Sechs Mannschaften kämpfen um die Relegation

Landkreis - Die Spieler von sechs Vereinen der Kreisklasse Gruppe drei brauchen am Samstag einen besonders kühlen Kopf, denn sie spielen sowohl um den Aufstiegs-, als auch um den Abstiegsrelegationsplatz.

Beim Aufstiegsrelegationsplatz können noch drei Mannschaften punktgleich werden, verliert Schwindegg, Mühldorf spielt unentschieden und Oberbergkirchen gewinnt, dann würden alle drei Vereine 42 Punkte aufweisen. Genauso verhält es sich beim Abstiegsrelegationsplatz, spielt Mehring und Kraiburg unentschieden und Ampfing gewinnt, dann haben alle drei Mannschaften 34 Punkte und in beiden Fällen käme es zu Entscheidungsspielen. Fünf der obengenannten sechs Vereine müssen an diesem Spieltag auswärts antreten, nur Kraiburg hat den Vorteil eines Heimspieles.

TSV Buchbach II - SV Erlbach II, Samstag, 12.30 Uhr

Vor drei Wochen sah es noch so aus, als ob diese Partie das Endspiel um die Meisterschaft werden könnte. Mittlerweile schwächelte Erlbach, verlor die letzten Spiele und steht jetzt abgeschlagen auf Tabellenplatz fünf und hat keine Möglichkeit mehr beim Aufstiegsrelegationsplatz einzugreifen. Buchbach holte den noch benötigten Punkt um die Meisterschaft letzten Samstag in Mehring und kann somit wie Erlbach ganz befreit, ohne taktische Zwänge, beim letzten Spiel in der Kreisklasse aufspielen.

FC Töging II - FC Mühldorf, Samstag, 13 Uhr

Aufsteiger FC Töging II hat vor zwei Wochen schon den Klassenerhalt gesichert und kann schon für die neue Saison planen. Am letzten Samstag zeigten sie in Marktl ihr bisher schwächstes Kreisklassenspiel und dass das nicht noch einmal vorkommt, dafür möchte Trainer Mario Reichenberger sorgen. "Auch wenn wir schon gesichert sind, so dulde ich auf dem Platz keine Nachlässigkeiten, deshalb werden sich einige Spieler, die in Marktl nicht den nötigen Ernst in die Sache legten, sich auf der Ersatzbank finden", stellte Mario Reichenberger fest. Für Mühldorfs Abteilungsleiter Josef Zierhofer ist es klar, dass es in Töging für sie sehr schwer werden wird, denn sie müssen vorlegen und anschließend zwei Stunden auf die Ergebnisse von Schwindegg und Oberbergkirchen warten. Sie fahren mit ihrer derzeit besten Elf in die Nachbarstadt und sind nicht bereit, die Punkte kampflos abzugeben. Bei einer Mühldorfer Niederlage sind sie sowieso schon aus dem Rennen und können in die Sommerpause gehen.

TSV Neuötting - SV Oberbergkirchen, Samstag, 15 Uhr

Der SV Oberbergkirchen weiß vor diesem Spielbeginn schon einmal das Ergebnis aus Töging und kann sich darauf einstellen ob man noch eine reelle Chance auf Platz zwei hat. Dies heißt, Mühldorf hat unentschieden gespielt oder in Töging verloren. Bei einem Sieg der Mühldorfer geht es bei dieser Partie nur noch um die goldene Ananas. Sollte es um den Aufstiegsrelegationsplatz bei Oberbergkirchen nichts werden, so ist man trotzdem stolz auf die Mannschaft, denn vor dieser Saison waren sie als einer der Absteiger eingestuft worden. Die junge Mannschaft zeigte, dass sie kämpfen kann und mit den vorderen Mannschaften auf einer Augenhöhe ist. Wenn sie in der Kreisklasse bleiben müssen, so können sie ab Beginn der neuen Saison richtig anpacken, um den Wunsch, Aufstieg in die Kreisliga ab dem ersten Spieltag in die Tat umzusetzen.

DJK Pleiskirchen - SV Schwindegg, Samstag, 15 Uhr

Für Trainer Thomas Jackl ist es klar, dass das Spiel in Pleiskirchen kein Selbstläufer wird und seine Mannschaft von der ersten Minute an konzentriert zu Werke gehen muss. Auch wenn am letzten Sonntag gegen Taufkirchen mit 6:1 gewonnen wurde, so werden an diesem Spieltag die Karten neu gemischt. Bei Schwindegg sind einige Spieler angeschlagen, sie werden aber bis zum Samstag wieder fit sein und ihr Bestes geben, die drei Punkte und somit den Aufstiegsrelegationsplatz zu holen. Dass es in Pleiskirchen kein Honiglecken wird, dies mussten in dieser Saison einige Tabellenzweite in Pleiskirchen erfahren. Neuötting, Erlbach II und Mühldorf kamen nach Pleiskirchen als Zweite und führen mit einer Niederlage von dort wieder nach Hause. Dass dies auch diesmal wieder so ist, dafür werden Mühldorf und Oberbergkirchen der Holzland-Elf die Daumen drücken, vorausgesetzt sie haben bei ihren Spielen das vorgegebene Ziel erreicht.

TV Kraiburg - TSV Marktl, Samstag, 15 Uhr

Kraiburg ist die einzige Mannschaft mit einem Heimspiel, die im Kampf um den Abstiegsrelegationsplatz eingebunden ist. Durch ihren unerwarteten 0:1-Sieg in Erlbach konnten sie den TSV Ampfing II weiter hinter sich lassen. Mit dem TSV Marktl kommt eine Mannschaft, die schon seit einigen Wochen als Absteiger feststeht, aber mit denen nicht sehr gut Kirschen essen ist. Dies erfuhr am letzten Wochenende auch der FC Töging II, der mit einer 4:2-Niederlege aus Marktl die Heimreise antreten musste. Will der TV Kraiburg allen Eventualitäten aus dem Weg gehen, dann brauchen sie einen Heimsieg, bei einem Unentschieden müssen sie abwarten, wie Ampfing und Mehring gespielt haben und ob es zu Entscheidungsspielen kommt. Eins ist bei dieser Partie sicher, Marktl kann in Kraiburg sehr frei aufspielen und vielleicht das Zünglein an der Waage sein.

FC Kirchweidach - SV Mehring, Samstag, 15 Uhr

Nach der 1:0-Niederlage in Ampfing am letzten Samstag hat sich der FC Kirchweidach aus der Kreisklasse verabschiedet und spielt in der neuen Saison in der A-Klasse. Am Samstag kommt mit dem SV Mehring eine Mannschaft, die nach dem Abstieg letztes Jahr aus der Kreisliga den sofortigen Wiederaufstieg ins Auge gefasst hatte. Jetzt könnte es sein, wenn Mehring in Kirchweidach nicht gewinnt, dass sie sogar in die A-Klasse durchgereicht werden könnte. Mehring braucht drei Punkte, um dieses Schicksal zu umgehen und Kirchweidach wird sich nach dieser verkorksten Saison mit drei Punkten aus der Klasse und von ihren Fans verabschieden wollen.

TSV Taufkirchen - TSV Ampfing II, Samstag, 15 Uhr

Taufkirchens Abteilungsleiter Franz Fürstenberger fordert von seiner Mannschaft für die 6:1-Schlappe in Schwindegg im letzten Spiel Wiedergutmachung. "Zwar kann die Mannschaft befreit aufspielen, dies heißt aber nicht, dass man hinten offen ist wie ein Scheunentor, wie es in Schwindegg der Fall war", stellte Fürstenberger weiter fest. Im letzten Saisonspiel kann Uwe Dragosin, letztmals als Spielertrainer tätig, seine derzeit beste Elf aufbieten. Beim TSV Ampfing gibt es nur eins, in Taufkirchen zu siegen und abwarten, wie Kraiburg und Mehring gespielt haben. Bei einer Niederlage oder einem Unentschieden können sie bereits Vorbereitungen für das Abstiegsrelegationsspiel treffen. Von der ersten Mannschaft können sie auch auf keine Verstärkungen rechnen, denn die spielt zeitgleich in Traunstein und ist derzeit selbst vom Verletzungspech verfolgt. Besser hätte den letzten Spieltag kein Krimiautor planen können.

tf

Rubriklistenbild: © dpa

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