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Sandritter: Spätstarter auf der Überholspur

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Der Raublinger Max Sandritter fährt aktuell beim Markenpokal "Seat Leon Supercopa" im Rahmen der Deutschen Tourenwagen Masters.

Raubling - Max Sandritter liebt die Geschwindigkeit. Früher holte sich der 22-Jährige seinen Kick bei Skirennen, nun fährt er Tourenrennen in der Serie Seat Leon Supercopa - und das erfolgreich.

Dabei hat er erst vor vier Jahren sein Talent und seine Leidenschaft für diesen Sport entdeckt.

Kürzlich wurde Max Sandritter vom Formel-1-Reporter Kai Ebel gefragt, wie seine Traumfrau aussehe. Jetzt war die richtige Antwort gefragt: Sandritter entgegnete dem schlagkräftigen Journalisten, diese Frage sei ihm einfach zu persönlich. Auch wenn der 22-Jährige lieber am Lenkrad sitzt als im Interview Rede und Antwort zu stehen, von Ebel ließ er sich nicht aus der Reserve locken.

Das Gespräch gehörte zum Medientraining, welches der Nachwuchssportler derzeit absolviert. Seit einem Jahr darf er am Förderprogramm der "Deutsche Post Speed Academy" teilnehmen, laut Sandritter die wichtigste Schulung für Nachwuchsrennfahrer in Deutschland. Hier werden sieben junge Piloten auf eine Rennfahrer-Karriere vorbereitet.

Der Raublinger sieht in der Speed Academy seine große Chance. Schließlich fehlt ihm einiges an Erfahrung im Vergleich zu den anderen Fahrern, mit denen er sich messen muss. Erst mit 18 Jahren hat er angefangen, Rennen zu fahren - das ist jetzt vier Jahre her.

Ein einschneidendes Erlebnis hat ihn zu dieser außergewöhnlichen und außergewöhnlich teuren Leidenschaft gebracht: Zum 18. Geburtstag hat Sandritter von seinem Vater ein besonderes Geschenk bekommen - 50 Kilometer Salzburgring in einem VW-Käfer-Rennauto. Sein Vater ist Jochen Schweizer, der Guru der Erlebnisgeschenke und ebenfalls einer, der auf der ständigen Suche nach Adrenalin ist. Bei dem Rennen entdeckte Sandritter seine Begeisterung, andere entdeckten sein Talent: Nach einem Sichtungslehrgang engagierten ihn Scouts des Volkswagen Polo Cups als Nachwuchsrennfahrer. Bereits in seiner ersten Saison wurde Sandritter bester Neueinsteiger, 2009 sicherte er sich den zweiten Rang im Volkswagen-Markenpokal. Mittlerweile rast er im Seat Leon Supercopa im Rahmen der Deutschen Tourenwagen Masters (DTM) über Strecken wie den Nürburgring oder den Hockenheimring. "Letzte Saison war noch ein Lernjahr", sagt der Kfz-Mechatroniker, "aber in diesem Jahr will ich um die Meisterschaft fahren". Die Geschwindigkeit, das Messen mit Gegnern, die extreme Beschleunigung und die harten Überholmanöver, das mache den Reiz am Rennsport aus.

Bekannte Fahrer sind den Weg über die Speed Academy schon vor ihm gegangen: Adrian Sutil fährt aktuell in der Formel 1, Nicolas Hülkenberg ist dort Testfahrer. Maro Engel startet in der DTM. In diese Fußstapfen will auch Sandritter treten. "Ich will Profi-Rennfahrer werden", sagt der 22-Jährige selbstbewusst. Einmal in der DTM fahren wie sein Vorbild Martin Tomczyk, das ist Sandritters erklärtes Ziel. Fiese Fragen von Kai Ebel müsste er hier schon mal nicht befürchten - denn der berichtet nur über die Formel 1.

Robert Feiner (Oberbayerisches Volksblatt)

Quelle: rosenheim24.de

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