Erste Standortbestimmung für Wasserburg geglückt - Zagreb gewinnt

Zweiter beim Heimturnier

Anne Breitreiner feierte ihr Comeback in Wasserburg.
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Anne Breitreiner feierte ihr Comeback in Wasserburg.

Wasserburg - Gespannt haben Basketball-Fans den ersten Auftritt ihres Teams in der neuen Saison in der Badria-Halle erwartet - sie wurden nicht enttäuscht.

Viele neue Gesichter waren es dann, die vor dem Halbfinalspiel gegen Bad Aibling am Samstag vorgestellt wurden. Einzig Kapitän Rebecca Thoresen, die in ihre mittlerweile sechste Saison für Wasserburg geht, ist neben Co-Trainerin Wanda Guyton aus dem letztjährigen Kader verblieben. Dazu kommen mit Emma Cannon und Maggie Dwyer zwei Spieler vom Liga-Konkurrenten aus Osnabrück und Katharina Fikel vom letztjährigen Meister Wolfenbüttel. Stina Barnert dürfte den meisten noch aus vielen Duellen aus ihrer Zeit in Saarlouis bekannt sein und Tiina Sten ist finnische National-spielerin.


Die Ex-Wasserburgerin Jezabel Ohanian, jetzt in Diensten des TuS Bad Aibling, setzt sich hier energisch durch.

Zudem gelang es Managerin Gaby Brei und Neu-Trainer Bastian Wernthaler mit Svenja Brunckhorst und - dem absoluten Transfer-Kracher - Anne Breitreiner zwei Wasserburger Eigengewächse zur Rückkehr an den Inn zu bewegen. Aufgefüllt wird der Trainingskader von den Nachwuchsspielerinnen Franziska Dausinger, Mirijam Zeller, Franziska Wolf und Lena Aß. Die US-Amerikanerin Dalila Eshe, die für die Center-Position verpflichtet worden war, musste leider wieder "heimgeschickt" werden, da sie verletzt in Wasserburg eingetroffen war und auf längere Zeit nur stark eingeschränkt Basketball spielen kann.


Das Turnier war dann die erste Standortbestimmung für das neu formierte Team. Für Coach Bastian Wernthaler waren die beiden Spiele ideal. "Im Halbfinale konnten wir uns locker einspielen", so der Nachfolger von Hansi Brei über die Partie gegen Zweitligist Bad Aibling, die locker mit 89:47 gewon-nen wurde, auch wenn die Leistung zu Beginn noch eher mittelmäßig einzustufen war und dem Coach etwas die Intensität fehlte.

Das Finale am Sonntag gegen ZKK Novi Zagreb, der sich im zweiten Halbfinale gegen Wasserburgs Bundesliga-Konkurrenten aus Nördlingen durchgesetzt hatte, war dann das erwartete Spiel gegen ein absolutes Topteam. "Gegen deren erste Fünf konnten wir nicht mithalten, aber wir haben gut verteidigt und sehr intensiv gespielt. Ein toller Kampf meines Teams", kommentierte Wernthaler die 84:91-Niederlage gegen den Euro-League-Teilnehmer, der auch ohne die kürzlich verpflichtete WNBA-Aufbauspielerin Leilani Mitchell zwischenzeitlich schon hoch geführt hatte. Wasserburg gab sich aber nie auf und kam zum Schluss der Partie sogar noch einmal auf vier Punkte heran. Abgeklärt brachten die Kroatinnen aber ihre Führung ins Ziel.

Rückkehrerin Anne Breitreiner war zufrieden mit der Leistung ihrer Mannschaft: "Gegen einen Europaliga-Teilnehmer darf man schon mal verlieren - vor allem in dieser Phase der Vorbereitung. Wir haben dieses Wochenende einen großen Sprung gemacht." Das erste Auflaufen in ihrer Heimat nach sechs Jahren "Wanderschaft" in Spanien, Polen, Italien und Frankreich bei renommierten europäischen Top-Clubs brachte für sie ein erhebendes Gefühl: "Schön wieder in Wasserburg zu sein. Das ist schon ein Wahnsinn, wenn man in die Halle kommt und alle jubeln einem zu."

Schon am Donnerstag geht es für das Team nach Trutnov (Tschechien), wo über vier Tage in einem hochkarätig besetzten Turnier die nächsten Testspiele anstehen. Ende September beginnt die Bundesligasaison und erstmal nach vier Jahren ist der TSV Wasserburg auch im FIBA-Euro-Cup dabei.

fd

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