Sechs Bayern-Goldmedaillen gewonnen

Landkreis - Elf Medaillen insgesamt: Die regionalen Jugend-Leichtathleten überzeugten bei den bayerischen Hallen- und Winterwurf-Meisterschaften.

Paula Benstetter vom TSV Bad Endorf wurde zweifache bayerische Meisterin im 60-Meter-Lauf und über 60 Meter Hürden der Klasse W15.

Der TSV Bad Endorf kann nach wie vor auf seine Leistungsträgerin zählen. Paula Benstetter setzte bei ihrem Saisonauftakt die Maßstäbe in der Klasse der Jugend W15 in gleich zwei Disziplinen. Die 14-jährige Endorferin gewann das 60-Meter-Sprint-Finale in einer überlegenen Manier mit klangvollen 7,86 Sekunden. Mit dieser nationalen Spitzenzeit wurde sie mit knapp zwei Metern Vorsprung klare bayerische Meisterin. Aber auch auf der 60-Meter-Hürden-Strecke lieferte sie über die 76 Zentimeter hohen Hindernisse die Tagesbestzeit. Mit ausgezeichneten 8,97 Sekunden unterbot sie als einzige Athletin die Neun-Sekunden-Marke und wurde auch hier neue Bayern-Meisterin.

Mit ihren beiden Goldmedaillen war sie am Ende übrigens die erfolgreichste Athletin ihrer Klasse bei diesen Titelkämpfen. Daniela Weichselgartner glänzte im Stabhochsprung: Mit starken 2,60 Metern wurde sie neue bayerische Vize-Meisterin und feierte damit ihren bislang größten Erfolg. Nur zehn Zentimeter trennten sie diesmal zur Siegerin. Bei der weiblichen Jugend U20 stürmte die Endorfer 4x200- Meter-Staffel auf den fünften Platz: Tina Kocevar, Elisabeth Neugebauer, Katrin Böck und Magdalena Jäger erzielten 1:53,68 Minuten.


Lukas Koller vom TSV Wasserburg wurde bayerischer Winterwurf-Meister im Diskuswurf der Jugend U18.

Die gleiche Medaillenausbeute hatte der TSV Wasserburg. Für die Inn-Stadt feierte der 15-jährige Lukas Koller einen überzeugenden Auftakt in der Klasse der männlichen Jugend U18. Im Winter-Diskuswurf lieferte er einen überragenden Wettkampf und schleuderte das 1,5 Kilogramm schwere Wurfgerät auf klangvolle 47,64 Meter. Mit seiner neuen persönlichen Bestleistung wurde er am Ende überaus verdient neuer bayerischer Meister deutlich vor Alan Vizjak von der LG Stadtwerke München mit 43,82 Metern. Der Reitmehringer qualifizierte sich mit seinem Triumph übrigens auf Anhieb für die deutschen Winterwurf-Meisterschaften. In der aktuellen deutschen Rangliste rangiert er derzeit mit seiner Leistung auf dem fünften Platz. Eine überzeugende Vorstellung lieferte aber auch seine Vereinskameradin Johanna Windmaier in der Klasse der Jugend W15. Im Weitsprung verbuchte sie einen neuen persönlichen Rekord und wurde damit redlich belohnt: Mit 5,41 Metern wurde sie souverän neue bayerische Meisterin und feierte damit einen ihrer bislang größten Erfolge. Klar auf den zweiten Platz verwies sie hier Sarah Wimmer vom TV Eggenfelden mit 5,14 Metern. Die 15-jährige Wasserburgerin stand noch ein weiteres Mal auf dem begehrten Stockerl. Bayerische Vize-Meisterin wurde sie im 60-Meter- Hürden-Finale mit starken 9,23 Sekunden und konnte damit sehr zufrieden sein. Den Wasserburger Erfolg komplettierte der 14-jährige Maximilian Kurzbuch als Fünfter im Stabhochsprung der Jugend M15. Mit 2,80 Metern steigerte er seine persönliche Bestmarke erheblich.

Der TuS Bad Aibling stellte bei diesen Titelkämpfen das größte Team. Im Stabhochsprung der männlichen Jugend U20 zeigte der erst 16-jährige Rouven Bär eine ordentliche Vorstellung im Feld seiner erfahreneren und älteren Gegner. Mit 3,80 Metern kassierte er in der übermächtigen Konkurrenz die Bronzemedaille. "Ein schöner Erfolg, doch die Leistung war für mich nicht ganz in Ordnung", kommentierte der ehrgeizige Athlet seinen Wettkampf. Im 3000-Meter-Lauf der männlichen Jugend U18 stürmten gleich drei junge Aiblinger in die bayerische Elite. Zur Bronzemedaille spurtete Johannes Dietel mit starken 9:56,64 Minuten. Dabei wusste er allerdings nicht, ob er sich nun freuen oder ärgern sollte, denn nur um winzige zwei Hundertstelsekunden verfehlte er den Vize-Titel. Auf den vierten Rang kämpfte sich Kilian Stich mit 9:59,81 Minuten vor Alexander Endres mit 10:08,94 Minuten (5.). Im hochkarätig besetzten 3000 Meter-Rennen der weiblichen U20-Jugend schaffte Anna-Lena Stich diesmal die bestmögliche Bronzemedaille mit 10:28,23 Minuten.

Gleich doppeltes Pech in der übermächtigen Konkurrenz auf der 3000-Meter-Strecke der männlichen Jugend U20 hatte diesmal Michael Pritzl vom TSV 1860 Rosenheim. Auf der für ihn langen Strecke verfehlte er zum einen sein Ziel, unter die magische Neun-Minuten-Marke zu kommen und mit 9:08,00 Minuten wurde er am Ende auch noch undankbarer Vierter.

Michelle Schneider aus Feldkirchen-Westerham wurde bayerische Meisterin im Kugelstoßen.

Nach wie vor das Maß aller Dinge ist im Kugelstoßen Michelle Schneider aus Feldkirchen-Westerham. In der Klasse der Jugend W15 setzte sich die 14-Jährige im Trikot der LG Stadtwerke München nahezu mühelos gegen ihre Konkurrentinnen durch. Mit ausgezeichneten 12,10 Meter wurde sie verdient bayerische Hallen-Meisterin vor Franziska Kirchner vom Kirchheimer SC mit 11,69 Metern. Im Weitsprung-Finale schaffte die vielseitige Athletin diesmal den sechsten Rang mit 4,72 Metern. Ebenfalls im Münchner Stadtwerke-Trikot feierte eine weitere regionale Athletin einen Bayern-Titel. Im 4x400-Meter-Staffel-Rennen der Frauen gewann die Rohrdorferin Nicole Klasna die Goldmedaille. Zusammen mit ihren Team-Kolleginnen erzielte sie beachtliche 3:55,28 Minuten.

Weitere Ergebnisse: Jugend W15: 60 Meter Hürden: 6. Daniela Weichselgartner (TSV Bad Endorf) 9,87; Weibliche Jugend U20: 400 Meter: 8. Magdalena Jäger (TSV Bad Endorf) 64,68.

stl/Oberbayerisches Volksblatt

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