Wasserburg erkämpft sich 70:68-Sieg

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Diana Pop brachte Wasserburg erstmals in Führung.

Wasserburg - In letzter Sekunde hat der TSV Wasserburg den Kopf aus der Schlinge gezogen und sich einen 70:68 (31:44)-Heimsieg gegen NB Oberhausen erkämpft.

Der Damenbasketball-Vizemeister drehte in den Schlussminuten eine verloren geglaubte Partie und hat damit wieder Anschluss an die Spitzengruppe der ersten Liga.


Es war eine katastrophale erste Halbzeit des Vizemeisters: 0:10 stand es nach zweieinhalb Minuten, weil vorne nichts klappte und Oberhausen seine bekannte Marschroute erfolgreich umsetzte: mit aller Macht zum Korb. Dort waren die Gäste sehr erfolgreich, entweder per Korbleger oder, wenn sie auf dem Weg zum Korb gefoult wurden, von der Freiwurflinie. Nadja Prötzig bekam innerhalb von 90 Sekunden drei Fouls gegen sich, Wasserburg hatte lange mehr Mannschaftsfouls (5) als Punkte (0).

Das Spiel der Gastgeberinnen änderte sich erst nach etwa fünf Minuten. Mit einer aggressiveren Verteidigung setzte man die Gäste endlich unter Druck, die prompt die ersten Fahrkarten schossen. In der Offensive führten Svenja Brunckhorst und Doro Richter Regie und brachten den Vizemeister auf 14:17 (8. Minute) heran. Doch dank 13 erfolgreicher Freiwürfe (bei 19 Versuchen) führte Oberhausen 21:16 nach dem ersten Abschnitt.


Im zweiten Viertel setzte sich das ständige Auf und Ab fort. Nach Diana Pops Dreier zum 21:25 (13.) verlies die Gastgeberinnen das Wurfglück wieder einmal für mehr als drei Minuten. Selbst freie Korbleger wurden vergeben, Oberhausen machte das auf deutlich besser. Vor allem Nationalspielerin Sarah Austmann (16 Punkte in Halbzeit eins) drehte auf und brachte die Gäste mit 36:24 in Front.

Auffällig in der ersten Hälfte war auch die eklatante Wasserburger Unterlegenheit beim Rebound (14:21). Zudem klappten die Anspiele an den Korb zu Tamara Tatham, Katharina Kühn und Jana Furkova so gut wie nie, entsprechend wirkungslos waren die Centerinnen des Vizemeisters. Wer jetzt eine Kabinenpredigt erwartet hatte, wurde von Trainer Hans Brei enttäuscht. „Ich hab ihnen Mut gemacht, hab versucht Selbstvertrauen aufzubauen, um diese Blockade, die scheinbar die gesamte Mannschaft erfasst hatte, zu lösen. Und es wurde ja auch besser, langsam zwar und auch nicht bei allen, aber die zweite Halbzeit war ein Schritt in die richtige Richtung.“

Die Gäste setzten sich nach dem Wechsel weiter ab (33:48), doch dann kam der Vizemeister erstmals ins Rollen. Kühn schloss mit einem Dreier einen 12:0-Zwischenspurt ab (45:48/27.), anschließend vergab der Mannschaftskapitän einen freien Korbleger. Im Gegenzug machte Sonja Greinacher das 45:50. „Wir haben immer noch viel zu viele kleine Fehler gemacht, unnötige Ballverluste, schlechte Würfe genommen, aber wir haben gekämpft und uns nicht aufgegeben. Das macht mich heute sehr stolz“, lobte Brei.

Es dauerte bis 90 Sekunden vor Schluss, ehe Wasserburg erstmals in Führung ging. Ein Dreier von Pop zum 65:64 riss die 550 Fans in der Badria-Halle zu verfrühten Jubelstürmen hin, denn Austmann drehte den Spieß sofort wieder um. Nachdem Ashley Hayes zwei Freiwürfe versenkt hatte (67:66), vergab Oberhausens Centerin Angela Hartill einen leichten Korbleger.

45 Sekunden vor Ende durfte erneut Hayes an die Linie, traf aber nur einen Freiwurf (68:66). In den nächsten Angriffen kam für Oberhausen wiederum nichts zählbares heraus, Hayes und Pop erhöhten an der Linie auf 70:66. Die letzten zehn Sekunden spielten die Gäste dann herunter als ob sie in Führung sind. Der finale Korb von Hartill ging deshalb im lauten Jubel von Spielern und Fans unter.

Es spielten: Diana Pop (14), Ashley Hayes (14), Tamara Tatham (13), Svenja Brunckhorst (9), Dorothea Richter (9), Jana Furková (5), Nadja Prötzig (3), Katharina Kühn (3), Mirijam Unger, Verena Stürmlinger, Sarah Waldinger und Julia Köppl.

Pressemitteilung TSV Wasserburg

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Quelle: rosenheim24.de

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