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Als Spitzenreiter nach Salzburg

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Rennmechaniker Klaus Beinhofer und Luca Grünwald

Waldkraiburg - Ohne Sieg, aber mit zwei Halbzeit-Führungen kehrten die heimischen Piloten vom Lauf zur Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) vom Sachsenring zurück.

Zum Auftakt der "zweiten Halbzeit" der IDM am Salzburgring (2. bis 4. Juli) reisen nämlich Luca Grünwald (Waldkraiburg) als Spitzenreiter der 125-ccm-Kategorie sowie Markus Reiterberger (Obing) als Führender des Yamaha-R6-Dunlop-Cups zu ihrem "Heimspiel" an.

Neben diesem Duo verbuchte noch ein Fahrer eines Teams aus der Region am Sachsenring Podestplätze: Der Belgier Werner Daemen vom Team alpha Technik Van Zon BMW (Stephanskirchen) stellte seinen Formanstieg wieder nachdrücklich unter Beweis. Im ersten Rennen der Superbike-Klasse wurde er hinter Spitzenreiter Karl Muggeridge (Australien/Honda) Zweiter, im zweiten Durchgang musste sich Daemen nur Martin Bauer (Österreich/KTM) und Dari Giuseppetti (Berlin/Ducati) beugen. Daemen war mit insgesamt 36 Zählern sogar erfolgreichster Punktesammler des Wochenendes in der Superbike-Klasse. Sein Teamkollege Barry Veneman belegte im ersten Lauf Rang sieben, im zweiten Durchgang schied der Niederländer aus. Zweimal auf Rang 18 landete der Raublinger Filip Altendorfer, der damit jeweils knapp die Punkteränge verfehlte. In der Gesamtwertung rückte Daemen mit 109 Punkten auf Rang drei vor. Die Führung hat weiterhin Muggeridge (148) inne, Zweiter ist mittlerweile der Österreicher Martin Bauer (112).

In der Supersport-Kategorie fanden diesmal ebenfalls zwei Durchgänge statt. Den ersten gewann Damian Cudlin (Australien/Yamaha) vor Kevin Wahr (Nagold/Honda), den zweiten Michael Ranseder (Österreich/Yamaha) vor Cudlin. Christian Kellner (Waging) verbuchte im ersten Durchgang als Zwölfter vier IDM-Punkte, im zweiten schied er aus. Sehr enttäuscht zeigte sich Kellner: Ein "schlechtes Wochenende" in einer "schlechten Saison" beklagte der Routinier aus Waging. Insgesamt sei man im Team nach den durchwachsenen Ergebnissen 2010 "ein wenig ratlos. Jeder macht sich jetzt mal in Ruhe seine Gedanken, dann setzen wir uns zusammen und schauen, ob wir Möglichkeiten zur Verbesserung finden", so Kellner. Im Gesamtklassement liegt Cudlin (119) vorne), Kellner (22) belegt Rang 13.

Weiter im Titelkampf ganz vorne liegt der Waldkraiburger Luca Grünwald in der 125-ccm-Kategorie. Der 15-Jährige musste sich im ersten Rennen nur dem Kölner Luca Amato geschlagen geben, der nun der jüngste Sieger in der IDM-Geschichte überhaupt ist - Amato löste damit Jonas Folger (Schwindegg) ab, der ja inzwischen in der Motorrad-WM fährt. Im zweiten Wettkampf setzte sich der Südafrikaner Mathew Roy Scholtz vor Amato und Grünwald durch. Mit den Plätzen zehn und sieben machte auch der Ainringer IDM-Neuling Philipp Öttl wieder einen starken Eindruck. Als Zehnter des Zeittrainings hatte auch Michael Ecklmaier (Gars/Inn) nach seinem Schlüsselbeinbruch ein starkes Comeback geliefert. Doch im ersten Rennen hatte der junge Fahrer beim Überholversuch einen Highsider und zog sich bei seinem Sturz eine Verletzung am Handgelenk zu. Er wollte zwar tags darauf antreten, doch wegen der Schmerzen in der Hand konnte Ecklmaier nicht einmal die Kupplung ziehen. So musste er diesmal tatenlos zuschauen, doch am Salzburgring will er wieder voll angreifen. In der Gesamtwertung führt Grünwald (147) vor Scholtz (111), Toni Finsterbusch (Krostitz/94), dem Schweizer Damian Raemy (77, Daniel Kartheininger (Boos/73), Öttl (69) und Amato (67).

Im Yamaha-R6-Dunlop-Cup lieferten sich Ben Gädke (Oelsnitz), Luca Hansen (Midlum) und der Obinger Markus Reiterberger einen spannenden Dreikampf um den Sieg. Letztlich lag Gädke vor Hansen und Reiterberger, der nun mit 72 Punkten vor Hansen (63) führt. Als 21. kam der Pallinger Hobbyfahrer Chris Schmid diesmal nicht in die Punkte, doch am Salzburgring will er wieder unter die besten 15 fahren. Reiterberger hatte trotz eines Kupplungsschadens am Freitag Startplatz zwei am Samstag erkämpft und wollte in der letzten Kurve noch Gädke überholen. "Dann bin ich erst etwas zu spät aufs Gas, und weil dann der Schwung fehlte, habe ich ein bissl zu spät gebremst. Ich musste in die Wiese und Hansen zog noch vorbei. Aber ich bin zufrieden, denn ich habe meinen Vorsprung verteidigt", so Reiterberger.

Im ADAC-Junior-Cup genügte Lukas Wimmer (Österreich) Rang drei am Sachsenring, um seine Führung (66 Punkte) zu behalten. Am Salzburgring werden diese hoffnungsvollen Talente allerdings nicht im Einsatz sein: der Junior-Cup pausiert in jedem Jahr bei einem IDM-Lauf, weil die jungen Piloten einen ihrer Cup-Wettbewerbe im Rahmen des Motorrad-WM-Laufes am Sachsenring austragen.

who/Oberbayerisches Volksblatt

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