Nach Pleitenserie: Trainerwechsel in Nußdorf

OVB
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Nach knapp drei Jahren ist "Mausi" Scherer nicht mehr Trainer beim SV Nußdorf.

Nußdorf - Beim abstiegsbedrohten Fußball-Bezirksligisten SV Nußdorf hat Trainer "Mausi" Scherer auf die jüngste Niederlagen-Serie reagiert und seinen sofortigen Rücktritt erklärt.

Nach drei Pleiten in Serie und insgesamt vier sieglosen Spielen in Folge macht Scherer Platz für einen neuen Coach, der den Inntal-Club in den letzten sechs Saisonspielen vor dem Abstieg in die Kreisliga bewahren soll.


Dieser "neue Besen" heißt Christoph Schiller und kennt den Verein bestens, weil er dort nicht nur seine aktive Laufbahn beendet hatte, sondern auch schon mal eineinhalb Jahre als Chef- und Co-Trainer (seinerzeit unter "Keegan" Grad) tätig war. Trotz beruflicher Belastungen sprang Schiller sofort ein, als er gebeten wurde - allerdings wird er das Team um Kapitän "Schoko" Niederthanner definitiv nur bis zum Saisonende coachen.

Der Rückzug Scherers sei in freundschaftlicher Atmosphäre über die Bühne gegangen, betonte SVN-Abteilungsleiter Hannes Scheuerer. "Es war sein Wunsch, dass wir in dieser schwierigen Situation nichts unversucht lassen sollten", so der Spartenboss, der Scherer vor knapp drei Jahren verpflichtet hatte.


Da die Nußdorfer nur noch zwei Punkte Vorsprung auf Schlusslicht TSV Peterskirchen aufweisen und heuer vier Teams direkt runter müssen, stehen sie in den restlichen sechs Partien gewaltig unter Druck. "Ich denke, dass wir vier Siege brauchen werden, um drin zu bleiben", rechnet "Toffi" Schiller vor, dessen Rückkehr auf die SVN-Trainerbank am Samstag (16 Uhr) im Heimderby gegen den Tabellendritten SV Ostermünchen erfolgen wird. Drei Tage später (Dienstag, 20 Uhr) steht - wiederum vor eigenem Publikum - das Nachholspiel gegen den TSV Ebersberg auf dem Plan.

"Es wird verdammt schwer, denn fünf unserer sechs Gegner stehen in der oberen Tabellenhälfte", erklärt Schiller, "die Jungs müssen jetzt schnell Selbstvertrauen tanken und mit höchster Leidenschaft zu Werke gehen - im Training und in den Spielen. Dann können wir es schaffen!"

cs/Oberbayerisches Volksblatt

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