Luca Grünwald will es wissen

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Dieses jugendliche Rennquartett des Teams Freudenberg aus Bischofswerda kämpft in dieser Rennsaison 2010 in der 125-ccm-Klasse um den Meistertitel der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM). Von links: Joel Bigler, Schweiz (21 Jahre), Luca Grünwald, Waldkraiburg (15 Jahre), Toni Finsterbusch, Kostritz (17 Jahre), und Daniel Kartheininger, Boos bei Memmingen (18 Jahre).

Waldkraiburg - "Mein Ziel ist der Gewinn des Meistertitels!" Für den 15-jährigen Motorradrennfahrer Luca Grünwald aus Waldkraiburg wird die kommende eine ganz entscheidende Rennsaison.

In den vergangenen Wintermonaten hat das kleine, bisher private Rennteam um Vater Uli Grünwald dafür wichtige Entscheidungen getroffen. So wird der Youngster, der von der ADAC-Stiftung Sport gefördert wird, auf einer 125-ccm-Seel-Honda für das professionelle Team Freudenberg aus Bischofswerda bei Dresden starten. Vater Michael und Sohn Karsten Freudenberg waren schon zu DDR-Zeiten mit den MZ-Motorrädern in den Meisterschaftstabellen stets ganz vorne zu finden, mit ihren profunden technischen Kenntnissen für Motoren und Fahrwerk führen sie nun schon seit Jahren ein erfolgreiches Rennteam in den nationalen Meisterschaften. Vier Fahrer haben sie in diesem Jahr unter Vertrag: Luca Grünwald aus Waldkraiburg und den Schweizer Joel Bigler auf der Seel-Honda 125, dazu den Sachsen Toni Finsterbusch aus Kostritz und den Allgäuer Daniel Kartheininger aus Boos bei Memmingen, beide fahren auf der 125-ccm-KTM.

Die IDM ist auch in diesem Jahr wieder hochwertig besetzt. Insgesamt 44 Fahrer aus neun Nationen bewerben sich in 12 Rennläufen über jeweils 55 Kilometer auf acht Rennstrecken um den Meistertitel. Nachdem der Vorjahresssieger Marcel Schrötter in die Weltmeisterschaft gewechselt ist werden heuer die Karten neu gemischt. Neben Luca Grünwald, "ich vertraue dabei wieder meiner gewohnten Startnummer 43", zählen Marvin Fritz aus Neckarzimmern mit der Honda 125, der Holländer Michael van der Mark mit der Aprilia und der Teamkollege Toni Finsterbusch mit der KTM zu den Titelanwärtern.

Zur Vorbereitung auf die Rennsaison war das gesamte Team Freudenberg bereits für einige Tage in Spanien, um dort auf den Rennstrecken in Alcaniz bei Sarragossa und Valencia die hochsensiblen Rennmaschinen auf die Anforderungen der einzelnen Fahrer abzustimmen und erste Reifentests vorzunehmen.

Dabei zeigte sich, dass die Seel-Honda 125 ein ausgereiftes und rennerprobtes Sportgerät ist, mit rund 53 PS Leistung und einer Spitzengeschwindigkeit von bis zu 230 km/h sind bei gutem Rennverlauf in jedem Fall die Podestplätze zu erreichen. Und der Realschüler Luca Grünwald, der in den letzten Wochen vor allem mit dem Handballspielen Kondition gebolzt und mit dem Supermoto-Motorrad bei Schnee und Eis das notwendige Balancegefühl geübt hat, gibt sich nach diesen Tests recht zuversichtlich: "Ich bin auf Anhieb gut zurecht gekommen, habe meinen Speed umsetzen können und war dabei einen kleinen Tick schneller als die Kollegen. Bei der technischen Umsetzung hilft mir mein persönlicher Mechaniker Klaus Beinhofer, der mich auch die ganze Saison über betreuen wird".

Bevor die Rennsaison am vierten Aprilwochenende auf dem Eurospeedway in der Lausitz starten wird, geht es in zehn Tagen zum "Aufwärmen" zunächst zu einem holländischen Meisterschaftslauf auf den Grand-Prix-Kurs nach Assen. Dort wird es dann unter Wettkampfbedingungen eine erste Standortbestimmung geben.

re/Mühldorfer Anzeiger

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