Wasserburger Basketballer begeistern im letzten Spiel

Kapitän Biberovic: "Vizemeister – überragend!"

Wasserburg - Die Heimspiele der Wasserburger begeistern immer mehr Zuschauer – eigentlich schade, dass die Saison nun zu Ende ist. Erfreulich ist dagegen, dass der sensationelle Schlussspurt mit sechs Siegen in Serie seinen krönenden Höhepunkt am Samstag fand, beim 83:77-Sieg über Staffelsee und dem Sprung auf Platz zwei.

"Vizemeister – überragend!", meinte Kapitän Kenan Biberovic, "ich habe unserem Team vor der Saison viel zugetraut, und auch in den Phasen, in denen es nicht so gut gelaufen ist." Die Mannschaft habe immer an sich geglaubt, und am Saisonende einen richtigen Lauf bekommen.

"Die Stimmung hat uns getragen, es hat sich angefühlt als ob wir vor 1000 Leuten spielen!", sagte Centerspieler Freiwald, der neun Punkte beisteuerte.

fokussierter Spielbeginn

Die Wasserburger begannen sehr fokussiert, während Staffelsee, wohl noch in Erinnerung an den klaren 95:74-Heimsieg und dem Erfolg über den Bayernliga-Meister FC Bayern III vor Wochenfrist, selbstbewusst und lässig begann. Die Gäste wollten Spielmacher Lorenzo Griffin müde spielen und hetzten fast im Minutenrhythmus einen neuen Verteidiger auf den Liga-Topscorer. Die Strategie schien zunächst zu wirken, Staffelsee führte 14:9, ehe die Innstädter das Zepter in die Hand nahmen und kurz vor Viertelende einen 21:14-Vorsprung hatten.

Eine sehr umkämpfte Partie mit vielen Fouls entwickelte sich in der Folgezeit. Die Gäste präsentierten sich hier treffsicher, auf Wasserburger Seite war es wiederholt Griffin, der an die Linie geschickt wurde. Vorteile aber für das Heimteam – 47:35-Pausenstand.

Staffelsee nach Pause konzentrierter

Staffelsee kam dann konzentrierter aus der Kabine, "man sah ihnen an, dass sie die Partie gewinnen wollten", erkannte Trainer Paz, "die Jungs haben sich aber nicht aus der Ruhe bringen lassen." 50:46 hieß es plötzlich nur noch, doch näher kamen das Team aus Murnau erstmal nicht heran.

Frustriert ließen sie sich zu einigen Undiszipliniertheiten hinreißen, vier technische und zwei unsportliche Fouls waren die Folge bis zum Ende. Keine gute Idee, besonders wenn die Wasserburger Lorenzo Griffin (mit 86 % bester Freiwerfer der Liga) auswählen dürfen, diese Würfe zu nehmen. "Wir sind leider nicht cool geblieben", ärgerte sich Staffelsees Kapitän Sebastian Rapp.

Trotzdem, Staffelsee zeigte, warum das Team sich bis auf Rang zwei vorgekämpft hatte: starke Arbeit am Brett, schnelles Umschalten, auch Treffer von außen. Die Wasserburger Vizemeisterschaft hing am seidenen Faden. Ein Punkt betrug der Vorsprung nur noch, als Lorenzo Griffin in der vorletzten Minute seinen letzten Dreier der Saison nahm und verwandelte. Die Gäste versuchten umgehend zu kontern, schafften dies aber nicht und waren nun zu taktischen Fouls gezwungen.

Giffin traf jedoch fünf der sechs Versuche und wirkte trotz 35 Zählern in 39 Minuten am Feld nicht erschöpft. "Da hat wohl die Strategie vom gegnerischen Trainer nicht ganz hingehaut", so Biberovic augenzwinkernd.

Warten auf das Ergebnis

Nach dem Jubel über den eigenen Sieg blieben noch zehn Minuten banges Warten auf das Resultat aus Memmingen: Der TSV Grünwald gewann mit 101:90 im Allgäu, was bedeutet, dass vier Teams eine Bilanz von 16:8 Siegen aufweisen. Und die Wasserburger haben dann im direkten Vergleich die Nase vorne.

"Die heutige Partie und natürlich das Ergebnis krönt unsere großartige Saison. Die Fans waren unglaublich, ich bin so dankbar an die tolle Unterstützung. Das war unsere beste Truppe in meinen fünf Jahren hier", äußerte sich Kapitän Biberovic begeistert, und formulierte noch einen Wunsch: "mit ein bisschen Glück darf eventuell der Zweite auch aufsteigen".

Aufstellung

Es spielten: Lorenzo Griffin (35 Punkte), Chris Sardgon 15, Marcel Freiwald 9, Kenan Biberovic 8, Jonathan Rath 7, Stafan Vollmaier 5, Denis Cichecki 2, Edin Bajric, Peter Bauer und Christian Burlefinger.

Pressemitteilung TSV Wasserburg

Quelle: wasserburg24.de

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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