder Mut (23:13) und sollten richtungsweisend für den weiteres Verlauf des Matches sein. Bis zur 17. Minute (31:21) konnten Thoresen & Co. die Führung verteidigen, doch der erste erfolgreiche Dreier von Sandra Weber öffnete die Schleusen. Shenita Landry, Lisa Koop und Tina Menz legten bis zum Wechsel acht Punkte nach, alles war offen.

Dann ist die Geschichte schnell erzählt: Die Centerinnen der Gäste, Koop und Landry, dominierten das Match beinahe nach Belieben. Zusammen kamen sie auf 32 Punkte und 34 Rebounds (!), mehr als alle Wasserburgerinnen zusammen (32). Die Marburger Dominanz beim Rebound war eklatant, 21 am offensiven Brett brachten zusätzlichen Ballbesitz, Wurfchancen und Freiwürfe. Außerdem wurden die Gäste im dritten Viertel zum Korblegertraining eingeladen. Die Wasserburger Zonenverteidigung war ungewohnt löchrig und Marburg nutzte das gnadenlos. Neun Korbleger im dritten Abschnitt, dazu Dreier von Amanda Davidson und Finja Schaake. So wurde aus einem 37:36 (24.) ein 40:55 (27.). Brei und Wanda Guyton hatten in den Auszeiten viel zu reden und zu korrigieren. Einzig Jessica Höötmann wehrte sich, machte neun ihrer 16 Punkte im dritten Viertel. Und auch Diana Pop zeigte nochmals ihre ganze Klasse. Fehlerfrei (5/5) aus dem Feld, sieben Rebounds und vier Ballgewinne. Doch auch sie konnte die klare und verdiente Niederlage letztlich nicht verhindern. Marburg war deutlich bissiger und engagierter. Wasserburg spulte sein Pensum weitgehend emotionslos ab, stemmte sich mit zunehmender Spieldauer zu wenig gegen die drohende Niederlage. Es spielten: Jessica Höötmann (16 Punkte), Krystal Vaughn (13), Diana Pop (12), Brittainey Raven (8), Rebecca Thoresen (5), Katja Zberch (5), Sheena Moore (3), Hicran Özen (2), Mailis Pokk, Anja Sattler und Mara Conley.

fd/Oberbayerisches Volksblatt

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