Unglückliche Startpleite für VfL

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"Barne" Auer wie in Glanzzeiten - tolle Paraden und Reflexe

Ebersberg - Eine unglückliche Auftaktpleite musste der VfL Waldkraiburg zum Saisonstart in der Bezirksliga hinnehmen. Die Industriestädter verloren in Ebersberg 1:2.

Donnerstagabend war es soweit und die Bezirksliga Ost startete in die neue Saison. Der VfL Waldkraiburg musste beim TSV Ebersberg ran. Die knapp 200 Zuschauer sahen ein sehr intensives und interessantes Match. Die Kreisstädter gingen kurz vor der Pause in Führung. Der VfL versuchte in der zweiten Halbzeit vergebens den Ausgleich zu erzielen und wurde zehn Minuten vor Schluss ausgekontert. Der Kopfballtreffer von Johannes Helldobler in der letzten Minute kam zu spät. Fast hätte es der VfL in der Nachspielzeit noch geschafft, wurde aber nicht mehr für seine Bemühungen belohnt. „Das Glück war heute nicht auf unserer Seite und dann kam auch noch Pech dazu!“, so Marcus Dickow (1. Vorstand VfL) nach dem Spiel.

Von Anfang an sehr flottes Spiel, das aber auf beiden Seiten von ungenauem Passspiel geprägt war. Durch die intensive Spielweise beider Teams, kein Ball wurde verloren gegeben, kam es immer wieder zu kleinen Nicklichkeiten. Der souveräne Schiedsrichter Florian Böhm war stets auf Ballhöhe und das Spiel voll im Griff, auch wenn er teilweise kleinlich pfiff.

Knapp elf Minuten waren gespielt, da tauchten die Industriestädter das erste Mal gefährlich vor dem Tor auf. Nach einem weiten Einwurf von Besnik Hyseni verpassen Markus Gibis und Liviu Pantea den Ball nur um Zentimeter. Kurz drauf, Ecke Pantea, Kopfball Loboda und der Ball strich über die Latte. Binnen drei Minuten, drei Möglichkeiten für den TSV. Dreimal bewies Keeper Barne Auer, warum er heute bester Spieler beim VfL war. Nach einer Ecke kommt Christopher Lechner aus kürzester Entfernung zum Kopfball, doch Auer konnte retten. Plötzlich rutschte der völlig freistehende Mathias Lechner kurz vor Auer in den Ball, doch der war erneut auf seinem Posten und klärte zur Ecke. Die kam gefährlich in den Strafraum. Der Kopfball von Barthuber wurde abgefälscht, so dass Ch. Lechner aus drei Metern nur noch über die Linie drücken musste. Reflexartig fischte Auer denn Ball aus dem Eck. Die Ebersberger rauften sich die Haare. Auer schien heute unbezwingbar. Dann jubelten die Grün-Weißen schon, doch zu früh. Der Ball lag zwar im Netz, aber das Schiedsrichtergespann entschied völlig zu Recht auf Abseits. Zwei Minuten vor der Pause, war es aber dann doch soweit. Die Hausherren gingen mit 1:0 in Führung. Benedikt Platzer kam schnell über die rechte Seite und passte genau in den Lauf von Stefan Lechner, der Auer keine Chance ließ. Sekunden später fast das nächste Tor, doch M. Lechner schob die Kugel nicht nur an Auer, sondern auch am Tor vorbei. Loboda versuchte es noch aus der Ferne, aber er traf das Tor nicht. So ging´s in die Pause.

Gleich zu Beginn zwei gute Möglichkeiten für die Hausherren.  Stefan Lechner stand frei im Fünfmeterraum und wollte einköpfen, doch Auer hatte mit einer Glanzparade was dagegen. Dann probierte es sein Bruder Mathias, aber auch er scheiterte am „Teufelskerl“ Auer. Der VfL wechselte zweimal und stellte seine Spielweise um. Das nun zelebrierte Pressing bereitete  dem Gegner Probleme. Gewühl und Verwirrung im Ebersberger Strafraum, der VfL jubelte schon, doch der Ball von Manuel Kraus war nicht drin. Zehn Minuten vor Schluss Freistoß für den VfL aus aussichtsreicher Position. Der Ball wurde von der Mauer abgefälscht und Kadir Kir leitete einen Konter ein. Unaufhaltsam marschierte er übers halbe Feld und passte in die Mitte. Der Schuss vom eingewechselten Simon Eglseder wurde so unglücklich von Johannes Helldobler abgefälscht, dass er sich wie eine Bogenlampe, unhaltbar für Auer, ins Tor senkte. Doch der VfL gab nicht auf und die letzten Minuten hatten es in sich! Spielertrainer Markus Gibis kam im 16er zu Schuss, doch ein Abwehrspieler konnte noch auf der Linie klären. Im Gegenzug war Auer erneut gegen St. Lechner auf dem Posten. Loboda ließ zwei, drei Gegenspieler stehen, schoss aber knapp vorbei. Neuzugang Andrei Tuculea war auf einmal allein vor dem schon am Boden liegenden TW Zeno Zeller, schaffte es aber nicht, diesen zu überwinden. In der letzten Minute gab es noch einmal Freistoß für den VfL. Pantea flankte in den Strafraum und der „Unglücksrabe“ Johannes Helldobler vollendete mit einem sehenswerten Kopfballtor. In der Nachspielzeit gab es noch zwei gute Möglichkeiten durch Sergiu Popa und Markus Gibis, doch es blieb beim 1:2 aus Waldkraiburger Sicht.

„Wir brauchen uns nicht schämen, wir haben alles gegeben und sind heute nicht belohnt worden. Es geht weiter, Kopf hoch Jungs!“, appellierte Spielertrainer Gibis nach dem Spiel im geschlossenem Spielerkreis.

Am Sonntag um 17 Uhr tritt der VfL zum Viertelfinale im Toto-Pokal beim Titelverteidiger TSV Kastl an und nächsten Mittwoch ist Derbytime im Jahnstadion, wenn man den Liganeuling SV Aschau erwartet.

Pressemeldung VfL Waldkraiburg

Quelle: rosenheim24.de

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