Moto3TM Weltmeisterschaft

Grünwald zieht positive Bilanz nach Jerez-Test

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Luca Grünwald mit positiven Eindrücken nach Tests in Spanien

Waldkraiburg/Valencia: Bei Tests im spanischen Jerez und in Valencia lieferte Luca Grünwald eine gute Vorstellung ab. Der WM-Neuling ist trotz großem Rückstand zufrieden:

Luca Grünwald lieferte beim zweiten offiziellen Test eine fehlerfreie Performance ab und lernte auch dieses Mal viel dazu. Der 19-jährige WM-Einsteiger hat nun drei anstrengende Wochen hinter sich. Dabei hat er bereits einen Vorgeschmack bekommen, was ihn ab dem ersten Grand Prix Ende März in Katar erwartet. 

Auf private Testfahrten mit seinem Team Kiefer Racing in Almeria folgten im Wochenrhythmus die ersten zwei von insgesamt drei offiziellen Tests in Valencia und Jerez de la Frontera. Der Waldkraiburger saß daher schon insgesamt neun Tage im Sattel seiner Rennmaschine und spulte hunderte Test- und Trainingskilometer ab. Wie bei den vorangegangenen Testfahrten fanden auch dieses Mal die Teams und Fahrer der Moto3TM Weltmeisterschaft mit viel Sonnenschein und angenehm warmen Temperaturen optimale Bedingungen auf dem selektiven Circuito de Jerez vor. An jedem der drei Test-Tage von Dienstag bis Donnerstag wurde daher eifrig bis zur letzten Minute der Streckenzeit um 18 Uhr trainiert. 

Grünwald zeigte in Jerez viel technisches Verständnis und half seiner Technik-Crew mit wertvollen Aussagen ein Software-Update am KTM-Motor seiner Kalex-Rennmaschine anzupassen. Ohne auf Rundenzeiten zu achten fuhr der Rookie einen fehlerfreien Test und steigerte sich über die Dauer der drei Tage abermals in vielen Dingen. Bei den abschließenden Testfahrten vor dem WM-Auftakt will der zielstrebige Racer die bis dato gesammelten enorm wertvollen Erfahrungen in konkurrenzfähige Rundenzeiten umsetzen. Zuvor wird Grünwald zusammen mit seinen beiden Rennfahrerkollegen Jonas Folger und Marcel Schrötter noch eine Trainingswoche in Spanien einlegen.

"Fahrerisch weiter gesteigert"

Grünwald äußerte sich in einem Interview zur derzeitigen Situation wie folgt: “Jerez war in vielen Dingen ein positiver Test für mich. Mein Rückstand auf die Spitze ist zwar etwas zu groß ausgefallen, allerdings muss man dazu sagen, dass die Jungs da vorne reihenweise Rundenrekordzeiten auf den Asphalt knallten. Während der letzten Session am Donnerstagnachmittag haben sie schier unglaublich am Kabel gezogen. Aus unserer Sicht waren Rundenzeiten absolut keine Priorität, da wir wiederumeiniges am Motorrad durchprobiert und aussortiert haben.

Gegenüber dem letzten Mal habe ich mich fahrerisch weiter gesteigert und darüber hinaus habe ich auch einiges begriffen, was ich von meiner Seite beitragen muss, um das Bike besser abzustimmen und dass beim Setting weniger Probleme auftreten. Bis auf ein paar Schwierigkeiten mit der Motorbremse verliefen diese drei Tage aus technischer Sicht reibungslos. Der Grund dafür war, dass für diesen Test von KTM ein Software-Update ausgeliefert wurde, was im Endeffekt zwei Tage dauerte, um dieses zu implementieren und um uns daran zu gewöhnen. Am letzten Tag haben wir schließlich doch noch alles in den Griff bekommen. In diesem Zusammenhang fand ich beim Kuppeln und Schalten meinen Rhythmus wieder. Wie zuvor erwähnt schauen meine Platzierung und der Zeitrückstand am Papier weniger rosig aus. Ich setze mich dadurch nicht unter Druck, weil dieser Test wiederum sehr lehrreich war und vor allemohne Ausrutscher fehlerfrei verlief. Ich freue mich daher schon jetzt auf die finalen Vorbereitungen in zweieinhalb Wochen. Bei dieser Gelegenheit werde ich dann alles versuchen, nämlich die bei den vergangenen drei Tests gesammelten Erfahrungen in die Tat umzusetzen.

Der zweite Jerez-Test wird dann auch eine tatsächliche Standortbestimmung für mich sein. Dann gibt es bezüglich Rundenzeiten keine Ausreden mehr, weshalb ich auch versuchen werde einigen schnellen Fahrern zu folgen. Bisher hatte sich selten die Gelegenheit dazu ergeben und eigentlich hatte ich auch gar kein Augenmerk darauf gelegt, weil ich eigentlich mit mir selber beschäftigt war, um mein Ding ohne erneuten dummen Fehler durchzuziehen. Auf jeden Fall ist für mich meine Angewöhnungszeit an das neue Motorrad nun vorbei. Folglich müssen in zwei Wochen am Ende konkurrenzfähigere Rundenzeiten in der Zeitenliste aufscheinen. Um dieses Vorhaben zu schaffen werde ich dann versuchen mich bei einigen schnellen Fahrern anzuhängen, um deren Linien zu studieren und auch sonst noch ein paar Tricks abzuschauen.“

Pressemitteilung Luca Grünwald

Quelle: rosenheim24.de

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