Wasserburg muss heute zu den Rhein-Main Baskets

Schwerer Ligaauftakt

OVB
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Hicran Özen steht mit Wasserburg vor einer schweren Auswärtsaufgabe bei den Rhein-Main Baskets.

Wasserburg - Jedes Spiel ein kleines Endspiel! So sehen die Coaches des TSV Wasserburg die verbleibenden zehn Matches der Bundesligavorrunde.

Die Liga ist ausgeglichen wie selten zuvor, Platz zwei und Platz acht trennen gerade mal drei Pünktchen. Deshalb ist jede Partie wichtig, egal ob gegen einen Abstiegskandidaten oder Titelfavoriten. "Unser Ziel ist, konstant guten Basketball zu spielen und sicher unter die ersten acht zu kommen. Wir brauchen nicht auf die Top drei schielen", macht Hans Brei deutlich.


Der erste Bundesligagegner des Jahres 2012 steht genau da, auf Platz drei. Die Rhein-Main Baskets empfangen den deutschen Meister am Samstag, 18.30 Uhr, zum Verfolgerduell des Spitzenduos Freiburg und Wolfenbüttel. Der Tabellendritte aus Hessen spielt die beste Saison seiner Geschichte und hat so ganz nebenbei auch das Halbfinale im Pokal erreicht. Dabei setzt Trainer Steffen Brockmann ganz auf den eigenen Nachwuchs und punktuelle Verstärkungen aus den USA. Mit Svenja Greunke, Stephanie Wagner, Anna-Lisa Rexroth, Karolin Holtz und Pia Dietrich stehen zahlreiche aktuelle A- und ehemalige Juniorennationalspielerinnen im Kader, Baendu Lowenthal und Jaclyn Thoman sind die beiden US-Girls, die sich nahtlos ins Rhein-Main-Team eingefügt haben. "Das ist ein toller Jahrgang, den sich Rhein-Main da herangezogen hat. Im Prinzip sind das sechs Spielerinnen aus einem Jahrgang, der immer um die deutsche Meisterschaft mitgespielt haben und gegen die wir in der Jugend immer Niederlagen kassiert haben", erinnert sich Brei. Ab und zu fehlt Rhein-Main etwas Konstanz und Erfahrung in engen Situationen (zumBeispiel bei der 67:69-Hinspielniederlage in Wasserburg), in ihrem dritten Bundesligajahr beweist das junge Team aber zunehmend, dass es auch Spitzenspiele gewinnen kann, wie kurz vor Weihnachten bei Vizemeister Freiburg.

Die Baskets gehören zudem zu den besten Heimteams der Liga: Fünf Siege, null Niederlagen. In der Rückrunde haben sie noch sechs Matches daheim, nur vier auswärts. Club-Präsident Konrad Delp ist sich deshalb sicher, dass sein Team die Play-offs erreichen und "dort mehr als nur mitspielen wird." Übersetzt heißt das wohl so viel wie: eine Runde wollen wir auf jeden Fall gewinnen. "Das Potential haben sie sicher. Trotz aller Jugend sind die talentierten deutschen Spielerinnen sehr erfahren. Zudem sind sie auf allen Positionen doppelt sehr gut besetzt", urteilt Brei.


Kampflos wird sich der Titelverteidiger am Samstag aber sicher nicht geschlagen geben. Nach der Weihnachtspause ist deutlich mehr Zug und mehr Wille im Training spürbar. "Wir merken: die Damen sind voll auf Basketball fokussiert. Die Nebengeräusche im Umfeld sind weg, das wird uns mittelfristig sicher besser machen. Ob's am Samstag schon reicht, werden wir sehen", ist Brei vorsichtig optimistisch. Die Analyse des Pokalspiels gegen Chemnitz ergab, dass die Mannverteidigung über 40 Minuten zu viele Löcher hatte. Vorne wurden die Angriffe zwar ordentlich gespielt, doch die Trefferquote ließ zu wünschen übrig. Es ist also wie immer: Die Trainer haben an allem etwas zu meckern...

CEWL-Vorbereitungen laufen

Am 21. und 22. Januar hat der TSV Wasserburg die Ehre, das Final Four der CEWL (Central European Women League) auszurichten und ist bereits auf Hochtouren mit den Vorbereitungen für dieses europäische Finale beschäftigt. Im Halbfinale stehen sich die rumänischen Vertreter CSM Satu Mare und ICIM Arad (Titelverteidiger) gegenüber, Wasserburg trifft auf BK Kara Trutnov aus Tschechien. Neben den ein- beziehungsweise zwei-Tages-Tickets sind auch VIP-Tickets erhältlich, die neben dem Eintritt zu den Spielen auch die All-Inklusive-Verpflegung mit Essen und Getränken umfasst.

Nähere Informationen dazu auf der Homepage: http://www.basketball-wasserburg.de/damen-i/cewl-final-four.html

fd/Oberbayerisches Volksblatt

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