Nußdorf mit "Standards" zum Sieg

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Der Nußdorfer Stefan Irger ist hier vor ESV-Angreifer Tony Schneider am Ball.

Nußdorf - Wie schon im Hinspiel, so hat der Fußball-Bezirksligist SV Nußdorf den ESV Traunstein auch diesmal mit 2:0 in Schach gehalten.

Eine Augenweide war die Partie allerdings nicht und so benötigte die Scherer-Crew zwei "Standards", um gegen die Truppe von Gäste-Coach Uli Habl zum Erfolg zu kommen.

"Hauptsache drei Punkte und kein Gegentor", fiel das Fazit von SVN-Torwart Thomas Wimmer kurz und bündig aus. "Eigentlich war es ein typisches 0:0-Spiel - doch leider ohne Punkt für uns", klagte dagegen ESV-Pressesprecher Peter Mallmann. Und auch "Mausi" Scherer, der von einem "durchwachsenen Spiel" sprach, kann man getrost beipflichten.

Der Nußdorfer Übungsleiter hatte auch eine Erklärung dafür parat, dass die Traunsteiner nach der Pause ziemlich platt wirkten: "Sie haben in der ersten Halbzeit ein unheimliches Pressing gespielt, sind mit vier, fünf Mann draufgegangen. Mir war klar, dass sie das nicht 90 Minuten durchhalten können."

Die an heißen Torszenen arme Begegnung wurde in der 72. beziehungsweise 77. Minute entschieden: Erst köpfte Christoph Reiner eine Ecke des eingewechselten Dominic Rekofsky platziert zum 1:0 ein, dann legte SVN-Kapitän Georg Niederthanner mit einem Freistoß vom linken Flügel das 2:0 nach - der Ball wurde immer länger, ehe er hinter "Sebi" Schreiber im Netz einschlug. In so einer Szene sieht der Torwart natürlich schlecht aus, doch Mallmann nahm den ESV-Keeper in Schutz. "Überhaupt kein Vorwurf an ,Sebi', das war ein äußerst raffiniert getretener Freistoß von Niederthanner."

Die ersatzgeschwächten Eisenbahner hatten ihre gefährlichsten Offensivaktionen durch Tony Schneider, der nach Panitz-Steilpass allein vor Wimmer scheiterte (36.), und durch Jochen Thudt, dessen Schuss - allerdings erst beim Stand von 0:2 aus ESV-Sicht - knapp das Nußdorfer Gehäuse verfehlte (90.). Das war alles in allem zu wenig, wenngleich auch die Inntaler kein Chancen-Feuerwerk abbrannten.

Einige Male geriet Schreibers Kasten aber doch in Gefahr: So als Toni Lagler aus spitzem Winkel am langen Eck vorbei ballerte (7.), als Niederthanners Direktabnahme nach Schulz-Flanke nicht platziert genug ausfiel (18.), und als Reiner nach lang gezogener Niederthanner-Ecke aufs Tordach köpfte (24.).

Nach dem Seitenwechsel tat sich lange Zeit nichts Nennenswertes, ehe Niederthanner per Freistoß Schreiber prüfte, der das Leder über die Latte lenkte (72.). Aus der anschließenden Ecke resultierte der bereits geschilderte SVN-Führungstreffer. Und wenig später war das Match endgültig entschieden, zumal die Traunsteiner keinerlei Aufbäumen mehr erkennen ließen. Mit der letzten Nußdorfer Gelegenheit scheiterte schließlich Florian Meixner am gut reagierenden Schreiber (86.).

SV Nußdorf/Inn: Wimmer, Irger, Meixner, Pszolla, Peter Oberauer (ab 85. Wolfgang Auer), Reiner, Wolfgang Lagler, Schulz, Anton Lagler (ab 65. Huber), Niederthanner, Dandlberger (ab 46. Rekofsky).

ESV Traunstein: Schreiber, Poschner, Thudt, Patrick Berz, Ostermayer, Hausner, Buchner (ab 72. Marchl), Tobias Berz, Schallinger (ab 68. Bachmaier), Panitz (ab 46. Kappelmaier), Schneider.

Schiedsrichter: Cerkez (FC Penzberg).

Zuschauer: 120.

Tore: 1:0 (72.) Reiner, 2:0 (77.) Niederthanner.

cs/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

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