München II mit 3:0 abgewatscht

TSV ist wieder in der Spur

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Block gut, Abwehr gut, alles gut: Tobias Laszlo-Lehni (in der Abwehr) und seine Mitspieler überzeugten nach der Pleite in Garching beim ersten Rückspiel in München beim MTV.

Mühldorf (MA) - Auf die 0:3-Niederlage in der Vorwoche gegen Garching hatte die Truppe von Trainer Günther Thomae zum ersten Rückrundenspiel gegen den MTV München II nun die passende Antwort parat.

Mit einer "Jetzt-erst-recht"-Mentalität fuhren Fabian Wagner und Co nach München, um zu beweisen, dass die Mühldorfer keineswegs Eintagsfliegen sind. Mit einem klaren 3:0 bewies die Mühldorfer Formation: Wir stehen zurecht an der Tabellenspitze. Trainer Günther Thomae war sogar der Meinung: "Das war das beste Spiel der laufenden Saison."

Nicht etwa, dass seine Mannen durch die Klatsche in Garching eingeschüchtert worden wären. "Die Spieler hat der Ehrgeiz gepackt. Jetzt wollten sie zeigen, was sie drauf haben", resümiert Thomae. Herausgekommen ist eine fehlerfreie Leistung, die gleich zu Beginn den Münchenern den Zahn gezogen hat, das 25:14 spricht Bände. Es klappte alles. Nicht nur in Block und Angriff spielten die Mühldorfer ihre gewohnte Souveränität aus. "Plötzlich stand auch die Feldabwehr wie eine Eins", freut sich Thomae, dass sein Trainings- und Taktikkonzept wieder voll aufgegangen ist.

Nahtlos hat sich dabei auch Lars Rommel ins Team eingefügt, der für den verletzten Karim Bassir als Zuspieler ins Team nachgerückt war. Es folgten zwei weitere Sätze, "in denen ich nie das Gefühl hatte, dass wir dieses Spiel noch verlieren können", fasst Thomae zusammen. Zwar nun ausgeglichener, gingen aber auch die Durchgänge zwei und drei an Mühldorf (25:20/25:23). Vor allem, weil sich die beiden Angreifer Alex Lechner (Diagonal) und Fabian Wagner (Außen) äußerst clever verhalten hätten. "Sie haben nicht einfach drauf los gedroschen, sondern geduldig gespielt, mit dem gegnerischen Block gearbeitet", so sei am Ende fast immer etwas Zählbares herausgekommen, bilanziert Thomae, der insgesamt von einer geschlossenen Mannschaftsleitung spricht, in der sich einmal mehr Tobias Laszlo-Lehni als Libero mit einer Leistungssteigerung hervorgetan hat.

Mit vier Punkten Vorsprung gehen die Mühldorfer nun in die Weihnachtspause. Lockere Trainingseinheiten bis zu Beginn der Ferien sollen das Jahr abschließen, der Spaß soll im Vordergrund stehen. Erst am 4. Januar beginnt das Training wieder, bereits am 6. Januar proben die Mühldorfer den Ernstfall bei einem Turnier in Deggendorf, bevor es am 10. Januar wieder ernst wird, wenn es zum SV Lohhof geht.

Klarer Fall: Die Meisterschaft ist das Ziel. Davon reden will Thomae noch nicht, zumal fünf der sieben verbleibenden Partien auswärts stattfinden. "Es kann noch soviel passieren und schließlich müssen wir in der Rückrunde hauptsächlich in fremden Hallen ran." Hauzenberg nennt in diesem Zusammenhang als Hochburg mit frenetischen anfeuernden Fans. Doch auf der anderen Seite: Gegen München II hatten die Mühldorf laut Thomae ihre bisher beste Saisonleistung dargeboten - und das war bei einem Auswärtsspiel.

je/Mühldorfer Anzeiger

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