Meisterfeier: Inzeller Matthias Öttl mittendrin

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Salzburg - Nach dem heutigen Spiel gegen den FC Hard wird es im Stadion in Maxglan rundgehen!  Austria Salzburg ist Meister - der Inzeller Matthias Öttl als Leistungsträger mittendrin!

Wenn es heute für Austria Salzburg ins letzte Saisonspiel (Sa, 16Uhr) der Fußball-Regionalliga-West gegen den FC Hard geht, ist bereits eines sicher, nach dem Spiel wird es im Stadion in Maxglan rundgehen. Mittendrin bei der Meisterfeier wird auch der Inzeller Matthias Öttl sein. Er gehört zu den Leistungsträgern der „Violetten“ aus der Mozartstadt und hat großen Anteil daran, dass Austria Salzburg wieder in den Profi-Fußball zurückkehrt. Zuletzt beim 1:0 in Kitzbühl hatte sich der Traditionsverein den Meistertitel der Regionalliga und damit den Aufstieg in die 2. Liga gesichert. „Mit uns hat diesmal keiner gerechnet, umso mehr freut uns der Erfolg“, so Matthias Öttl.

Der 23-Jährige spielt bei den Salzburgern als sogenannter „Sechser“, etwa dieselbe Rolle wie Alonso beim FC Bayern München. „Ehrgeizig und zweikampfstark“ wird er auf der Homepage von Austria beschrieben. „Das stimmt“, lacht er und gibt auch zu, dass er sich im Kopfball und im Torabschluss verbessern muss. Trotzdem hat der Mann mit der Nummer 13 großen Anteil daran, dass sich die Salzburger vor dem großen Favoriten aus Wattens den Titel holen konnten. In der vergangenen Saison war die Austria noch in der Relegation am Aufstieg gescheitert, obwohl damals dieses Vorhaben das oberste Vereinsziel gewesen ist. „Wir sind wieder aufgestanden“, freut sich Öttl der in wenigen Wochen auch sein berufliches Ziel unter Dach und Fach bringen wird.

In der elterlichen Schreinerei wird er dann mit seiner Lehre fertig werden. Damit hat der ehemalige Eisschnellläufer ein zweites Standbein. „Natürlich hat der Fußball jetzt erst einmal den Vorrang und ich werde wohl demnächst einen neuen Vertrag für die kommenden zwei Jahre in Salzburg unterschreiben“, verrät er. Obwohl der Aufsteiger für die neue Saison einige Verstärkungen holen wird, Öttl gehört zu jenen Spielern, auf die Trainer Jörn Andersen baut. Andersen hat 243 Spiele in der deutschen Bundesliga auf dem Buckel und erzielte dabei 67 Tore. Als Trainer führte er unter anderem Mainz 05 in die Bundesliga, wurde dort aber entlassen. Seitdem wohnt er in Bad Reichenhall.

„Er ist eine absolute Respektsperson, aber nicht unbedingt ein Kumpeltyp. Sportlich macht ihm niemand was vor. Er hat eine klare Linie und es wird viel trainiert“, erzählt Öttl und verweist auf die gute Kondition der Mannschaft. So konnten die Salzburger den Titel ohne große Stars in der Mannschaft erobern, deshalb will man sich in der kommenden Saison zunächst in der 2. Liga etablieren. „Natürlich muss irgendwann der Aufstieg in die 1. Liga das Ziel sein.

Mit 23 Jahren bin ich aber noch jung und kann das sicher erreichen“, ist sich Öttl sicher. Angefangen hat er beim SC Inzell, von dort ging es zu Red Bull Salzburg und dann zum FC Pasching und von dort zu Austria Salzburg. „Salzburg ist ideal, da kann ich zuhause in Inzell wohnen.“ Deswegen hat er auch nach wie vor seinen Freundeskreis und sportlich immer ein Auge auf dem Fußball und beim Eishockey. Sein Berater ist der ehemalige Trainer das FC Augsburg und aktuelle Fußball-Abteilungsleiter des SB Chiemgau-Traunstein, Rainer Hörgl. „Da bin ich in besten Händen“, gibt er zu.

Natürlich liebäugelt er irgendwann mit einem Club in der 2. Deutschen Bundesliga, derzeit hat aber Austria Salzburg den absoluten Vorrang. Schließlich haben die Violetten eine lange Tradition. Zwischen 1994 und 1997 gewann die Austria dreimal den Titel in Österreich. Höhepunkt war der Einzug in der Saison 93/94 ins UEFA-Cup-Finale gegen Inter Mailand. Beide Spiele gingen damals 0:1 verloren. Der bekannteste Spieler in dieser Zeit war der jetzige Manager der deutschen Nationalmannschaft, Oliver Bierhoff. Trainer war Hans Krankl. Anfang 2000 geriet die Austria in finanzielle Schwierigkeiten. Die Zusammenarbeit mit Red Bull endete schnell. Erst 05/06 wagte die Austria den Neustart und musste in der Landesliga anfangen.

Jetzt ist dem Traditionsverein der große Sprung zurück ins Rampenlicht gelungen. Gleich nach dem heutigen Spiel (16Uhr) gegen den FC Hard und der anschließenden Meisterschaft rücken im Stadion in Maxglan die Bagger an. Das Stadion wird ausgebaut und zweitligatauglich gemacht. Für Matthias Öttl und die Mannschaft geht es nächste Woche für vier Tage zum Feiern auf Mallorca. Am 22. Juni beginnt bereits die Vorbereitung auf die neue Saison.

SJH

Quelle: rosenheim24.de

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