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Sechziger holen Oberliga-Meisterschaft

Rosenheim - Die Basketball-Herren des TSV 1860 Rosenheim haben sich am letzten Spieltag mit einem 95:57-Heimsieg gegen Neuötting die Meisterschaft in der Oberliga Süd gesichert.

"Das ist der größte Erfolg in der 50-jährigen Geschichte unserer Abteilung", so Abteilungsleiter Walter Leicht, den die Meisterschaft auch deswegen sehr freut, weil sie mit dem Jubiläum des Hauptvereins und der Abteilung zusammenfällt. Kuriosum am Rande: Die Sechziger stellten in dieser Saison die erfolgreichste Offense der Liga und erzielten in ihren 22 Spielen tatsächlich exakt 1860 Punkte!

Vor allem in der ersten Halbzeit mussten die Rosenheimer vor den zahlreichen Zuschauern in der Finsterwalder-Halle gegen den Tabellensiebten zunächst aber nochmals alles geben, um die Meisterschaftsträume verwirklichen zu können. Es trafen zwei Mannschaften aufeinander, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Auf der einen Seite die Rosenheimer, die das wohl älteste und routinierteste Team der Liga stellen, und auf der anderen Seite ein Neuöttinger Team, das ausschließlich aus sehr jungen Akteuren besteht. Und genau mit dieser Stärke setzten die Gäste den Rosenheimern in der ersten Hälfte zu: Von ihrem Coach Perovic hervorragend eingestellt, verteidigten sie druckvoll und aggressiv und zwangen die etwas nervös wirkenden Rosenheimer so zu zahlreichen Fehlern, die sie dann mit Schnellangriffen in Punkte ummünzen konnten. Der Vorsprung zur Pause war für die Sechziger dementsprechend dünn: 46:40 stand es nach 20 Minuten, wahrlich nicht genug um den Meisterschaftssekt schon kalt zu stellen.

In der zweiten Hälfte machten es die Hausherren dann aber besser: Vor allem aufgrund einer verbesserten Verteidigungsarbeit ließen sie die Gäste nicht mehr wie in der ersten Halbzeit zum Zug kommen, im dritten Viertel gelangen den Neuöttingern nur noch zwölf, im letzten Abschnitt gar nur noch fünf Punkte. Die Rosenheimer dagegen konnten am Ende locker durchwechseln und sich schon mit der anstehenden Siegesfeier auseinandersetzen. In der letzten Minute klatschte das Publikum die Mannschaft mit Andreas Aigner, Lalo Balduzzi, Faris Becirovic, Geri Conrades, Daniel Hamberger, Matheus Hauder, Tobi Ilsanker, Robert Klein, Christian Krämer, Christian März, Georg Persigehl, Vitus Rother und Andi Schlüter zur Meisterschaft und nach der anschließenden Siegerehrung durch einen Vertreter des BBV begann eine lange Nacht für die Sieger. "Es ist der absolute Wahnsinn. Als wir vor drei Jahren in die Oberliga aufgestiegen sind, wurde das ganze von vielen als Eintagsfliege belächelt. Jetzt haben wir uns tatsächlich von Platz sieben über Platz zwei bis zur Meisterschaft in diesem Jahr gesteigert und es allen nochmal gezeigt", jubelte Center Lalo Balduzzi nach der vollbrachten Meisterschaft.

Derby oder nicht?

Theoretisch könnten die Sechziger jetzt in die Regionalliga aufsteigen, wo unter anderem das Duell mit dem Lokalrivalen SBR locken würde. Das ist aber voraussichtlich kein Thema für die Mannschaft, bei der nach wie vor der Spaß im Vordergrund stehen soll. "Eigentlich wollen wir eher versuchen, noch enger mit dem SBR zusammenzuarbeiten, anstatt als Konkurrenten gegeneinander anzutreten", so Kapitän Christian März.

aia/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

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