Neuauflage des letztjährigen Play-Off-Halbfinals

Wasserburg - Was versteckt sich an diesem Samstag in der Wundertüte TSV Wasserburg? Diese Frage stellen sich Trainer, Fans und vielleicht sogar die Mannschaft vor dem schweren Auswärtsspiel bei den Halle Lions (Samstag, 20 Uhr).

Ist es die als Einheit auftretende, kämpferisch und spielerisch überzeugende Truppe vom Sieg in Marburg – oder sind es die fahrigen, unkonzentrierten und fehlerhaften Spielerinnen, die bei der Heimniederlage gegen Aufsteiger Rhein-Main Baskets „zu bewundern“ waren. „Teilweise standen ja innerhalb eines Spiels zwei verschiedene Mannschaften auf dem Feld, wie letzten Sonntag gegen Oberhausen. Diese schwankenden Leistungen spiegeln die Trainingseinheiten, die mal Welt- mal Kreisklasseniveau haben“, versucht Trainer Hans Brei zu erklären.


Immerhin tummelt sich bis auf Rebecca Thoresen regelmäßig die komplette Mannschaft in der Turnhalle, so dass taktisch alle Variationen trainiert werden können. Es dauert eben, bis bei einem neu zusammengestellten Team die Laufwege automatisiert sind und das Zusammenspiel ohne Probleme funktioniert. Sorge macht dem Coach nach wie vor die Wurfquote, die in den ersten fünf Spielen nie höher als 43 Prozent war. Nur dank guter Verteidigung konnte der Vizemeister drei Partien gewinnen. „Aus einer guten Verteidigung, einem Rebound, einem Ballgewinn kann man oft einen einfachen Wurf in der Offensive generieren“, erklärt Brei. „Das gelingt uns auch, die Würfe sind da, aber wir machen sie einfach noch zu selten rein. Ich glaube an meine Mannschaft, dass sie nach und nach auch im Angriff diese Sicherheit bekommt.“

Bei der Neuauflage des letztjährigen Play-Off-Halbfinals ist klar: wie gegen Oberhausen steht auch in Halle ein 4-Punkte-Spiel an. Nur mit einem Sieg bleibt der Vizemeister an der Spitzengruppe (Saarlouis, Freiburg, Marburg) dran. Selbiges gilt übrigens auch für den Vorjahresvierten, der auch schon zwei Niederlagen kassierte (Freiburg, Marburg). Halle musste seine Mannschaft ordentlich umbauen, nicht zuletzt weil Wasserburg sich die Dienste von Tamara Tatham und Nadja Prötzig sicherte. Trainer Peter Kortmann verstärkte sein Team mit Centerin Jennifer Bender (USA) und den Flügelspielerinnen Lejla Bejtic (BOS), Michaela Abelova (SLK) und Caro Sterner. Alle Neuen wussten bislang zu überzeugen, wenn auch die letzte Aggressivität in der Verteidigung noch nicht da ist. Kein Wunder, wenn die halbe Mannschaft neu ist. Das braucht bekanntlich Zeit.


Pokalachtelfinale: Auswärts in Leipzig

Im Pokalachtelfinale muss der TSV Wasserburg erneut weit reisen. Am Samstag, 28. November (20.30 Uhr) gastiert der dreimalige Pokalsieger in Leipzig. Der Ligakonkurrent ist der absolute Wasserburger Lieblingsgegner, noch keine Partie wurde verloren. „Deshalb ist die Gefahr groß, sie zu unterschätzen“, warnt Trainer Hans Brei. „Aber Leipzig ist heuer stärker als in den letzten Jahren und wird seinen Fans zuhause ein Basketballfest bieten wollen. Um weiterzukommen, werden wir alles geben müssen.“

Weiter Informationen auf www.basketball-wasserburg.de

Pressemitteilung TSV Wasserburg  

Quelle: rosenheim24.de

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