Ein Wochenende nach Maß

Traunstein - Mit 29:21 gewannen die Eisenbahner in Rosenheim. Weil gleichzeitig Spitzenreiter Föching verlor, haben die "Zebras" nun den Aufstieg wieder selbst in der Hand:

Was für ein Wochenende für Traunsteins Handballer! Durch den überraschend deutlichen 29:19-Heimsieg des TuS Prien gegen den Tabellenführer SF Föching sowie durch den gleichzeitigen Auswärtssieg beim heimstarken Tabellenfünften ESV Rosenheim, haben es die „Zebras“ nun wieder selbst in der Hand, den Wiederaufstieg in die Bezirksoberliga zu schaffen.


Trotz des deutlichen 29:21-Erfolgs konnte Trainer Herbert Wagner sowie Co-Trainer Lorenz Stock mit der Leistung ihrer Mannschaft nicht ganz zufrieden sein und holten die Mannschaft, trotz der derzeitigen Ausgangslage, ganz schnell auf den Boden der Tatsachen zurück. Bereits in den ersten Minuten taten sich die Traunsteiner in diesem Eisenbahner-Duell sehr schwer.

Die Gastgeber begegneten den Rot-Schwarzen mit einer äußerst offensiv ausgerichteten Abwehr und zwangen die Kreisstädter zu vielen technischen Fehlern, die zu einem zwischenzeitlichem 4:2-Rückstand nach acht gespielten Minuten führte.


Durch eine Überzahlsituation kam der Tabellenvierte aber nun viel besser ins Spiel und erzielte durch Florian Albrecht, Simon Krumscheid und Alexander Wetsch drei Tore in Folge zum 4:5.

Traunstein bekam nun Oberwasser und baute die Führung über Krumscheid und Matthias Hinz auf 4:7 aus. Allerdings zeigte der Defensivverbund deutliche Schwächen, sodass Rosenheim wieder den Anschluss zum 6:7 herstellen konnte.

Mit der Hereinnahme von Jacek Tomala, der neben Krumscheid und Hinz eine starke Leistung im Angriff zeigte, boten sich den Traunsteinern dann aber zusätzliche Alternativen die sie auch zu nutzen wussten. Rosenheim blieb aber auf Augenhöhe und blieb bis zur 27.Minute nur mit einem Tor in Rückstand, ehe Wetsch und Tomala und Sebastian Wellnitz mit einem Zwischenspurt für die verdiente 11:14 Pausenführung sorgten.

Nach Wiederbeginn wurden die Rosenheimer von der Angriffsflut der „Zebras“ nun eiskalt überrascht. Simon Krumscheid über den Rückraum sowie Matthias Hinz sorgten mit ihren Toren bereits nach 34 Minuten für das zwischenzeitliche 12:17, ehe Christoph Rauh und nochmals Krumscheid sogar das 12:19 gelang. Auch die Defensive, die von Christoph Rauh, Sebastian Wellnitz und Spielertrainer Wagner hervorragend organisiert war, wuchs nun über sich hinaus. Selbst in doppelter Unterzahl blieb der ESV in Form von Wetsch und Tomala erfolgreich.

15 Minuten vor Spielende kam Rosenheim zwar nochmal auf vier Tore heran, doch die Rot-Schwarzen ließen sich die Butter nun nicht mehr vom Brot nehmen und spielten diesen Sieg in souveräner Manier über die Zeit. Gut herausgespielte Kombinationen über Krumscheid, Hinz und Sperl führten drei Minuten vor Schluss zum 20:27, ehe das Spiel beim 21:29-Endstand beendet war.

Als man dann kurz nach dem Spiel das Ergebnis aus Prien erfuhr gab es dann bei den Traunsteinern kein Halten mehr, wobei Trainer Herbert Wagner schnell auf die „Euphoriebremse“ drückte.

„Trotz der derzeitigen Ausgangslage haben wir noch nichts erreicht!“, so Wagner, der auf die letzten beiden Spiele an diesem Wochenende verweist. Am Samstag kommt es in der Landkreishalle gegen den SV Bruckmühl zum letzten Heimspiel der Saison, ehe tags darauf das schwere Nachholspiel gegen den TSV Sauerlach stattfindet. Anpfiff ist dabei um 13:15 Uhr in der Halle am Münchner Marsplatz

Für den ESV Traunstein spielten Alexander Langenfaß, Christoph Bachhuber und Florian Laufenböck im Tor sowie Alexander Wetsch (3/3), Sebastian Wellnitz (1), Johannes Götz, Matthias Hinz (6), Christian Seidl, Christoph Rauh (1), Florian Albrecht (3), Simon Krumscheid (6), Jacek Tomala (5), Herbert Wagner und Benedikt Sperl (1).

Pressemitteilung ESV Traunstein

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