Schimanski holt sich das EM-Ticket

Kiefersfelden/Havirov - Sehr erfolgreich endete das erste internationale Auftreten in diesem Jahr beim Europa-Cup für Wasserski Seilbahn im tschechischen Havirov für den Nachwuchsfahrer Marius Schimanski.

Das Nachwuchstalent des Wasserskiclubs Kiefersfelden stellte zusammen mit seiner Clubkameradin Jana Wittenbrock einen Teil der deutschen Wasserski-Nationalmannschaft. Bei sehr schwierigen Bedingungen wurden bereits die ersten Trainingsfahrten durch Wind, Wellen und Regen gestört. In den Vorläufen erwischte es dann Jana Wittenbrock als Erste im deutschen Team. Sie stürzte bereits an ihrer Einstiegsleine von 14 Metern an der zweiten Boje und hatte somit weder die Chance, ins Slalomfinale einzuziehen, noch in der Kombinationswertung ein Wörtchen mitzureden. Im Springen zeigte sie jedoch, dass ihre Formkurve nach oben zeigt. Mit einer Weite von 33 Metern wurde sie Dritte hinter den beiden Weißrussinnen Iryna Dymant und Anna Begun. Trotz des Patzers im Slalom ist die Sportsoldatin positiv gestimmt, um an gleicher Stelle Mitte September bei der Europameisterschaft ein Wörtchen mitzureden, wenn es im Slalom um die Medaillen geht.


Vielleicht durch zahlreiche Wettkämpfe im alpinen Skisport mental gestärkt, zeigte der erst 15-jährige Marius Schimanski wieder einmal, dass seine größte Stärke die eigenen Nerven sind. Fast unbeeindruckt von Seilbahn und Wetter zeigte er, dass er dieses Jahr ein großes Ziel hat: die Jugend-Europameisterschaft in Duisburg-Rheinhausen. Bereits im Slalomfinale verbesserte der Brannenburger Realschüler seine persönliche Bestleistung auf 2,5 Bojen an der 14-Meter- Leine und wurde nur hauchdünn um eine halbe Boje von seinem slowakischen Konkurrenten Alexander Vasko geschlagen. Im Trickski drehte er dann den Spieß um und zeigte wie im Vorlauf zwei saubere Durchgänge von jeweils 20 Sekunden und siegte verdient mit 4850 Punkten vor der Konkurrenz aus Polen und der Slowakei. Erfreulich dabei war, dass Schimanski bereits Figuren in seine Kür einbaute, die er erst kurz zuvor am Hödenauer See erlernt hatte. Dieses Risiko wurde mit dem ersten Platz belohnt.

Im abschließenden Schanzenspringen hatte es dann der Kiefersfeldener erneut mit der Konkurrenz aus Polen zu tun. Kamil Borysewicz war diesmal mit 37,7 Metern noch eine Nummer zu groß. Schimanski verwies aber den Rest des Feldes mit guten 33,3 Metern auf die Plätze. Somit konnte Marius Schimanski eine Goldmedaille und zwei Silbermedaillen in den Einzeldisziplinen sowie den zweiten Platz in der Gesamtwertung mit nach Haue bringen. Durch dieses Ergebnis qualifizierte sich Schimanski fix für die Jugend-EM in fünf Wochen in Duisburg.

Quelle: rosenheim24.de

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