Riesenerfolg für den Rosenheimer PTSV-Badmintonspieler

Roth Vize-Europameister

Sensationeller Erfolg für Oliver Roth (rechts) vom PTSV Rosenheim und seinen Partner Michael Fuchs.
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Sensationeller Erfolg für Oliver Roth (rechts) vom PTSV Rosenheim und seinen Partner Michael Fuchs.

Den größten Erfolg seiner bisherigen Karriere konnte in der vergangenen Woche der 25-jährige Oliver Roth aus der Bundesligamannschaft des PTSV Rosenheim feiern.

Bei den Europameisterschaften im schwedischen Karlskrona gewann er mit seinem für den 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim spielenden bayerischen Partner Michael Fuchs die Silbermedaille im Doppelwettbewerb. Dies ist nun innerhalb von zwei Monaten bereits seine zweite Silbermedaille auf europäischer Ebene, nachdem er auch als Mitglied des deutschen Teams bei der Mannschafts-EM hinter Dänemark den zweiten Platz belegte.


Auch diesmal waren vor allem die Top-Akteure aus Dänemark die Hauptkonkurrenten. Nach einem Freilos trafen die an Position sieben gesetzten Deutschen in der zweiten Runde auf Rasmussen/Sorensen und zogen hier nur denkbar knapp mit einem 21:19 im Entscheidungssatz ins Achtelfinale ein. Nach einem Zweisatzerfolg über Arends/Maas (Niederlande) machten es Roth/Fuchs im Viertelfinale gegen die an vier gesetzten Polen Cwalina/Logosz nochmals spannend. Im dritten Satz lagen sie lange im Rückstand, ehe sie mit 20:19 ihren ersten Matchball hatten. Nach über einer Stunde Spielzeit und erst mit dem dritten Matchball stand dann mit 23:21 der Einzug unter die letzten vier fest. Damit war die Bronzemedaille bereits sicher, aber die beiden Deutschen wollten mehr. Im Halbfinale kamen die Gegner Rasmus Bonde/Anders Kristiansen wieder aus Dänemark und auch hier setzten sich Roth/Fuchs mit 21:18, 17:21 und 21:14 durch. Erst im Endspiel erwiesen sich dann die dänischen Weltranglistendritten Mathias Boe und Carsten Mogensen als zu stark, trotzdem waren nach der relativ deutlichen Niederlage Oliver Roth und Michael Fuchs natürlich äußerst glücklich über diesen unerwarteten Erfolg.

Peter Käsbauer war der zweite vom Deutschen Badminton-Verband für diese EM nominierte Spieler des PTSV Rosenheim und auch er wartete mit ausgezeichneten Leistungen auf. Im Doppel scheiterte er zusammen mit Josche Zurwonne aus Lüdinghausen in der zweiten Runde unglücklich an den in der Weltrangliste um 15 Plätze besser notierten Österreichern Koch/Zauner im dritten Satz mit 24:26. Im Mixed mit Johanna Goliszewski aus Mülheim war sogar nach zwei Siegen gegen ein Duo aus Litauen und über Zirnwald/Baldauf aus Österreich erst im Achtelfinale Endstation. Gegen die Engländer Robertson/Wallwork - immerhin Nummer 20 der Weltrangliste - hielten sie jedoch über drei Sätze hervorragend mit.


Insgesamt festigte Deutschland bei dieser Veranstaltung mit 282 Teilnehmern aus 34 Nationen seine Position als zweitstärkste Kraft in Europa. Marc Zwiebler aus Bonn wurde Europameister im Herreneinzel, Juliane Schenk aus Berlin holte eine weitere Silbermedaille im Dameneinzel und Birgit Michels/Sandra Marinello (Bonn/Düren) gewannen Bronze im Damendoppel.

mkl/Oberbayerisches Volksblatt

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