Vom nächsten Auswärtssieg träumen

OVB
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Zupacken wie hier Sechziger-Torhüter Kevin Maschke wollen die Rosenheimer Bayernliga-Fußballer heute beim Auswärtsspiel in Ansbach.

Rosenheim/Ansbach (OVB) - Gute Sitten soll man pflegen. Also wird der 1. FC Nürnberg am heutigen Samstag wieder Besuch bekommen, von der Mannschaft des TSV 1860 Rosenheim.

Auf dem Weg nach Ansbach wird die Delegation Station machen am Trainingsgelände des Bundesligisten, eine kleine Mahlzeit zu sich nehmen, um dann um 14 Uhr gestärkt zum Punktspiel der Bayernliga bei der SpVgg Ansbach antreten zu können.


"Das hat sich bewährt", erklärt Hans Klinger, Fußball-Chef der Sechziger. Schließlich hat man das auch vor dem Sieg in Frohnlach so gehalten, vor dem Erfolg in Bayreuth ebenfalls. Nun also der dritte Streich?

Es ist wieder so ein wegweisendes Spiel, diese Partie in der mittelfränkischen Hauptstadt. Die Ansbacher liegen gerade mal drei Punkte hinter dem Kathrein-Team und schaut man auf deren Torquote, möchte man fast auf ein 0:0 als Endergebnis wetten. Mit 14 Treffern in 15 Spielen hat die SpVgg noch ein Tor weniger erzielt als die Rosenheimer (15 Treffer in 14 Spielen), da sie aber fast doppelt so viele kassiert hat, darf man aus Sechziger-Sicht sogar ein bisschen optimistischer sein und durchaus vom nächsten Auswärtssieg träumen.


Wieder im Aufwind

"Das ist ein Mitkonkurrent, da müssen Punkte her, schon um den Abstand nach unten zu wahren", machte Christoph Schiller unmissverständlich klar. Der Co-Trainer des TSV 1860 sieht seine Mannschaft wieder im Aufwind, der Sieg in Bayreuth hat das Selbstbewusstsein deutlich gestärkt. Man habe richtig gut trainiert, so Schiller und personell scheint alles zu passen, auch wenn Peter Martin und Matthias Linnemann, der allerdings nach Verletzung wieder ins Training eingestiegen ist, weiter ausfallen werden. Spielertrainer Manfred Burghartswieser wird, wie in Bayreuth, auf die Zähne beißen und noch einmal Andreas Adamosky ersetzen, dessen Sperre erst nach dem Ansbach-Spiel abläuft.

In Ansbach treffen die Rosenheimer auf eine blutjunge Mannschaft, gerade mal 21 Jahre beträgt der Altersschnitt der Stammbesetzung, Torhüter Florian Körner ist mit 24 der älteste Spieler, alle Feldspieler sind 22 und jünger, drei erst 19. Und wie das oft so ist bei einer jungen Truppe, "es fehlt die Konstanz", hat Schiller herausgefunden. "Die spielen mal super, mal schlecht", man weiß also nicht genau, was einen da erwartet. Aufpassen muss man auf alle Fälle auf Bastian Weiß, der vor Selbstbewusstsein strotzt, nachdem sein toller Fernschuss gegen Bayreuth für den "Bayerntreffer" nominiert wurde. Weiß, 21, ist eines der Produkte einer hervorragenden Jugendarbeit, die SpVgg Ansbach gilt wie der Gast aus Rosenheim als Nachwuchsleistungszentrum des Bayerischen Fußball-Verbandes.

Jugend gegen Routine also lautet das Duell, das die Sechziger mit ihrer Erfahrung natürlich erfolgreich bestehen wollen. Eventuell auch wieder mit einer Systemumstellung, wie in Bayreuth. "Dort haben wir mit Viererkette gespielt, aber kaum einer hat's gemerkt", verrät Schiller. Möglich, dass man auch diesmal so spielt, schließlich soll man doch beibehalten, was sie bewährt hat. So wie den Kurzbesuch am Trainingsgelände des 1. FC Nürnberg.

re/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

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