Teschke-Truppe heute in Seligenporten - Bänderriss bei Hallmen

Sechziger selbstbewusst

Fällt mit Bänderriss aus: Stürmer Philipp Hallmen. Foto Ziegler
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Fällt mit Bänderriss aus: Stürmer Philipp Hallmen. Foto Ziegler

Rosenheim - Mit dem Erfolg wächst auch das Selbstvertrauen. So hat der TSV 1860 Rosenheim zwar Respekt, aber keine Angst vor dem Match in Seligenporten.

Ab 14 Uhr stehen sich dort der Tabellenzweite und der Tabellenvierte der Fußball-Regionalliga Bayern gegenüber und Dirk Teschke, Trainer der Sechziger, sagt: "Wir wissen zwar um die Qualität des Gegners, aber wenn wir unsere Stärken ausspielen, dann wird es schwer für Seligenporten."


Das Vertrauen des Trainers in seine Mannschaft ist ja nicht unbegründet. Von den letzten sieben Punktspielen hat sie nur eines verloren, ist ins Spitzenfeld der Tabelle gerückt, sie ist im Pokal ins Achtelfinale vorgestoßen, als einziger oberbayerischer Regionalligist. Das Rosenheimer Team scheint nun anzuknüpfen an die grandiose letzte Bayernliga-Saison, auch wenn Teschke dem vierten Tabellenplatz noch keine allzu große Bedeutung beimisst: "Da ist alles ganz eng beieinander, mit zwei Niederlagen rutscht man da gleich wieder unten rein."

Was ihn aber optimistisch stimmt, ist das Auftreten seiner Truppe. "Wir brauchen uns vor keinem in dieser Liga verstecken, auch vor Seligenporten nicht. Die haben zwar mit Karsten Wettberg einen Trainerfuchs auf der Bank, eine starke Offensive mit einem Top-Torjäger Bernd Rosinger, haben sich gut verstärkt mit dem Ex-Profi Alexander Maul und stehen sicher nicht zu Unrecht da oben. Aber wir haben das Selbstbewusstsein, um auch dort bestehen zu können." Dabei muss Teschke noch immer auf so erfahrene Leute wie Christian Hofmann und Kapitän Michael Kokocinski verzichten, Florian Hofmann trainiert zwar wieder, ein Einsatz aber käme zu früh. Markus Einsiedler hat die Woche über aus Studiengründen nicht trainieren können und nun fällt auch noch Philipp Hallmen aus, der sich im Training das Außenband im Knöchel gerissen hat. "Aber ich bin guter Dinge, dass er bald zurückkehrt", so Teschke.


Trotzdem habe er auch für das heutige Spiel die "Qual der Wahl" bei der Aufstellung, er will nicht jammern. Auch über die zusätzliche Belastung durch den Toto-Pokal, wo man am Mittwoch, 3. Oktober, beim SV Schalding-Heining antreten muss, klagt der Trainer nicht, im Gegenteil: "Wir haben einen großen Kader und alle sollen ihre Spielzeiten bekommen. Da ist es ganz gut, wenn wir viele Möglichkeiten haben, auch den Leuten, die momentan etwas zu kurz kommen, Spielpraxis zu geben. Ich jedenfalls habe als Spieler immer lieber gespielt als trainiert."

Auch deshalb sieht er keinen Vorteil für seine Mannschaft darin, dass Seligenporten noch am Mittwoch das schwere Nachholspiel gegen Bayern Hof bestritten hat: "Wenn sie verloren hätten, wäre es etwas anderes. Aber so ein Sieg kann auch Euphorie auslösen, da spürt man die Belastung deutlich weniger, im Gegenteil, das setzt Kräfte frei." Und so erwartet Teschke in Seligenporten eine richtig schwere Aufgabe. Aber für beide Seiten.

hü/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

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