Ein Sieg ist Pflicht!

OVB
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Im CEWL-Final-Four hatte sich Brittaney Raven noch festgerannt - dies soll heute nicht passieren.

Wasserburg - Dem TSV Wasserburg bleibt kaum Zeit zum Durchatmen. Nur zwei Tage nach dem Final-Four der Central European Woman League (CEWL) wartet auf ihn der Liga-Alltag.

Der heißt Chemcats Chemnitz heute, 19 Uhr, Badria-Halle. Nachdem sich das Team von Wanda Guyton und Hans Brei phasenweise gut auf europäischem Spitzenniveau schlug, darf die Pflicht nicht vernachlässigt werden.


Ein Heimsieg gegen den Vorletzten ist unbedingte Voraussetzung, um im Play-off-Rennen nicht an Boden zu verlieren. Auf der anderen Seite würde Chemnitz bei einer Niederlage beinahe aussichtslos im Kampf um den Klassenerhalt zurückfallen - wie Ex-Meister Saarlouis, der dem Abstieg nur mehr mit mindestens sechs Siegen in den verbleibenden acht Matches entrinnen kann. Chemnitz musste zuletzt gegen die Spitzenteams Freiburg und Wolfenbüttel deutliche Niederlagen einstecken, doch die Maßnahmen des neuen Trainers Predrag Lukic scheinen zu fruchten. Neuzugang Cherise Daniel überzeugt als Aufbauspielerin (19 Punkte, 6 Assists) und auch Melissa Jeltema (20,7 Punkte, 6,7 Rebounds) hat nichts von ihrer Gefährlichkeit eingebüßt. Mit Brugman, Whitcomb und Velinovic sind drei wichtige Spielerinnen angeblich angeschlagen, was für Wasserburg in der Vorbereitung auf das Match aber nicht von Belang war. "Die werden alle spielen, wenn's irgendwie geht. Schließlich kämpfen sie um den Klassenerhalt und brauchen jeden Punkt", meint Hans Brei. "Entsprechend wird Chemnitz auftreten: kämpferisch, mutig und mit dem unbedingten Willen, hier etwas mitzunehmen."

Beim Doublesieger war nach den beiden anstrengenden Matches vom Wochenende am Montag frei und Regeneration angesagt. Erst vor zwei Wochen haben Thoresen & Co. gegen die Damen aus Sachsen im Pokalviertelfinale triumphiert, man kennt den Gegner also und weiß wie man erfolgreich sein wird. Der Titelverteidiger kann mit einem Heimerfolg auf Rang sieben vorrücken, hätte aber nur zwei Punkte Rückstand auf Platz drei, die Liga ist ausgeglichen und unberechenbar wie selten.

fd/Oberbayerisches Volksblatt

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