Hoffen auf Erfolg

Die Kolbermoorerin Chantal Mantz ist das Aushängeschild der heimischen Tischtennisszene.
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Die Kolbermoorerin Chantal Mantz ist das Aushängeschild der heimischen Tischtennisszene.

Kolbermoor - Sie haben es in die 1. Tischtennis-Bundesliga geschafft. Und nun gibt es für die Damen des SV DJK Kolbermoor auch Verstärkung im Team.

Wenn eine Mannschaft in die nächsthöhere Liga aufsteigt, wird es erfahrungsgemäß immer wieder Veränderungen im Team geben. Diese Veränderung ist natürlich auch nicht beim SV DJK Kolbermoor so spurlos vorbeigegangen. Das Grundgerüst wurde kontinuierlich mit Neuzugängen verstärkt.


Trainer Zsolt Hollo hofft natürlich, dass er bei seiner Auswahl ein glückliches Händchen hatte, das am Ende den gewünschten Erfolg bringen wird. Das sind die vier Damen, die die Stammmannschaft des Neulings in der 1. Bundesliga bilden:

Wenling Tan-Monfardini spielt in Kolbermoor auf Position eins.

Wenling Tan-Monfardini: Die 39-jährige Chinesin wird in Kolbermoor die Position eins einnehmen. Die derzeit in der Weltrangliste auf dem 87. Platz stehende Akteurin spielte zuletzt in Italien für Sterilgarda TT Castel Goffredo. Die Bundesliga ist ihr nicht ganz unbekannt, denn in der Saison 2006/2007 war sie für den Homberger TS aktiv. Die Liste ihrer internationalen Erfolge ist sehr lang. Fünfmal nahm sie bereits an Europameisterschaften teil, wobei sie 2003 mit der italienischen Mannschaft sogar den Titel gewann. Neben acht Weltmeisterschaftsteilnahmen konnte sie sich auch dreimal für die Olympischen Spiele - zuletzt in London - qualifizieren.

Sabine Winter ist der vielleicht prominenteste Neuzugang beim Bundesligaaufsteiger.

Sabine Winter: Sie ist vielleicht der prominenteste Neuzugang, den der Bundesliganeuling dem Publikum präsentieren kann. Die Rechtshänderin, die auf Rang zwei spielen wird, erlernte beim TSV Oberalting das Tischtennis spielen. 2004 wechselte sie zum TSV Schwabhausen und zählte bereits im Jugendbereich zu den erfolgreichsten und besten Spielerinnen des Landes. Zu ihrer Titelsammlung zählt zum Beispiel der Gewinn der Europameisterschaft im Doppel im Jahre 2010 oder auch die deutsche Meisterschaft im Mixed. Im Erwachsenenbereich war sie maßgeblich am Aufstieg des TSV Schwabhausen in die 1. Bundesliga beteiligt. Sie gewann 2010 bei der Weltmeisterschaft mit der Mannschaft die Bronzemedaille und holte so in einem Jahr sowohl im Jugend- wie im Erwachsenenbereich eine Medaille, was bislang noch keinem einzigen deutschen aktiven Spieler gelang. Die derzeit auf dem 123. Platz der Weltrangliste stehende Spielerin, die 2010 ihr erstes Länderspiel bestritt, nahm heuer als Ersatzspielerin an den Olympischen Spielen in London teil.

Krisztina Ambrus spielt bereits die zweite Saison in Kolbermoor.

Krisztina Ambrus: Die Ungarin geht mit dem SV DJK Kolbermoor in ihre zweite Saison und wird heuer an Nummer drei geführt. In der vergangenen Spielzeit war sie maßgeblich daran beteiligt, dass der Sprung in die 1. Liga geschafft wurde. Ihre Bilanzen waren in den Bestenlisten ganz oben zu finden. 32:3 Siege, davon 18:0 gegen die jeweilige Nummer zwei des Gegners, machten sie zu einer Bank. Sie zeichnete sich durch bestes Angriffsspiel aus und ließ in der vergangenen Spielzeit so manche Gegnerin alt aussehen. Die aktuelle Nummer 160 der Weltrangliste kommt aus einer echten Tischtennisfamilie und will auch in der kommenden Saison versuchen, ihre Gegnerinnen in Schach zu halten.

Die Kolbermoorerin Chantal Mantz ist das Aushängeschild der heimischen Tischtennisszene.

Chantal Mantz: Über das Aushängeschild der heimischen Tischtennisszene (Nummer 400 der Weltrangliste), die in der kommenden Spielzeit an Nummer vier geführt wird, braucht man eigentlich nicht viele Worte verlieren. Die sympathische 16-Jährige kann trotz ihres jungen Alters schon auf sehr viele nationale und internationale Erfolge verweisen. Bei der Jugend-Europameisterschaft im russischen Kasan wurde sie beispielsweise zweimal Vize-Europameisterin. Auch auf nationaler Ebene ist sie eine feste Größe, was sie mit den Titelgewinnen bei den zahlreichen Ranglistenturnieren des Deutschen Tischtennis-Bundes und den deutschen Meisterschaften der Erwachsenen, als sie immerhin das Achtelfinale erreichte, in der Vergangenheit immer wieder unter Beweis stellte. Vereinsmäßig hinterließ sie in der abgelaufenen Saison neben dem Einzel auch im Doppel eine sehr starke Leistung. Mit ihrer Schwester Sarah, sie schnupperte ebenfalls Bundesligaluft, und auch mit Krisztina Ambrus blieb sie in der Rückrunde sogar ungeschlagen.

eg/Oberbayerisches Volksblatt

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