Olympia: Das sind unsere Medaillen-Hoffnungen!

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von links oben nach rechts unten: Franziska Preuß, Felix Loch, Andreas Birnbacher, Moritz Geisreiter, Andreas Wellinger und Isabella Laböck.
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Sotschi/Landkreis - Am 7. Februar werden die 22. Olympischen Winterspiele eröffnet. Mit dabei sind auch viele heimische Sportler, einige sogar mit großen Medaillenchancen.

Am Donnerstag, den 23. Januar, hat der Deutsche Olympische Sportbund die endgültigen Nominierungen für die Winterspiele in Sotschi bekanntgegeben. Unter den insgesamt 151 Athletinnen und Athleten sind auch zahlreiche Sportler aus dem Südosten Bayerns. Das sind die heimischen Starter in den verschieden Disziplinen:

Biathlon

Bereits einen Tag nach der großen Eröffnungsfeier im Olympiastadion von Sotschi wird es für die Biathleten ernst. Andreas Birnbacher (SC Schleching) startet am Samstag, 8. Februar, im 10 Kilometer Sprint der Männer. Für die Biathlon-Mädels geht’s dann am Sonntag los – ebenfalls mit der Sprintdistanz. Über die 7,5 Kilometer-Strecke sind Franziska Preuß (SC Haag) und Evi Sachenbacher-Stehle (WSV Reit im Winkl) am Start. Zumindest Preuß zählt dabei nach ihrem tollen vierten Platz in Ruhpolding zum erweiterten Kreis der Medaillenanwärterinnen. Ebenfalls nominiert ist Vanessa Hinz vom SC Schliersee. Die Wettbewerbe der Skijäger dauern bis zum 22. Februar.

Eisschnelllauf

Ebenfalls am ersten Wettkampftag (8. Februar) will Moritz Geisreiter aus Inzell durchstarten. Der 27-Jährige geht in der Adler-Arena über die 5000 Meter an den Start. Außerdem soll Geisreiter über die 1.500 Meter (Sonntag, 15. Februar), 10.000 Meter (Dienstag, 18. Februar) und in der Teamverfolgung (Samstag, 22. Februar) die deutschen Farben vertreten.

Bei den Frauen tritt Gabriele Hirschbichler vom DEC Inzell an. Sie wird die Distanzen über 500, 1000 und 150 Meter in Angriff nehmen.

Rodeln

Die mit Sicherheit größten Medaillenhoffnungen haben unsere Rodler. Am 8. Februar finden die ersten beiden Läufe im Einsitzer der Männer statt. Tags darauf fallen auf der Bahn „Sanki“ dann die Entscheidungen. Felix Loch (24) aus Schönau am Königssee ist amtierender Olympiasieger und zählt auch in Sotschi zu den absoluten Top-Favoriten. Am 10. und 11. Februar kämpfen die Damen um olympische Ehren. Natalie Geisenberger aus Miesbach ist dabei die große Goldhoffnung.

Bei den Doppelsitzern (Mittwoch, 12. Februar) haben Tobias Arlt (26/Königssee) und Tobias Wendl (26/Berchtesgaden) beste Aussichten auf eine Medaille, wahrscheinlich sogar Gold. Logisch, dass die Deutschen auch zum Abschluss der Rodelbewerbe am Donnerstag, 13. Februar, in der Teamstaffel ganz oben auf dem Podium stehen wollen.

Skilanglauf

Für die Langläufer beginnt ebenfalls am Samstag, 8. Februar, mit dem Skiathlon der Frauen der sportliche Ernst. Tags darauf greifen auch die Männer mit ihrem Skiathlon (15 Kilometer klassisch, 15 Kilometer Freistil) ein. Mit dabei: Tobias Angerer vom SC Vachendorf.

Der gebürtige Traunsteiner hat in seiner Karriere bereits vier Olympia-Medaillen gewonnen. Auch wenn es in dieser Saison bislang überhaupt nicht gut lief, hofft Angerer, rechtzeitig bis Sotschi seine Form wiederzufinden. Die Langlauf-Wettbewerbe enden erst am allerletzten Olympia-Tag mit dem 50 Kilometer Massenstart-Rennen der Männer.

Snowboard

Auch in den Snowboard-Wettbewerben kämpfen Athleten aus der Region um Medaillen. Die besten Aussichten hat wohl der für den SC Miesbach startende Konstantin Schad. Der gebürtige Rosenheimer startet am Montag, 17. Februar, im Snowboard Cross. Der 26-Jährige liegt in der Weltcup-Disziplinenwertung auf Rang drei und hat daher reele Chancen auf das Podest. Außerdem geht aus unserer Region noch Stefan Baumeister vom SC Aising-Pang an den Start.

Bei den Mädels starten Anke Karstens (WSV Bischofswiesen), Amelie Kober (SC Miesbach, gebürtig in Bad Aibling) und Isabella Laböck (VSC Klingenthal, gebürtig aus Prien am Chiemsee) im Parallel-Slalom und Parallel-Riesenslalom.

Fotos: Die Olympia-Stars aus der Region

Olympia-Starter aus der Region

Skispringen

Gleich am allerersten Tag müssen auch die Skispringer hellwach sein, wenn im „Russki Gorki“-Skisprung-Zentrum die Qualifikation zum Springen auf der Normalschanze stattfindet. Andreas Wellinger (SC Ruhpolding) und Marinus Kraus (WSV Oberaudorf) dürften es angesichts schwankender Leistung zwar schwer haben, in den Einzelwettbewerben eine Medaille zu holen – im Team (Montag, 17. Februar) könnte es aber durchaus mit der Wiederholung des Ergebnisses von 2010 klappen, als die Deutschen in Vancouver die Silbermedaille gewannen.

Skeleton

Von Donnerstag, 13., bis Samstag, 15. Februar, kommen die Skeletoni in Sotschi zum Zug. Mit dabei bei den Damen (13./14. Februar) ist Anja Huber. Die 30-jährige Berchtesgadenerin hat heuer bereits einmal Platz zwei belegt und zählt damit zum erweiterten Medaillenkreis. In Vancouver hatte Huber im Jahr 2010 bereits die Bronzemedaille gewonnen.

Bob

In der zweiten Wettkampfwoche wird es für die Bobpiloten ernst. Im Bob von Florian Florschütz wird Joshua Bluhm vom WSV Königssee an den Start gehen. Er ist als Anschieber für den Wettbewerb im Vierer nominiert.

Ski Freestyle 

Im Ski Freestyle (Slopestyle) startet Lisa Zimmermann (17) vom WSV Oberaudorf. Die junge Dame gilt plötzlich sogar als Medaillenkandidatin, nachdem sie vor kurzem im schweizerischen Gstaad als erste Deutsche überhaupt einen Slopestyle-Weltcupsieg einfahren konnte. Ebenfalls dabei, in der Disziplin Skicross, ist Thomas Fischer vom SC Ruhpolding.

In den Sportarten Ski Alpin, Curling, Eishockey, Eiskunstlauf, Nordische Kombination und Short Track sind keine Athleten aus unserer Region dabei.

Die komplette Startliste kann beim Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) eingesehen werden.

Hinweis: Die Angaben zu den Wettkampfteilnahmen der einzelnen Athleten sowie zur Vollständigkeit sind ohne Gewähr und können sich kurzfristig ändern (Verletzungen, Trainer-Entscheid etc.).

Quelle: rosenheim24.de

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