Rugby-Team startet in die Saison

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Die Reichenhaller Rugby-Cracks starten am Samstag in eine neue Saison.

Bad Reichenhall - Der RFC Bad Reichenhall startet in die neue Saison. Nachdem der Aufstieg in der letzten Saison nicht klappte, wird das Team nun wieder angreifen.

Ohne Zweifel war die letzte Saison ein Meilenstein für den RFC Bad Reichenhall: Nach viel harter Arbeit und mit ein bisschen Glück wurden die Kurstädter Bayerischer Meister 2011/12. Dies ist bereits der vierte bayerische Titel in der kurzen Historie des Vereins. Im Sommer 2007 wurde der RFC Bayerischer 7er-Meister, in der Saison 2007/08 Verbandsliga-Meister, in der Saison 2009/10 Bayerischer Pokalsieger.


Eins haben alle diese Titel gemeinsam: Niemand hatte sie vorher auf der Rechnung. Die Außenseiter-Rolle bevorzugen die Raufbolde: „Es ist die Rolle des kleinen gallischen Dorfes, die wir am liebsten haben. Aber wir müssen jetzt lernen, die Gejagten zu sein, wenn wir diese Saison erfolgreich bestehen wollen“, so Vereinsvorstand Leonhard Berngruber.

Bayern wieder benachteiligt


Der große Aufstieg in die 2. Bundesliga blieb durch die Ligareform in letzter Sekunde aus. Beim deutschen Rugby-Tag Mitte Juli wurden die Bundesligen zwar reformiert, doch durch mehrere Veränderungen zum ursprünglichen Vorschlag blieben die Kurstädter denkbar knapp außerhalb jeglicher Veränderung. Innerhalb des Vorstandes des RFC Bad Reichenhall und wohl auch vieler bayerischer Vereine ist man sich nicht sicher, ob diese Reform der erste Schritt in die richtige  Richtung für alle deutschen Rugbyvereine ist, oder aber nur eine Stärkung der etablierten Vereine. "Fest steht aber, dass die bayerischen Teams wie immer etwas benachteiligt wurden", so Berngruber.

Die bayerischen Clubs wollen über die Entscheidungen des deutschen Ligaausschusses nicht jammern, warum auch. Noch nie gab es so viele Vereine, Ligen und Spieler im südlichsten Bundesland. Drei Vereine in der 2. Bundesliga kommen aus Bayern, die Bayernliga ist wie in der Satzung vorgesehen mit acht Vereinen bestückt. Zusätzlich erfreut sich Bayerns zweite Klasse, die Verbandsliga, über sechs Vereine und ist stabiler denn je. Zudem gibt es dieses Jahr noch eine neue Aufbauliga mit fünf Mannschaften.

Reichenhaller Damen-Team

Bei den Damen ist der Trend ebenfalls äußert positiv: In der Damenliga Süd kommen vier von sieben Teams aus Bayern und das sogar mit Reichenhaller Beteiligung.  Es herrscht ein wahres „Mia san Mia“-Gefühl. 

Eine Entscheidung über den internationalen Alpenpokal und dessen Format wartet nur noch auf die Italienischen Vereine. Sogar der internationale Rugby-Verband hat bereits Unterstützung angeboten, sollte sich dieser Wettbewerb über die nächsten zwei Jahre bewähren. 

Somit müssen sich die harten Männer aus dem Rupertigau wieder auf das besinnen, was sie schon immer stark gemacht hat: Nicht sinnlos nach den Sternen greifen, sondern den Verein weiter ausbauen. „Den Herren- und Damen-Kader ausbauen, die Jungendarbeit vertiefen und vor allem den Sport Rugby im und über die Grenzen des Landkreises bekannt machen. Das ist der richtige Weg“, ist sich der erste Vorsitzende sicher.

Samstag erstes Spiel

Am kommenden Samstag, 15. September, geht's wieder los: Der Gegner, Liganeuling RC Unterföhring, mag auf den ersten Blick ein potenziell leichter Gegner sein, aber selbst diese neue Mannschaft hat bereits einen größeren Kader als die Raufbolde und ist mit Ex-Spielern aus der Münchner Studenten-Stadt sowie dem zweitältesten Rugby-Verein Bayerns aus Fürstenfeldbruck bestückt. Die Saalachtaler Jungs müssen also von den ersten Minuten an hellwach sein, wenn sie allen beweisen wollen, dass der Titel letztes Jahr nicht nur Zufall war.

bit/Pressemeldung RFC

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