Wacker verliert gegen Heidenheim mit 1:3

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Burghausen - Das Eis wird für den SV Wacker Burghausen in der 3. Fußball-Liga immer dünner. Der Druck auf Press wächst.

Am Samstag verloren die Salzachstädter ihr Heimspiel gegen den 1. FC Heidenheim mit 1:3, nachdem es bereits im Hinspiel eine 1:6-Klatsche gegeben hatte.

Innerhalb von zwei Minuten sorgten Alper Bagceci (31.) und Bastian Heidenfelder (32.) vor 2350 Zuschauern für die Führungstore. Christoph Burkhard (51.) verkürzte, ehe Andreas Spann (63.) mit dem Treffer zum 3:1 den Abstand wieder herstellte. Burghausen steht nach dem dritten sieglosen Spiel in Serie auf dem 16. Tabellenplatz und ist von den Abstiegsrängen nur noch drei Punkte entfernt.

Der Gastgeber war besonders in der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft, scheiterte mit den Top-Chancen aber meist am Heidenheimer Schlussmann Erol Sabanov. Unterdessen nutzten die Gäste, die sich zuvor Sabanov ganz stark zahlreiche Fehler in der Offensive geleistet hatten, zwei starke Minuten zur glücklichen Führung und sorgten damit für eine Vorentscheidung. Eine Vorentscheidung hat auch Wacker-Boss Hans Steindl gefällt. Auf die Frage wie lange SVW-Coach Jürgen Press noch Zeit habe, die Talfahrt abzuwenden, antwortete er: "Zumindest noch bis Mittwoch". Die Partie gegen Kellerkind Wuppertaler SVB wird also zum Schicksalsspiel für den Mann, der Burghausen noch so famos durch die Vorrunde geführt hatte.

Dabei konnte man den Salzachstädtern auch gegen den ambitionierten Aufsteiger sportlich gesehen eigentlich keinen Vorwurf machen. Der Ex-Zweitligist begann engagiert und setzte die Gäste immer wieder unter Druck.

In der elften Minute freuten sich die Burghauser zu früh: Der Ball zappelte zwar im Netz des FCH, doch Schiedsrichter Christian Schößling entschied auf Abseits. Kurz darauf hatten die Burghauser erneut die Führung auf dem Fuß, Christian Holzer (Freistoß/16.) und Björn Hertl (Kopfball/20.) scheiterten aber jeweils am Heidenheimer Schlussmann.

Innerhalb von nur 60 Sekunden machten sich die Hausherren dann ihre guten ersten 30 Minuten zunichte. Zwei gute Aktionen der Gäste genügten, um die Wacker-Hintermannschaft auszuhebeln und mit 2:0 wegzuziehen. Die Burghauser waren sichtlich geschockt und hätten noch vor der Pause den endgültigen K.o. kassieren können, als Spann das Leder aus 20 Metern an den Querbalken nagelte.

Zu Beginn der zweiten Hälfte hatte sich die Press-Elf wieder etwas gefangen und kam nur wenige Minuten nach Wiederanpfiff zum 1:2-Anschlusstreffer durch Burkhard, der einen Abpraller über Keeper Sabanov in die Maschen schlenzte. Knapp zehn Minuten später der nächste Rückschlag für die Hausherren: Richard Weil setzte den agilen Spann per Hackentrick in Szene und der FC-Stürmer ließ Torhüter Andreas Michl keine Chance.

Auch jetzt gaben sich die Burghauser nicht geschlagen und versuchten es mit der Brechstange - ein weiteres Tor wollte aber nicht gelingen. Die beste Möglichkeit vergab Sascha Traut, bei dessen Schuss der Ball vom rechten an den linken Pfosten und dann wieder aus dem Tor heraus sprang. "Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen, sie hat alles gegeben, aber wir haben das Glück momentan einfach nicht auf unserer Seite", haderte Press mit dem Schicksal und wollte sich an den Spekulationen um seine Zukunft nicht beteiligen - "das müssen andere entscheiden", so der 45-Jährige.

sam/Mühldorfer Anzeiger

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