Heute, 19.30 Uhr, Top-Spiel gegen VfB Eichstätt

Nächster Knaller für SBR-Fußballer

OVB
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Torben Gartzen (links) und Hannes Schaal wollen heute auch nach 90 Minuten jubeln.

Rosenheim (OVB) - Zweimal waren die Landesliga-Fußballer des SB/DJK Rosenheim nahe dran, heute (19.30 Uhr) soll auch gegen den VfB Eichstätt der große Wurf gelingen.

Nachdem man in den letzten beiden Spielen den Spitzenreiter SV Heimstetten (1:1 nach 1:0-Führung) und den Tabellendritten SC Fürstenfeldbruck (2:2 nach einer 2:0-Führung) nahe an einer Niederlage hatte, will man heute im Duell gegen den VfB Eichstätt, seines Zeichens Zweiter im Klassement, zeigen, dass man gegen die Spitzenteams der Liga auch dreifach punkten kann.


Nachdem auch die Eichstätter zuletzt zweimal remisierten (3:3 in Landsberg, 2:2 gegen Sonthofen) sind für beide Mannschaften die drei Punkte immens wichtig. Die Gäste haben vier Punkte Rückstand auf den Spitzenreiter und wollen diesen natürlich nicht weiter abreißen lassen, der SBR als Tabellenvierter will bei momentan fünf Zählern Rückstand auf Eichstätt den Anschluss schaffen. Dazu ist aber notwendig, dass man über 90 Minuten eine außerordentliche Leistung abliefert. Gegen Heimstetten und in Fürstenfeldbruck brillierte der Sportbund eine Halbzeit lang und ließ dann die letzte Konsequenz und Entschlossenheit vermissen, die ein Team der Kategorie "Spitzenmannschaft" einfach besitzt.

Ins gleiche Horn bläst man derzeit wohl auch bei den Eichstättern, die bei den beiden Unentschieden ebenfalls Führungen nicht über die Zeit brachten. "Wir haben einige angeschlagene oder verletzte Spieler. Zudem fehlt momentan die nötige Frische", stellte VfB-Funktionär Sepp Schiebel nach dem Heim-2:2 gegen Sonthofen fest. Dennoch: Mit dem bisherigen Auftritt kann man beim Aufsteiger durchaus zufrieden sein: In 15 Partien gab es zehn Siege, nur dreimal musste man sich bislang geschlagen geben. Wobei Eichstätt auch kein gewöhnlicher Aufsteiger ist und von den SBR-Verantwortlichen bereits vor Saisonbeginn als Geheimfavorit auf einen Spitzenplatz eingeschätzt wurde. Das liegt sicherlich auch an Trainer-Urgestein Erich Hock: Der 69-Jährige wird in Eichstätt nur noch als "Sir Erich" geadelt, nachdem er den VfB von der Bezirks- bis in die Landesliga führte. Insgesamt feierte der "Magier aus dem Altmühltal" - eine weitere Huldigung des Erfolgscoaches - in seiner Laufbahn bereits 25 Meisterschaften. Klar, dass so einer mit einem Remis gegen Sonthofen vor heimischer Kulisse nicht zufrieden ist: "Mit so einer Leistung werden wir in Rosenheim nichts holen", meinte Hock.


Das dürfte allerdings nur geplante Tiefstapelei sein, denn in der Bezirksoberliga gelang Hock mit dem VfB schon mal ein 4:1-Coup in Rosenheim. Der SBR revanchierte sich dafür aber mit einem grandiosen 4:2-Erfolg in Eichstätt und legte damit den Grundstein zum Landesliga-Aufstieg. Sportbund-Trainer Walter Werner kann noch immer auf einen Großteil der Mannschaft bauen, die damals das Klasse-Spiel hinlegte. Im Rosenheimer Kader gibt es im Gegensatz zum letzten Match in Fürstenfeldbruck auf alle Fälle eine Veränderung: Matthias Poschauko, der seinen besten Saisonauftritt hatte, verletzte sich beim zweiten Tor und muss nun pausieren, dafür ist Michael Hofer wieder fit und rückt in den Kader. Fraglich ist zudem noch der Einsatz von Kapitän Werner Wirkner (Handverletzung im Abschlusstraining).

tn/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

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