Press: Siegen oder fliegen

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Für Jürgen Press geht es heute um sehr viel.

Wuppertal - Das Eis unter den Füßen der Fußballer des SV Wacker Burghausen wird immer dünner und droht jetzt zur Gänze wegzuschmelzen. Heute müssen sie gewinnen!

Heute um 19 Uhr müssen die Salzachstädter in der 3. Liga beim Wuppertaler SV Borussia antreten, bei einer Niederlage droht der Elf von Jürgen Press der Absturz in die Abstiegszone.

Und der soll auf jeden Fall vermieden werden. Nach der nervenaufreibenden vergangenen Saison wähnten sich die Wacker-Verantwortlichen 2009/10 in ruhigerem Fahrwasser. Lange Zeit zählte der Ex-Zweitligist zu den positiven Überraschungen, von November bis Ende Februar setzte es aber dann sieben Niederlagen in Folge - und die gute Ausgangsposition war dahin. "Wir haben in der Vorrunde etwas über unseren Verhältnissen gespielt und hatten das Glück oft auf unserer Seite", gesteht Press.

Das ist offenbar mittlerweile aufgebraucht, denn spielerisch ist den Mannen um Kapitän Sven Kresin nicht viel vorzuwerfen. Meist greifen die Automatismen, es fehlen alleine die Tore. In den vergangenen zwölf Partien erzielten die Wacker-Kicker - der 4:2-Sieg gegen Ingolstadt ausgenommen - lediglich fünf Treffer. "Das ist natürlich auf Dauer zu wenig", gesteht Press. Die fehlende Torgefahr der Salzachstädter könnte aber am Ende ausschlaggebend sein, wenn es ans Eingemachte - sprich den Klassenerhalt - geht. Denn mit 18 Minus-Toren stellen die Wackerianer in dieser Kategorie die schlechteste Mannschaft der Liga. Das war auch in der Hinrunde nicht anders, denn hohe Niederlagen waren stets gefolgt von knappen Siegen.

Jetzt hat sich das Blatt gewendet und die Wacker-Verantwortlichen auf den Plan gerufen. Präsident Hans Steindl hat bereits reagiert und Coach Press das Messer auf die Brust gesetzt: "Aus den nächsten zwei Partien müssen wir vier Punkte holen", fordert Steindl, ansonsten ist Press wohl Geschichte in Burghausen. Unterstützung erfährt der Wackelkandidat aus Mannschaftskreisen. "Jürgen Press genießt unser Vertrauen. Er hat bisher hervorragende Arbeit geleistet", stärkt Kapitän Sven Kresin dem 44-Jährigen den Rücken. Kresin selbst kann heute allerdings nicht ins Geschehen eingreifen, sowohl er als auch Björn Hertl sind aufgrund ihrer zehnten gelben Karte gesperrt und müssen beim so wichtigen Sechs-Punkte-Spiel zuschauen. Außerdem drohen Christian Holzer (Probleme mit dem Sprunggelenk) und Markus Grübl (Bänderriss) auszufallen. "Das wäre natürlich bitter. Christian hat immer gute Ideen und Markus ist schnell und kann viel einstecken", sagt Keeper Andreas Michl.

sam/Oberbayerisches Volksblatt

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