Schwere Aufgabe

OVB
+
Vom Arbeitgeber freigestellt: Svenja Brunckhorst kann in Trutnov spielen.

Trutnov - Die Basketball-Damen des TSV Wasserburg starten heute, Mittwoch, ins internationale Geschäft - beim tschechischen BK Kara Trutnov.

In der Central European Woman League (CEWL) gastiert der deutsche Vizemeister um 18 Uhr beim letztjährigen Dritten der tschechischen Meisterschaft BK Kara Trutnov. Das Team von Chefcoach Martin Petrovicky ist Titelverteidiger in der CEWL, nicht nur deshalb ist Wasserburg krasser Außenseiter.


Nur acht Spielerinnen haben Wanda Guyton und Hans Brei bei dieser schweren Auswärtsaufgabe zur Verfügung. Neben den verletzten Nadja Prötzig und Mirijam Unger fehlen Diana Pop, Verena Stürmlinger und auch Brigid Mulroy, da in der CEWL nur zwei Nicht-EU-Ausländerinnen spielen dürfen. Svenja Brunckhorst ist doch dabei, nachdem sie von ihrem Arbeitgeber, der Molkerei Bauer, für Mittwoch freigestellt wurde. "Wir können ganz locker und unbeschwert in die Partie gehen. Wir haben überhaupt nichts zu verlieren, können nur gewinnen", meint Brei. "Unsere Erfahrung zeigt, dass Spiele auf internationalem Niveau, unabhängig vom Ausgang, immer zu einer Leistungssteigerung in der Bundesliga führen."

Kleines Städtchen


Trutnov hat den erfolgreichen Kader des Vorjahres beinahe komplett zusammenhalten können. Das kleine Städtchen (30000 Einwohner) an der Grenze zu Polen gilt als basketballverrückt und ist deshalb sehr gut mit Wasserburg vergleichbar. Allerdings steht keine einzige Ausländerin im Kader, die Hälfte der Spielerinnen stammt aus dem sehr starken eigenen Nachwuchs. "Tschechien ist aktueller Vizeweltmeister, die Extraliga ist bärenstark. Es spricht für Trutnov und jede einzelne ihrer Spielerinnen, wenn sie in dieser Liga ohne Ausländerin Dritter werden. Wir werden versuchen, unser Bestes zu geben und dann schauen wir mal, ob's reicht", meint Brei.

fd/Oberbayerisches Volksblatt

Kommentare