Schafft der ESV den Aufstieg?

Traunstein - Für die ESV-Handballer stehen an diesem Wochenende die letzten beiden Spiele auf dem Programm. Es geht um alles - um den Aufstieg in die Bezirksoberliga.

Zum letzten Mal in der Traunsteiner Sportgeschichte werden Traunsteins ESV-Handballer an diesem Samstag einen Heimspieltag in der Landkreishalle an der Wasserburger Straße ausrichten. Nach diesem Ereignis wird nämlich die traditionsreiche Abteilung unter dem Namen Eisenbahner Sportverein 1930 e.V. aufhören zu existieren, wenn am darauffolgenden Sonntag die Gründungsversammlung des neuen Traunsteiner Großvereins in der Aula der Berufsschule I um 18 Uhr vollzogen wird.


Bis es aber soweit ist, wird in der Landkreishalle nochmal um Punkte und sogar noch um zwei Meistertitel gekämpft.

Durch den deutlichen 29:19 -Heimerfolg des TuS Prien über den Tabellenführer SF Föching haben es Traunsteins Bezirksligahandballer nun mehr wieder selbst in der Hand den Wiederaufstieg in die Bezirksoberliga durch zwei Erfolge über Bruckmühl und Sauerlach zu schaffen. Allerdings muss dazu Föching am Samstag sein Auswärtsspiel bei der HSG Kirchheim/Anzing II gewinnen. Sollte Föching aber verlieren werden die „Eisenbahner“ in einer Aufstiegsrelegation wohl nachsitzen müssen.


Zunächst aber gastiert am Samstagabend um 18 Uhr der Tabellenachte SV Bruckmühl in der Großen Kreisstadt. Gegen die Mannschaft aus dem Landkreis Rosenheim haben die „Zebras“ keine guten Erinnerungen. Das Hinspiel endete mit einer äußerst bitteren 29:28-Niederlage und ließ die Meisterschaftschancen auf ein Minimum reduzieren.

In diesem Spiel erwartet nun Trainer Herbert Wagner von seiner Mannschaft absolute Entschlossenheit und Siegeswillen. „ Wir haben zwar nun eine sehr gute Ausgangslage, aber erreicht ist noch gar nichts“, so der Traunsteiner Trainer der absolut davor warnt den Gegner wie im Hinspiel zu unterschätzen.

Bis auf die Langzeitverletzten wird Wagner voraussichtlich auf seinen gesamten Kader zurückgreifen können.

Darüber hinaus hofft die Mannschaft auf die lautstarke Unterstützung des Traunsteiner Publikums, die hoffentlich zum Großteil auch die Auswärtsfahrt nach München mitantreten wird.

Am Sonntag um 13:15 Uhr haben die „Eisenbahner“ nämlich noch ihr Nachholspiel gegen den Tabellensechsten TSV Sauerlach in München zu absolvieren. Aus Termingründen wurde diese Partie in die Halle am Marsplatz verlegt. „ Auch wenn es für Sauerlach um nichts mehr geht, werden sie uns trotzdem die Punkte nicht auf dem Tablett servieren“, meint Wagner, der den Gegner stärker einschätzt, als es derzeit der Tabellenstand verrät. Im Hinspiel siegte der ESV nach einer Energieleistung nur knapp mit 23:22. Auch im Rückspiel wird es für den ESV gegen den Tabellensechsten wohl nicht einfacher werden.

„Wir werden in beiden Spielen nochmal alles aus uns herausholen was möglich ist, um den Wiederaufstieg zu erreichen. Wir zählen auf unser Publikum in München“, so Mannschaftsführer Simon Krumscheid.

D-Jugend kämpft um Meistertitel

Auch die männliche D-Jugend um das Trainergespann Brunner/Wendl kämpft an diesem Wochenende um den Meistertitel. Dabei hat der Nachwuchs ebenfalls zwei Partien zu bestreiten. Im Gegensatz zu den Herren finden beide Spiele aus Termingründen kurz nacheinander statt.

Am Samstag läutet dabei die Mannschaft den Heimspieltag um 9:30 Uhr mit dem Spitzenspiel gegen den TuS Prien ein, der nur noch theoretisch dem ESV-Nachwuchs die Meisterschaft streitig machen kann.

Nach einer kurzen Pause spielt die D-Jugend, die in der Bezirksklasse immer noch ungeschlagen ist, gegen die SG Süd/Blumenau II. Bereits ein Sieg aus den beiden anstehenden Spielen würde dabei für den Titelgewinn reichen. Um 14 Uhr bestreitet die weibliche D-Jugend von Trainerin Christine Augustin ihr letztes Spiel gegen den SV Anzing II, ehe die weibliche B-Jugend um Trainerin Astrid Miehler gegen den PSV München noch um den dritten Tabellenplatz in der Bezirksoberliga kämpft.

Das Vorspiel der Herren bestreitet um 17 Uhr die Damenmannschaft des Trainergespanns Taube/Schloerscheidt, die als Vizemeister der Bezirksklasse den Tabellensiebten aus Rosenheim zum allersetzten „Eisenbahner-Duell“ empfangen.

Die Handballer beenden nach nun fast 66 Jahren unter dem Namen ESV Traunstein eine Zeit mit vielen Höhen und auch Tiefen, Erfolgen, aber auch Misserfolgen. Das Schönste ist aber das diese traditionsreiche Sportart auch im neuen Großverein weiterleben und Erfolge feiern wird.

Pressemitteilung ESV Traunstein

Rubriklistenbild: © dpa

Kommentare