Rosenheimer gewinnt am Nürburgring

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Er kann‘s doch noch: Martin Tomczyk gewann das DTM-Rennen auf dem Nürburgring.

Nürburg - Das Deutsche Tourenwagen Masters (DTM) lockt die Massen an die Rennstrecken. 86 000 Zuschauer kamen am Sonntag auf den Nürburgring und wurden Zeuge eines totalen Audi-Triumphs.

Angeführt von Martin Tomczyk hat Audi im sechsten Saisonlauf des Deutschen Tourenwagen Masters (DTM) den zweiten Vierfachsieg der Saison gefeiert - und ein dickes Ausrufezeichen im Titelkampf mit Mercedes gesetzt. "Es war ein fantastisches, einfaches Rennen. Einfach perfekt So wünscht man sich den Rennsport. Ich bin so verdammt glücklich, das könnt ihr gar nicht glauben", rief der 27-Jährige nach seiner Zieldurchfahrt in 1:10:19,195 Stunden via Boxenfunk zu. Hinter dem Rosenheimer, der nach zweijähriger Durststrecke seinen vierten DTM-Sieg feierte, machten vor 86 000 Zuschauern auf dem Nürburgring Timo Scheider und Mattias Ekström den Audi-Triumph perfekt. Markus Winkelhock rundete den Triumph der Ingolstädter als Vierter ab.


"Die Doppel-Führung in der Meisterschaft ist eine sehr gute Basis für die zweite Saisonhälfte. Ich freue mich, dass der Martin wieder so zurückgekommen ist. Er hat sich das verdient", sagte Audi-Motorsportchef Wolfgang Ullrich.

Vorjahres-Champion Scheider eroberte dank seines dritten Saisonpodiums mit nun 35 Punkten zudem die Führung in der Gesamtwertung von Mercedes-Mann Gary Paffett zurück. Der Brite erlebte wie seine ganze Mannschaft ein verkorkstes Wochenende und fiel als Achter mit nun 29 Zählern auch noch hinter Ekström (34) auf Gesamtrang drei zurück. Er war nach einem technischen Problem im Training von Startplatz 16 losgefahren und in der ersten Kuve von Katherine Legge (Audi) umgedreht worden.


Der zweite Titelkandidat von Mercedes, der Kanadier Bruno Spengler, geriet wenig später heftig mit Ekström aneinander. "Mattias ist mir ordentlich in die Kiste gefahren", klagte Spengler: "Das ist schade, weil ich das von ihm nicht erwartet habe."

"Wenn man schon mal den Schwung hat, kann das passieren", sagte der zweifache DTM-Champion Ekström lapidar.

Bester Mercedes-Pilot war der Brite Jamie Green im Vorjahres-Auto des Ensheimer Persson-Teams. "Wir waren diesmal nicht siegfähig", sagte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug, der sich wenigstens über den zweiten Punkterang von Ralf Schumacher freuen durfte. Von Startplatz 15 fuhr der Kerpener bis auf Rang sieben vor.

Nach der Safety-Car-Phase in Folge des Paffett-Abflugs beruhigte sich das Rennen an der Spitze. Tomczyk, Scheider, Ekström setzten sich kontinuierlich ab und auch die obligatorischen Boxenstopps änderten nichts an der Reihenfolge an der Spitze und das Audi-Quartett fuhr das Rennen souverän ins Ziel.

dpa

Quelle: rosenheim24.de

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