Motorradrennfahrer wird vom ADAC unterstützt - In Spanien überzeugt

Luca Grünwald wird gefördert

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Immer schön cool bleiben: Motorradrennfahrer Luca Grünwald erhielt zum 15. Geburtstag die Zusage, dass er auch für die nächste Rennsaison in den Förderkader der ADAC-Stiftung Sport aufgenommen wurde. Ein wichtiger Meilenstein für die Planungen der neuen Saison 2010.

Waldkraiburg (WN) - Das war für den jungen Motorradrennfahrer Luca Grünwald aus Waldkraiburg ein schönes Geschenk zum 15. Geburtstag: die Mitteilung, dass er auch in der nächsten Rennsaison in den Förderkader der ADAC-Stiftung Sport mit aufgenommen wurde.

Seit Jahren unterstützt diese gemeinnützige Stiftung die Nachwuchstalente im deutschen Motorrad- und Automobilrennsport. Eine hochkarätig besetzte Fachjury aus ehemals erfolgreichen Motorsportlern sichtet während der Saison in Lehrgängen die Bewerber.

Zwei von ihnen haben in der abgelaufenen Saison besonders für Furore gesorgt: Sebastian Vettel, der über den Kart- und nationalen ADAC-Formel-Rennsport zum Superstar der Formel-1 avancierte und Jonas Folger, er hat es nach Erfolgen im ADAC-Minibike- und Junior-Cup geschafft in der 125-ccm-Weltmeisterschaft als jüngster Fahrer bereits auf dem Siegerpodest eines Grand-Prix-Rennens zu stehen.

Für das private Rennteam um Vater Uli Grünwald ist diese Förderzusage des ADAC nun schon mal ein wichtiger Meilenstein für die Planung der kommenden Saison. "Gewiss ist, daß Luca nächstes Jahr wieder in der IDM, der deutschen Motorradmeisterschaft, fahren wird. Aufgrund der diesjährigen guten Leistung von Luca haben wir einige interessante Gespräche mit erfolgreichen Teams laufen, Endgültiges wird wohl erst in ein paar Wochen spruchreif sein".

Zur Meinungsfindung wichtig waren vor allem auch die beiden Rennen, die Luca Grünwald in den letzten beiden Wochen für das Freudenberg-Team aus Dresden in Spanien mit der fulminanten 125er-Seel-Honda fahren konnte. Beim Europameisterschaftsendlauf auf dem 3,7 km langen Rennkurs in Albacete kam Luca auf Anhieb mit der ihm unbekannten Rennmaschine gut zu recht. Bewiesen hat der dies im Training, unter 46 Teilnehmern als zweitbester deutscher Fahrer mit einem achten Platz inmitten der heißblütigen südeuropäischen Rennfahrermeute aus Spanien und Italien.

Nur der amtierende deutsche Meister und nächstjährige Weltmeisterschaftsaspirant, Marcel Schrötter, war schneller. Pech für Luca Grünwald dann aber im Rennen, auf dem elften Platz liegend konnte er durch einen Sturz kurz vor dem Rennende diese Platzierung unter den Top-Ten nicht bestätigen.

Diesen guten Eindruck wiederholte er dann beim Endlauf zur spanischen Motorradmeisterschaft auf dem 4,1 km langen Rundkurs in Valencia. Unter den 68 Teilnehmern am Training, das aufgrund dieser großen Zahl in zwei Gruppen aufgeteilt werden mußte, schaffte Luca wiederum das Unerwartete: Achter Platz in der Qualifikation und damit der Start aus der zweiten Reihe. Wiederum zweitbester Deutscher, diesmal hinter dem Favoriten und Weltmeisterschaftsteilnehmer Jonas Folger, der sowohl das Training als auch das Rennen für sich entscheiden konnte.

"Ich bin als Siebter aus der ersten Runde gekommen, hab' mich schon auf heftige Zweikämpfe mit meinen Konkurrenten eingerichtet. Doch bevor es so richtig los ging setzte in der dritte Runde die Zündung des Motors aus. Ich hätte heulen können vor Wut", platzt es aus Luca Grünwald heraus. Zumal sich bei der späteren Kontrolle herausstellte, daß es sich bei dem defekten Teil um einen Pfennigartikel handelt, "so ein Ding geht eigentlich nie kaputt".

re/Waldkraiburger Nachrichten

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