Spitzenleistung in der 49er-Arena

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Olympia-Hoffnung des Chiemsees: Lorenz Huber und Leopold Fricke vom Chiemsee Yacht-Club haben ihr 49er-Skiff im Griff. 

Prien - Schon länger werden Lorenz Huber aus Prien und Leopold Fricke aus Rimsting als Olympiahoffnung des Chiemsees genannt.

Auf der Weltmeisterschaft der 49er am Gardasee gegen alle heißen Skiffsegler der Welt erreichten sie Platz 20 und festigten damit diese Erwartung. Die Formkurve der Chiemseer nähert sich beständig der Weltspitze an - viel fehlt nicht mehr, meistens nur noch die Konstanz bei allen Bedingungen. Stark segelten sie bei den Wettfahrten in Ora-Bedingungen. Schwierig wurde es jedoch bei Flaute und bei starkem böigem Nordwind ("Vento") bis zu 27 Knoten. Da haben alte Hasen noch die Nase vorn, da sie schon ein paar Boote und Segel mehr unter derartigen harten Bedingungen für die überproportional schnell werdenden Skiff zerschlissen hatten.


Fast alle Sportler, die 2012 in London starten wollen, sind am Gardasee angetreten. 89 Teams, weit entfernt von Freizeitsegel-Ambitionen. Coach Pawel und auch der Einfluss der Sparringspartner Delle-Karth/Resch (diese erreichten Platz fünf) brachten Fricke/Huber gut in den ersten Tagen der Meisterschaft unter die Top 25 und damit in die Goldfleet. Dort war sonst nur noch ein deutsches Team, Lennart Briesenick-Pudenz und Morten Massmann (im Endresultat einen Platz vor den Chiemseern).

So erfreulich wie die Ergebnisse mit dem 20. Platz bei der WM, Platz 15 in der Weltrangliste und Platz elf in der Weltcupwertung sind, eines hätte noch gefehlt: Nur fünf Plätze besser, und sie hätten den B-Kaderstatus erreicht - trotz ihrer verbandsuntreuen Entscheidung, im Süden Deutschlands zur Vorbereitung zu bleiben.

blu/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

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