Jubel bei Rosenheim, Verzweiflung bei Aibling

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Die Stimmung nach Kroglers entscheidendem Korb.

Rosenheim - Am Samstag empfing die Regionalliga Damenmannschaft des SB DJK Rosenheim den TuS Bad Aibling zum Derby.

Beide Mannschaften waren dieses Jahr in die Regionalliga aufgestiegen, beide waren bis jetzt sieglos. Es versprach also ein spannendes Spiel zu werden. Die Aiblingerinnen reisten mit 11 Spielerinnen an, während SBR Trainer Onur Oezdikmen aufgrund anhaltender Verletzungssorgen nur 8 Damen aufstellen konnte, darunter Johanna Macht mit einem noch nicht verheiltem Schlüsselbeinbruch. Die Rosenheimerinnen hatten sich für das Spiel vorgenommen konstant ihre Stärken auszuspielen, in der Defense alles zu geben und keine leichten Punkte der Gegner zuzulassen. Man wollte den zahlreichen Zuschauern, die sich in der Wolfgang – Pohle - Halle eingefunden hatten, ein spannendes und sehenswertes Spiel liefern.


Im ersten Viertel standen die SBR Damen jedoch völlig neben sich. Anstatt im Angriff Ruhe zu bewahren, war das Team hektisch, gab einen Fehlpass nach dem anderen und konnte kaum Punkte erzielen. Aibling hingegen fand sofort ins Spiel, nutzte die Nervosität der Rosenheimerinnen und setzte sich bis zum Ende des ersten Viertels mit 9:20 ab.

Auch zu Beginn des zweiten Viertels war die Mannschaft des SBR nicht wiederzuerkennen. Eine schwache Rebound- und Defensivleistung hatte zur Folge, dass die Gegner bis Mitte des zweiten Viertels mit 18 Punkten in Führung gingen. Das Spiel schien gelaufen zu sein, man konnte nur hoffen, dass die Niederlage nicht allzu deutlich ausfallen würde. Doch Aibling hatte die Rechnung ohne die Rosenheimerinnen und ihr Kämpferherz gemacht. Ein verwandelter Drei – Punkte Wurf von Katrin Sandbichler riss die Mannschaft endlich aus ihrer Lethargie und man kämpfte sich Punkt um Punkt heran, sodass man mit einem neun Punkterückstand in die Halbzeitpause ging (31:40).


In der Umkleide verdeutlichte Oezdikmen den Damen noch mal, wie wichtig es war, jetzt konzentriert zu bleiben und nicht nachzulassen. Man wollte eine starke und aggressive Defense spielen und so besser ins Spiel finden.

Jetzt zeigten die Rosenheimerinnen, was für ein eingewachsenes Team sie waren. Man verteidigte und punktete als Mannschaft und kämpfte sich so bis zum Ende des dritten Spielabschnitts zurück (40:42).

Zu Beginn des vierten Viertels war also wieder alles offen, das Spiel war ausgeglichen. Knapp 5 Minuten vor Schluss konnten die Sportbund Damen erstmals in Führung gehen, von dem Zeitpunkt an war es ein einziges Hin und Her. Die Entscheidung fiel ca. 18 Sekunden vor Schluss, als Margit Krogler punktete und zusätzlich ein Foul zog. Der Spielstand war jetzt 58:57 für Rosenheim.

Als nach dem verworfenem Freiwurf Aibling noch mal an den Ball kam, wurden die letzten 17 Sekunden zu einem regelrechten Krimi. Man durfte keinen Korb der Gegner zulassen, jedoch auch kein Foul begehen. Die Sportbund Damen bewahrten trotz der hitzigen Stimmung in der Halle einen kühlen Kopf und provozierten einen Ballverlust der Gegner. Als Corina Kollarovics noch ein Foul zog war das Spiel entschieden und das Team des SBR gewann absolut verdient mit 58:57.

Coach Onur Oezdikmen resümierte nach dem Spiel: „Ich bin wirklich sehr stolz auf meine Damen. Sich nach so einem Rückstand noch mal ’ranzukämpfen und das Spiel zu drehen beweist wahre Stärke. Heute haben wir uns endlich einmal nicht aus der Ruhe bringen lassen und unser Spiel gespielt!“

Nächste Woche geht’s für die Sportbund Damen nach Schwabing. Da wollen sie natürlich an ihren ersten Sieg anknüpfen.

Es spielten (Punkte/Dreier): Farcher, Hartmann (9), Kollarovics (9), Krogler (19), Lang, Macht (3), Mitterer, Sandbichler (18/2)

Pressemitteilung Laura Hartmann

Quelle: rosenheim24.de

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