Rallye als Triumphfahrt

OVB
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Hermann Gaßner/Karin Thannhäuser fuhren die perfekte Drei-Städte-Rallye.

Rosenheim - Besser konnte es nicht laufen: Hermann Gaßner und Karin Thannhäuser holten sich bei der ADAC-Drei-Städte-Rallye alle möglichen Bestzeiten und siegten souverän mit über einer Minute Vorsprung.

Hermann Gaßner (Surheim) und Karin Thannhäuser (Ufering) holten sich mit dem Mitsubishi Evo X bei der ADAC-Drei-Städte-Rallye im bayerischen Bäderdreieck (Bad Füssing, Birnbach, Bad Griesbach) alle möglichen Bestzeiten und siegten bei diesem Rallyeklassiker souverän mit über einer Minute Vorsprung.


Zum Gesamtsieg gab es für das Rosenheimer Kathrein- Renn- und Rallye-Team bei diesem Finallauf erneut den Titel im Mitropa-Rallye-Cup und für das ADAC-Rallye-Masters reichten die hinzu gekommenen Punkte für den Divisionssieg und den dritten Gesamtrang. "Ein absolut perfektes Wochenende", freute sich Hermann Gaßner im Ziel, "ein Sieg bei der Drei-Städte-Rallye, die ich nun zum 30. Mal ohne Unterbrechung gefahren bin. Da bleiben keine Wünsche mehr offen."

Als Vorjahressieger gingen Hermann Gaßner und Beifahrerin Karin Thannhäuser mit der Startnummer eins im Mitsubishi Evo X als erstes Team auf die Hatz nach den Bestzeiten. Mitfavoriten auf den Gesamtsieg waren Anton Werner und Ralph Edelmann im Porsche 911. Die selektiven und anspruchsvollen Wertungsprüfungen waren trotz der Schotterpassagen das ideale Terrain für den "kräftigeren" Porsche. Um den Vorteil nutzen zu können, sollte dieser aber trockene Straßenbedingungen unter seinen Rädern haben. Zu einem ersten Vergleich kam es aber nicht, denn die Technik des Porsche streikte und damit kam das frühe Aus für Werner und Edelmannn.


Grautrübes Novemberwetter und teilweiser Nieselregen ließen die Piloten bei der Reifenwahl schwanken. Hermann Gaßner traf dabei die richtige Wahl, während nach den ersten drei Prüfungen schon elf Teams wegen technischen Defekten an ihren Fahrzeugen aufgeben mussten. Alle machten Jagd auf Gaßner und "kratzten" an seinen Bestzeiten. Hinter den Führenden Gaßner/Thannhäuser gab es ständige Positionswechsel und spannende Fights um die weiteren Podestplätze. Doch es blieb dabei: Hermann Gaßner und Karin Thannhäuser fuhren auf allen zwölf Wertungsprüfungen die schnellste Zeit und fuhren einen blitzsauberen Start-Ziel-Sieg nach Hause.

Weitere einheimische Piloten der Scuderia Kathrein waren ebenfalls sehr erfolgreich unterwegs. Markus Stadler und Mike Bonhage (Rosenheim) sorgten wieder einmal für Aufsehen. Motiviert von der viertschnellsten Zeit auf der vierten Prüfung nahm der Rosenheimer danach eine Sprungkuppe im sechsten Gang. Mit 40 Metern hätte der "Überflieger" den Pokal für den weitesten Sprung bekommen, sofern es ihn gegeben hätte. Der zehnte Gesamtrang in einem international besetzen starken Teilnehmerfeld war der verdiente Lohn für diesen spektakulären Fahrstil. Ludwig Holnburger und Ina Schaarschmidt steigerten sich nach anfänglichen Startschwierigkeiten auf den letzten Prüfungen und kamen mit dem Mitsubishi Evo VII auf den elften Gesamtrang. Florian Stix und Karina Hepperle machten sich keine großen Hoffnungen, mit dem kleinen Suzuki Swift auf die vorderen Plätze zu gelangen. Als sie in den Rundkursen durch langsamere Teilnehmer aufgehalten wurden, war der Traum vom "Stockerlplatz" ausgeträumt.

kartha/Oberbayerisches Volksblatt

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