Lange Reise erfordert ungewöhnliche Maßnahmen

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Die Rosenheimer Trainer Dirk Teschke (re.) und Thomas Holz reisen mit ihrer Mannschaft bereits am Freitag nach Aschaffenburg.

Rosenheim - Am Samstag steht für den TSV 1860 Rosenheim die weiteste Auswärtsfahrt der Saison auf dem Programm: Die Kathrein-Elf gastiert bei Viktoria Aschaffenburg.

Anpfiff am 11. Regionalliga-Spieltag ist im Stadion am Schönbusch um 14 Uhr. Dabei greifen die Rosenheimer zu einer für Amateurvereine eher unüblichen Maßnahme: Der Sechziger-Tross reist bereits am Freitag die rund 450 Kilometer nach Unterfranken, wobei in Eltersdorf ein Zwischenstopp und das Abschlusstraining geplant sind. Anschließend geht es weiter ins Hotel nach Aschaffenburg. „Damit wollen wir der Mannschaft eine optimale Spielvorbereitung garantieren“, sagt Abteilungsleiter Hans Klinger, der Reisestrapazen und Staugefahr am letzten Ferienwochenende möglichst aus dem Weg gehen möchte.


Wenn der Bus am Freitagmittag an der Jahnstraße abfährt, dann sieht es personell wohl wieder etwas besser aus im Sechziger-Lager. Florian und Christian Hofmann sowie Ozan Tuncali sind zwar nach wie vor verletzt und Kapitän Michael Kokocinski hat vom Arzt nach einer hartnäckigen Erkrankung vier Wochen Sportverbot bekommen, doch Markus Einsiedler könnte nach langer Verletzungspause erstmals wieder dabei sein. Damit steigen die Variationsmöglichkeiten für Trainer Dirk Teschke vor allem in der Offensive, zumal auch Mario Staudigl und Philipp Hallmen zusätzliche Sturm-Alternativen darstellen. Mit an Bord sein wird dann auch Mittelstürmer Thomas Masberg, der unter Woche Vater der kleinen Melina Sophie geworden ist.

Im Defensivbereich wird wohl Neuzugang Valentin Hauswirth, der bereits gegen Fürth eine halbe Stunde mitmischte, die vakante Kokocinski-Position übernehmen. Ansonsten dürfte so ziemlich die identische Mannschaft auf dem Platz stehen, die bereits zuletzt beim 1:1 gegen die Kleeblatt-Reserve angefangen hatte.


Der Gegner stellt für die Sechziger allerdings eine große Unbekannte dar: Viktoria Aschaffenburg, in den 80er-Jahren einst drei Jahre in der zweiten Bundesliga vertreten, war zuletzt Jahrzehnte über in den hessischen Fußballverband integriert. Erst vor dieser Saison folgte der Wechsel zurück in die eigentliche „Heimat“ Bayern. Somit kann man den Gegner aus der Ferne nur schwer einschätzen. Führungsspieler der Mannschaft von Trainer Antonio Abbruzzese sind die Abwehrrecken Markus Brüdigam und Matthias Fries, der italienische Spielmacher Marcello Fiorentini sowie das serbisch-italienische Sturmduo Adnan Murtic und Giulio Fiordellisi. Aktuell steht die Viktoria mit 13 Punkten einen hinter den Sechzigern, die mindestens dafür sorgen wollen, dass dies auch am Samstag um 15.45 Uhr noch so ist. Wenn möglich, soll der Vorsprung mit einem Dreier sogar ausgebaut werden.

mw

Quelle: rosenheim24.de

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