180 Sportwagen auf dem Salzburgring

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+

Salzburg - Strahlender Sonnenschein, viele Zuschauer, tolle Autos: Die ADAC Salzburgring Classic am Samstag bescherte den zahlreichen Oldtimer-Fans einen Traumtag zum Sommerausklang.

Das Motto der beliebten Klassiker-Veranstaltung lautete „Sounds of Speed“. Von beidem gab es reichlich zu erleben. Star des Events war in diesem Jahr der Formel-1-Rennwagen Hill GH2 aus dem Jahr 1975, der seine Rennpremiere damals nicht erleben durfte. Noch während der Testphase war das Projekt eingestellt worden, nachdem Teamchef Graham Hill, Fahrer Tony Brise und Konstrukteur Andy Smallman bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen waren. Seither verbrachte der Formelflitzer all die Jahre in einem Museum. Jetzt aber erhielt er erstmals artgerechten Auslauf und zeigte sowohl tempo- als auch klangmäßig, was in ihm steckt. Graham Hill, selbst zweifacher Formel-1-Weltmeister, hätte seine Freude daran gehabt. So würdigte auch die fachkundige Jury vor Ort den perfekt vorbereiteten Wagen mit dem Gesamtsieg der Sounds of Speed Trophy 2013, bei der es zwar nicht um schnelle Rundenzeiten geht, dafür aber um die Besonderheiten und nicht zuletzt um den Sound der Fahrzeuge. Ein weiteres Highlight aus der Geschichte der Formelrenner stellte der Maserati 250 F. Diesen Typ fuhr der große Juan Manuel Fangio 1957 beim letzten seiner fünf Weltmeister-Titel.

Vortreffliches Starterfeld aus sechs Jahrzehnten In einer anderen Fahrgruppe erinnerten die kolossalen Vorkriegswagen an die Rennschlachten der Dreißigerjahre. ERA B-Type, Buick Shafer 8, Lucenti Graham 8 Indianapolis, Delahaye 135 und der legendäre Maserati 8CM zeigten, dass sie noch lange nicht zum alten Eisen gehören. Letzterer gewann die Wertung in der Kategorie der Vorkriegswagen. Ältestes Auto im Feld war der kleine Austin Seven Ulster aus dem Jahr 1930. Bei den zweisitzigen Rennsport-wagen ging der erste Platz an den Porsche Carrera 6 von 1966, der nach langer Restaurationsphase hier erstmals wieder Asphalt unter die Räder bekam. Ein heißer Vertreter dieser Kategorie war auch der stimmgewaltige Hubraumriese McLaren M6B, der in den späten Sechzigern in der spektakulären Can-Am Serie unterwegs war. Das pure Gegenteil präsentierte sich in Form des kleinen, absolut original erhaltenen NSU Brixner Spyders, dessen bevorzugtes Terrain in den frühen Siebzigern die Bergrenn-Pisten waren. Die Wertung in der Tourenwagen-Kategorie sicherte sich der wieselflinke, giftige Fiat Abarth 1000, der Preis der GT-Klasse ging an den traumhaften Porsche 356 Carrera.

Herzerfrischende Duelle Alle Freunde der US-Boliden kamen ebenso reichlich auf ihre Kosten, als Pontiacs Firebird, Fords Mustang, Studebakers Champion und Chevys Bel Air die Sporen gaben und wild durch die Schikanen kurvten. Die unterhaltsamsten Duelle des Tages aber lieferten sich die drei Lotus 23 Sportwagen aus den frühen Sechzigerjahren, die in herzerfrischender Manier um Führung und Positionen rangelten und damit genau das auf den Punkt brachten, was „Sounds of Speed“ seit mehr als zehn Jahren ausmacht: pure Lust am Fahren, ohne Wettbewerbsstress, ohne kompliziertes Reglement.

Quelle: rosenheim24.de

Zurück zur Übersicht: Regionalsport

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser