Junges Rallyeteam hält Tradition hoch

Außernzell - Fabian von der Heyden und Andreas Rettenbeck haben bei ihrem ersten Rally-Start in Außernzell einen Achtungserfolg geschafft.

Erfolge bei Rallyestarts waren beim Neumarkter Automobilclub zu Ulla und Erich Blanks aktiven Zeiten an der Tagesordnung. Dann wurde es stiller um den Rallyesport in Neumarkt, aber seit kurzer Zeit macht ein junges NAC-Team wieder auf sich aufmerksam.

Wir sind wieder wer im Autosport", sagt Sportreferent Bernhard Fichtner vom NAC. "Die beiden haben schon im letzten Jahr beim Jugendautoslalom in der deutschen Meisterschaft den dritten Platz belegt. Und mit dem ADAC-Team "Südbayern" wurden sie sogar deutscher Mannschaftsmeister.

Die Anfänger landeten direkt in der Spitze

Mit ihrem 17 Jahre alten Ford Escort beteiligten sich Fabian und Andreas auch schon an diversen kleineren Rallyes in der Region. Dass der Fahrer Fabian von der Heyden, der als Kind im Jugendkartslalom mit mehreren deutschen Meistertiteln den NAC berühmt gemacht hat, auch im Rallyesport was leisten kann, überraschte die NACler nicht sonderlich.

"Einmal wollten wir uns mit den Großen dieses Sportes messen," erzählt Fabian von der Heyden. "Deshalb meldeten wir uns für letztes Wochenende für die Niederbayernrallye in Außernzell an. Mit unserem 150-PS-Auto wollten wir irgendwo im hinteren Drittel im Feld landen." Beifahrer Andreas Rettenbeck ergänzt: "Unter den 105 Anmeldungen waren Fahrergrößen wie der österreichische Staatsmeister Manfred Stohl oder die DTM Fahrerin Ellen Lohr. Aber auch sonst waren internationale Spitzenleute dabei."

Die beiden bereiteten sich gewissenhaft vor - für das Streckenbuch allein brauchten sie sieben Stunden - und fuhren ein Glanzrennen. Bei jeder Wertungsprüfung waren die Anfänger unter den besten 30 und ließen viele Profis hinter sich. Am Ende war der 23. Platz in der Gesamtwertung weit mehr als sie erwartet hatten, und für den fünften Platz in ihrer Fahrzeugklasse gab es sogar noch einen Pokal.

Die Väter der jungen Männer trugen als Schmiermaxe und Schrauber viel zum Erfolg bei, und sie hatten auch den richtigen Riecher für die beste Bereifung. Vater Helmut von der Heyden verspricht: "Dass die mit dem Auto so weit nach vorne gekommen sind, grenzt an ein Wunder. Unsere Mittel sind begrenzt. Wenn die Zwei einen Sponsor finden, dann fahren sie garantiert überall vorne mit. Das Talent dazu haben sie jedenfalls."

Vorstand Gerd Jansen meint dazu: "Wir freuen uns, wenn nach den Erfolgen im Jugendkartslalom unsere Fahrer auch im Rallyesport wieder zu den Spitzenleuten gehören."

nz/Mühldorfer Anzeiger

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