Ein Kommen und Gehen...

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Eine bleibt, eine geht: Während Verena Stürmlinger (links) auch künftig für den TSV Wasserburg spielt, verlässt Magdalena von Geyr (rechts) die Innstädterinnen.

Wasserburg - Der TSV Wasserburg komplettiert so langsam seinen Kader für die kommende Spielzeit. Zwei weitere Personalien sind jetzt klar.

Verena Stürmlinger bleibt ein weiteres Jahr am Inn, dagegen verlässt Magdalena von Geyr nach nur einem Jahr den deutschen Basketball-Vizemeister der Damen.


"Wir hätten sie gerne weiter bei uns gesehen", bedauert Trainer Hans Brei den Abgang der Ex-Nationalspielerin. "Sie hätte unserem Kader deutlich mehr Tiefe verliehen. Allerdings kann ich verstehen, dass sie mehr will als nur eine Rollenspielerin zu sein." Von Geyr erfüllte vergangene Saison die Erwartungen zu selten, vor allem ihre Dreier fielen im Spiel nicht so regelmäßig wie im Training. "In Wasserburg bekommt man eben nicht so viele Chancen wie bei anderen Vereinen. Da muss man in jeder Partie Topleistung bringen und das ist mir leider nicht gelungen", meint die Flügelspielerin selbstkritisch. "Ich wusste, was mich erwartet, habe die Zeit hier sehr genossen und bereue keine Minute. Wasserburg ist ein toller Verein mit großartigen Fans, aber ich will wieder mehr Einsatzzeit bekommen und deshalb bleibe ich nicht hier." Der Vizemeister hat mit Nadja Prötzig eine weitere junge Spielerin auf ihrer Position verpflichtet, zudem soll noch eine US-Amerikanerin als Ersatz für Carlene Hightower kommen. Von Geyr hätte in der kommenden Saison also noch mehr Konkurrenz gehabt als letztes Jahr.

Dass Verena Stürmlinger am Inn bleibt, stand für Verein und Spielerin außer Frage - allein die berufliche Basis musste geklärt werden. Vor wenigen Tagen schließlich erreichte die Hauptschullehrerin die positive Nachricht: sie darf im Landkreis Rosenheim bleiben und kann somit weiter die Basketballschuhe für den Vizemeister schnüren. "Sie war vergangenes Jahr eine ganz wichtige Spielerin für uns, auf und neben dem Feld", lobt Trainer Brei. "Sie hat solide ihren Part erfüllt und das erwarte ich auch in der kommenden Saison." Stürmlinger fand sich wie erwartet anfangs auf der Bank wieder, bekam aber im Laufe der Saison aufgrund vieler Verletzungen immer mehr Spielzeit. Daneben legte die gebürtige Wasserburgerin wichtige Prüfungen ab. "Der Stress war enorm, das wird jetzt sicher einfacher. Mit 28 bin ich im optimalen Basketballalter. Ich will es nochmal wissen und werde alles dafür geben, die Meisterschaft wieder nach Wasserburg zu holen." Stürmlinger kümmert sich außerdem um den Nachwuchs, sichtet Talente in der Region und organisiert Basketballcamps.


Mit der Centerin sind sieben Spielerinnen beim TSV Wasserburg unter Vertrag. Mit einer US-Amerikanerin als Ersatz für die letztjährige Topscorerin Hightower ist man in Kontakt. Ansonsten sind die Planungen weitgehend abgeschlossen. Wie immer werden zudem junge Spielerinnen aus dem eigenen Nachwuchs in den Bundesligakader integriert.

fd/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

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