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Zweite Liga

Unvollständige Saison für Mühldorfer Volleyballer beendet

Gewiefter Stratege und Analytiker: Co-Trainer Sepp Wolf (links) hat dem TSV Mühldorf wertvolle Dienste geleistet, wird aber den Trainerstab um Cheftrainer Michi Mayer (Zweiter von rechts) verlassen. Fabian Bartsch (Nummer 14) war neben Alex Brandstetter erfolgreichster Mühldorfer Spieler, beide sammelten je neun MVP-Medaillen.
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Gewiefter Stratege und Analytiker: Co-Trainer Sepp Wolf (links) hat dem TSV Mühldorf wertvolle Dienste geleistet, wird aber den Trainerstab um Cheftrainer Michi Mayer (Zweiter von rechts) verlassen. Fabian Bartsch (Nummer 14) war neben Alex Brandstetter erfolgreichster Mühldorfer Spieler, beide sammelten je neun MVP-Medaillen.

Das war‘s. Kein Finale in der 2. Volleyball-Bundesliga. Obwohl noch einige Spiele zu absolvieren waren, hat der Verband der Deutschen Volleyball-Liga die Saison in der zweithöchsten deutschen Spielklasse für beendet erklärt.

Mühldorf – Weil die noch ausstehenden Spiele keine Auswirkungen mehr gehabt hätten auf einzelne Platzierungen, hat der Verband die noch ausstehenden Spiele als Nullnummer gewertet. Das betrifft auch die noch Begegnung des TSV Mühldorf gegen den L. E. Volleys Leipzig.

Weil die Mannschaft aus Sachsen ungewöhnlich schwer von Corona-Infektionen betroffen war, war die Partie zunächst nur verschoben, schließlich aber komplett gestrichen worden. „Leipzig konnte zuletzt nur noch mit einer Rumpftruppe gegen Karlsruhe antreten, weil es offenbar viele Infektionsfälle gegeben gab. Man kann es durchaus verstehen, wenn sie auf die letzte Partie verzichten wollten“, sagt dazu Mühldorfs Volleyball-Abteilungsleiter Stefan Bartsch.

Er persönlich hätte diese letzte Heimpartie aber dennoch gerne gespielt, „weil wir dann die Chance gehabt hätten, die Saison vernünftig abzuschließen, Spielern und Betreuern auch öffentlich für ihr Engagement zu danken“.

„Es ist super gelaufen“

Nichtsdestotrotz gebe es keinen Grund für den Zweitliga-Debütanten vom Inn, betrübt auf die 27 Spiele zurückzublicken. Im Gegenteil: „Es ist super gelaufen. Wer hätte denn zu Beginn der Saison gedacht, dass wir am Ende einen einstelligen Patz erreichen würden?“, fragt Bartsch. Ihre Debut-Saison in Deutschlands zweithöchster Spielklasse haben die Aufsteiger aus Mühldorf mit 39 Punkten aus 27 Spielen und als Achtplatzierter abgeschlossen.

„Diese Leistung kann man nicht viel genug würdigen, für ein Team, das vor der Saison nahezu keine Bundesligaerfahrung hatte und im Kern vor zwei Jahren noch in der Regionalliga gespielt hat“, heißt es seitens der Abteilungsführung. Zusätzlich hätten sich die Mühldorfer den Titel „bester Aufsteiger“ gesichert.

Ehemaliger Mühldorfer ist Meister

Wobei die gleichzeitig dem TSV Grafing herzlich zum Meistertitel gratulieren. Mit 71 Punkten sicherten sich die Grafinger, in deren Reihen der ehemalige Mühldorfer Fabian Wagner Teamkapitän und Zuspieler ist, die Meisterschaft.

Wagner, der aus Niedertaufkirchen stammt, ist es auch, der in der laufenden Saison die meisten MVP-Auszeichnungen als bester Spieler sammeln konnte. Kein anderer Spieler sammelte in der 2. Bundesliga Süd mehr Medaillen als Wagner, 16 Stück holte er in 28 Partien. Beste Spieler auf Mühldorfer Seite waren Fabian Bartsch und Alex Brandstetter, die jeweils neun Medaillen ihr Eigen nennen dürfen.

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Natürlich bleiben beide Spieler, Eigengewächse aus der Mühdorfer Jugend dem TSV Mühldorf weiterhin erhalten, daraus macht Abteilungsleiter Stefan Bartsch keinen Hehl. Bartsch lässt aber auch anklingen, dass einiges im Fluss ist bei den Mühldorfern. So vermeldet der Abteilungsleiter den Abgang von Mittelblocker Jonathan Helm, der sich in der nächsten Saison auf die Eliteschule des Sports konzentrieren will.

Und auch Zied Chalghmi wird nicht mehr ins Team zurückkehren. Der 32-jährige Tunesier hat den Mühldorfern vor allem in der ersten Phase der Liga mit seiner Routine viel Sicherheit gegeben und im Außenangriff Akzente gesetzt. Wegen Knieproblemen war er aber zur Halbzeit ausgefallen und nicht wieder in die Mannschaft zurückgekehrt.

„WIr haben viel von ihm gelernt“

Schmerzlich vermissen wird man Co-Trainer Sepp Wolf, der mit seinen messerscharfen Analysen einer der Garanten für die fulminanten Auftritte der Mühldorfer Volleyballer war. Der erfolgreichste Jugendtrainer Deutschlands wird sich wohl neuen Projekten zuwenden, Bartsch weiß von einem Forschungsprojekt an der Uni München, das dem 65-Jährigen wohl angeboten worden sei. „Er hat uns jede Menge Input gegeben, wir haben viel von ihm gelernt“, würdigt Bartsch das Engagement Wolfs, mit dem man weiterhin freundschaftlich verbunden bleiben werde, versichert Bartsch.

Stellt sich die Frage: Wer füllt die nun frei werdenden Plätze, wenn es darum geht die Weichen für die nächste Saison zu stellen? „Wir sind in vielversprechenden Verhandlungen, doch aktuell kennen wir noch keine Namen nennen“, vertröstet Bartsch auf einen späteren Zeitpunkt. Man werde den Kader aber so aufstellen, dass in der nächsten Spielzeit eine noch bessere Platzierung angepeilt werden könne, verspricht Bartsch. Außerdem gelte es, den Nachwuchs aus Mühldorf an die erste Mannschaft heranzuführen.

Bartsch verweist dabei auf die Auftritte der Nachwuchsspieler Kilian Nennhuber und Fritz Vähning, die mit ihren 17 beziehungsweise 16 Jahren teilweise schon Führungsaufgaben übernehmen mussten. Als Mitglieder des Bayernkaders befinden sich Felix Schinko (15) und Moritz Wöls (15) bereits im erweiterten Trainingskader. Neu integrieren will man weiter Spieler der Jahrgänge 2006/2007, Bartsch nennt in diesem Zusammenhang James Feuchtgruber, Manuel Olliges, Maxi Himsl, Kilian Haugg und Julian Fröstl.

Auch die finanziellen Möglichkeiten spielen eine wichtige Rolle

Bei der Planung für die nächste Saison spielt natürlich auch das Geld und das Sponsoring eine Rolle. Bartsch sagt ganz offen, dass dafür das Budget noch erhöht werden müsse. Schmerzlich vermisst habe man in diesem Jahr der Bundesliga-Premiere die Zuschauer in der Halle. Weil die Spiele bis auf zwei Ausnahmen in der kompletten Saison wegen Corona vor einer Geisterkulisse stattgefunden haben, entgingen den Mühldorfern Eintrittsgelder um unteren fünfstelligen Bereich. „Ich hoffe, dass sich die Corona-Situation insofern zum Guten wendet, dass im nächsten Jahr wieder Zuschauer in die Halle dürfen!“

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