"Kein Spiel zum Zunge schnalzen"

Rosenheim - Der TSV 1860 Rosenheim hat sich im Tabellenvorderfeld festgesetzt. Am Samstag schlugen die Sechziger am 12. Regionalliga-Spieltag den TSV Rain/Lech

Der TSV 1860 Rosenheim hat sich im Tabellenvorderfeld festgesetzt. Am Samstag schlugen die Sechziger am 12. Regionalliga-Spieltag den TSV Rain/Lech mit 1:0 (1:0).


Damit rangieren die Schützlinge von Dirk Teschke zumindest bis zum Sonntagnachmittag auf dem zweiten Tabellenplatz. Dann kann der 1. FC Nürnberg II nachziehen. Insgesamt war der Sieg gegen harmlose Gäste aus der Blumenstadt absolut verdient, auch wenn die Gastgeber selbst auch keine große Leistung ablieferten. „Nach 16 Spielen in kurzer Zeit muss man auch mal ein schwächeres Spiel der Mannschaft akzeptieren“, erklärte 1860-Coach Dirk Teschke nach dem Spiel.

Er sah schon mit der ersten ernstzunehmenden Aktion des Spiels die Führung seiner Mannschaft: Dominik Haas ging über rechts mit Zug in den Strafraum und passte scharf aufs kurze Eck, wo Danijel Majdancevic schneller als sein Gegenspieler war und den Ball klasse mit der Hacke zwischen kurzen Pfosten und TorwartSascha Jöckel zum 1:0 in die Maschen bugsierte (11.). In der Folge waren die Rosenheimer in der ersten Halbzeit stets der Herr der Lage und hatten durch Mario Staudigl (17./mit der Hacke ans Außennetz) und Valentin Hauswirth (42./Kopfball freistehend drüber) sogar die Chance zum zweiten Treffer.


Nach der Pause wurde das ohnehin schon durchwachsene Match noch schwächer. Torraumszenen waren nun absolute Mangelware. Den für lange Zeit einzigen Aufreger fabrizierte Rains Linksverteidiger David Englisch, dessen Flanke von außen immer länger wurde und hinten auf die Latte des Sechziger-Tores klatschte (62.). Bei 1860 fehlte nun Konsequenz beziehungsweise der letzte Pass, so dass es die einzige ernstzunehmende Gelegenheit der zweiten Hälfte erst in der Nachspielzeit gab, als Thomas Masberg nach einem weiten Abschlag von Robert Mayer alleine auf Jöckel zulief und diesen überlupfte. Der Ball sprang noch einmal auf und krachte dann gegen das Lattenkreuz (91.). Da die Gäste aber auch im Finish nicht den großen Schrecken verbreiteten, blieb es auch so beim ungefährdeten Erfolg der Kathrein-Elf.

„Wir sind natürlich frustriert. Heute war mehr möglich. Wir haben es aber nicht geschafft, uns klare Chancen herauszuspielen. Vorher hatten wir schon den entscheidenden Fehler gemacht“, meinte Rains Trainer Tobias Luderschmid. Kollege Teschke war mit dem Ergebnis zufrieden: „Nach zwei Unentschieden daheim war der Erfolg ganz wichtig. Es war sicherlich kein Spiel zum Zunge schnalzen, in dem uns sicherlich die frühe Führung in die Karten gespielt hat. Aus dem Spiel heraus haben wir uns aber nur wenig Möglichkeitenerarbeiten können.“

Das Spiel in der Statistik

TSV 1860 Rosenheim – TSV Rain/Lech 1:0 (1:0)

TSV 1860 Rosenheim: Mayer – Wallner, Pflügler, Lenz, Martin – Hauswirth, D. Haas – Majdancevic, Räuber(89. Birner), Staudigl (66. Schramme) – Hallmen (78. Masberg) – Trainer: Teschke.

TSV Rain/Lech: Jöckel – Englisch (83. Hörmann), Woltmann, Bobinger, Geiß – Lutz, Lovric, Riedelsheimer(46. Wünsch) – D. Schneider (76. Friedl), Fischer – Cantürk – Trainer: Luderschmid.Schiedsrichter: Berg (Landshut).Zuschauer: 200.Gelb: Wallner – Lutz.Tor: 1:0 (11.) Majdancevic.

mw

Quelle: rosenheim24.de

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