Aus den Niederlagen lernen

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Rebecca Thoresen und der TSV Wasserburg hatten bei einem Vorbereitungsturnier nichts zu melden.

Wasserburg -  Ein schweres Vorbereitungsturnier im tschechischen Trutnov brachte für den TSV Wasserburg viele Erkenntnisse, aber keine Erfolgserlebnisse.

Gegen die hochkarätige internationale Konkurrenz setzte es vier deutliche Niederlagen, was Coach Bastian Wernthaler aber nicht erzürnte. „Uns fehlt einfach noch eine Centerin, wir sind da eindeutig zu schwach besetzt. Außerdem war Stina Barnert wegen einer Fingerverletzung gegen Kursk gar nicht und in den restlichen Partien nur mit halber Kraft dabei. Mit einem vollen und gesunden Kader sind wir zumindest mit Kursk auf Augenhöhe“, resümierte er. Angesichts der teils herben Klatschen ein vielleicht überraschendes Fazit.


Das erste Viertel im Auftaktmatch gegen Kursk verlief nach langer und nervenzehrender Anfahrt noch ausgeglichen, doch dann setzten sich die Russinnen dank ihres starken 10er-Kaders immer mehr ab. Bei Wasserburg machte sich Müdigkeit breit, die sich vor allem in den Distanzwürfen zeigte: nur jeder vierte Wurf fand sein Ziel, Kursk dagegen schoss 42 Prozent (11/26) von draußen. Gegen die EuroLeague-Teams Krakau und Prag war der sechsfache deutsche Meister schnell auf verlorenem Posten, schon zur Pause waren die Matches entschieden. Gegen die Polinnen hatte man zu viel Respekt, gegen das Team aus der tschechischen Hauptstadt reichten zwei schwachen Phasen im ersten und zweiten Viertel für den entscheidenden Rückstand.

„Das war ansonsten unser bestes Spiel in diesem Turnier, wir waren mindestens gleichwertig. Die Systeme sind auch bei diesem hohen Druck besser gelaufen und wir haben viel Optimismus aus diesem Spiel mitgenommen“, meinte Wernthaler. Kampfkraft und Wille von Breitreiner & Co. waren trotz des hohen Rückstands immer da, in den letzten zweieinhalb Minuten wurde ein 15-Punkte-Rückstand beinahe noch egalisiert (69:84). Dank starker Defensivarbeit und einiger Ballgewinne machte Wasserburg elf Punkte in Serie und war in der letzten Minute bis auf vier Punkte dran (80:84), doch Prag versenkte dann seine Freiwürfe zum Sieg. Über das Turnier gesehen war auch die Reboundarbeit in Ordnung, doch defensiv war man oft einen Schritt zu langsam und so hatten die Gegner Wurfquoten von weit über 50 Prozent. So lässt sich international kein Blumentopf gewinnen. Dazu kamen zu viele Ballverluste, die die Gegner immer wieder zum Schnellangriff einluden. Im abschließenden Match gegen Trutnov sollte der erste Sieg her, doch die Gastgeberinnen boten offensiv eine Galavorstellung.


60 Prozent ihrer Würfe aus dem Nahbereich fanden ihr Ziel, Wasserburg fehlte mit dem kleinen Kader die Kraft, um entschlossen dagegenzuhalten, dazu kamen zu viele Ballverluste. Ab dem zweiten Viertel war Trutnov die bessere Mannschaft und verdiente sich den Sieg. „Wir wollten lernen, zusammen finden und Erfahrungen sammeln. Genau das ist passiert“, resümierte Wernthaler zufrieden, der an die beständig gefährliche Emma Cannon und Rückkehrerin Svenja Brunckhorst die besten Noten verteilte.

Ergebnisse: TSV Wasserburg – Dynamo Kursk 66:90 (35:42), TSV Wasserburg – Wisla Can-Pak Krakau 60:88 (20:44), TSV Wasserburg – USK Prag 82:90 (35:52), TSV Wasserburg – BK Kara Trutnov 67:86 (37:43).

Es spielten: Stina Barnert (-/5/4/14), Anne Breitreiner (10/7/16/9), Svenja Brunckhorst (6/2/5/4), Emma Cannon (21/20/23/20), Maggie Dwyer (6/4/4/2), Katharina Fikiel (10/10/8/5), Tiina Sten (13/12/11/6), Rebecca Thoresen (0/0/11/7).

Pressemeldung TSV Wasserburg Basketball

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