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Pongratz nur mit Ergebnis unzufrieden

OVB
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Sechziger-Trainer Matthias Pongratz hat den Mut auch nach der Niederlage in Hof nicht verloren.

Hof - "Das einzige, was mich stört, ist das Ergebnis." Fast trotzig widersprach Matthias Pongratz Meinungen, das bittere 0:1 des TSV 1860 Rosenheim bei der SpVgg Bayern Hof sei ein Spiel "Not gegen Elend" gewesen.

Das, so der Rosenheimer Trainer, könne keinesfalls auf seine Mannschaft bezogen sein: "Unsere Leistung war okay, wir haben fast nahtlos an die Partie von Aindling angeknüpft", fand er. Der große Unterschied: Dort haben die Sechziger 2:0 gewonnen.

Pongratz also konnte sich fast ein bisschen wie der große Kollege Louis van Gaal fühlen, der zuletzt auch so oft einen recht ordentlichen Auftritt seiner Mannschaft mit klarer spielerischer Überlegenheit, aber eben ohne die entscheidenden Tore gesehen hatte. "Wir haben die Chancen einfach nicht genutzt", klagte also auch Pongratz. Natürlich wäre es kühn, nun den TSV 1860 Rosenheim mit dem FC Bayern zu vergleichen, was ganz oben im Freistaat stattgefunden hat, war Abstiegskampf pur, "Kampf ohne Ende", so Pongratz. Spielerische Brillanz war auf diesem holprigen, vom langen Hofer Winter arg strapazierten Boden ohnehin nicht zu erwarten gewesen.

Dennoch fand es Pongratz durchaus ansehnlich, was seine Mannschaft daraus machte. "Trotz der langen Anreise waren wir von Anfang an präsent, unser Spiel war anzuschauen wie vor zwei Wochen in Aindling. Nur haben wir eben diesmal die Chancen nicht genutzt." Allein der junge Julian Richter hatte drei-, viermal die Möglichkeit, Markus Einsiedler vergab allein vor dem Tor. Bayern Hof tauchte dagegen in der ersten Hälfte nur einmal gefährlich vor Rosenheims Keeper Robert Mayer auf, im gesamten Spiel kam nur ein Ball auf sein Tor. Der aber war unhaltbar. Markus Bächer hatte per Freistoß getroffen, in der 83. Minute. Wieder hat 1860, wie gegen Schalding-Heining, kurz vor Schluss zumindest den einen Punkt verpasst.

Die Mannschaft, die neben den Langzeitverletzten auf den gesperrten Kapitän Michael Kokocinski, aber auch auf den angeschlagenen Eugen Martin verzichten musste, war natürlich schwer getroffen, schlich nach dem Abpfiff tief geknickt in die Kabine. Kurz zuvor war auch noch Christoph Herberth mit Gelb-Rot vom Platz geflogen, weiterer Mosaikstein für einen verpatzten Nachmittag.

Pongratz aber beteuerte: "Ich bin nicht enttäuscht, das hört sich zwar komisch an, aber unser Auftreten war okay. Wir hätten uns nur den einen Punkt nicht mehr nehmen lassen dürfen." Nun aber ist alles noch enger zusammengerückt im Keller der Bayernliga, Heimstetten hat mit den Sechzigern gleichgezogen, Hof ist bis auf einen Zähler herangekommen. Es wird, das hatte Pongratz schon immer gesagt, "noch eine ganz heiße Kiste." Schon am Mittwoch geht es nach Regensburg, zum Tabellenletzten Freier TuS, der gerade mit einem 3:2-Sieg in Schalding-Heining überrascht und sich offensichtlich noch nicht aufgegeben hat.

Doch dem Sechziger-Trainer ist nicht bange, er sagt: "Wenn wir dort so auftreten wie hier in Hof, werden wir auch belohnt werden." Er sieht, trotz allem, eine gute Entwicklung, lobt die taktische Disziplin: "Seit dem zweiten Vorbereitungsspiel haben wir kein einziges Tor mehr aus dem Spiel zugelassen." Die Standards sind es halt, die den Sechzigern Punkte kosteten. Und das fehlende Glück beim Torschuss. "Daran müssen wir arbeiten", weiß Pongratz. Und da hat er auch noch was in der Hinterhand: Torjäger Masberg kam in Hof schon wieder zu einem Kurzeinsatz und auch Neuzugang Abdel Aziz Thiam ist ein Stürmer, der weiß, wo das Tor steht.

TSV 1860 Rosenheim: Mayer, Herberth, Lenz, Christian Hofmann, Atilgan, Florian Hofmann (ab 74. Schwinghammer), Haas, Richter, Matthias Huber (ab 84. Masberg), Einsiedler, Majdancevic.

Schiedsrichter: Marx (Großwelzheim).

Zuschauer: 600.

Tor: 1:0 (83.) Bächer.

Besonderheit: Gelb-Rote Karte für Herberth (88.).

hü/Oberbayerisches Volksblatt

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