Inzeller Trio auf Zaubereis stark unterwegs

OVB
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Gabi Hirschbichler ist wieder in der A-Gruppe vertreten.

Salt Lake City - Vor zwei Wochen ging es für die besten deutschen Sprinter über den großen Teich ins amerikanische Salt Lake City. Jetzt überzeugte das Inzeller Trio:

Die kommenden zehn Tage sollten dazu genutzt werden, sich an die Zeitumstellung zu gewöhnen und mit dem schnellen Eis vertraut zu werden. Denn die Bahn von Salt Lake City liegt auf gut 1400 Metern. Durch den geringen Luftdruck bietet das Stadion optimale Bedingungen, um gute Zeiten zu laufen.


Nach der Anpassungs- und Trainingsphase wurde es nun für die Athleten ernst. Zweimal 500 und 1000 Meter standen im Rahmen des Sprint-Weltcups auf dem Programm. Vom DEC Inzell waren gleich drei Sportler im Olympic Oval am Start. Trainerin Marion Wohlrab hoffte auf gute Ergebnisse ihrer Schützlinge. "Bei diesen Top Bedingungen haben sie die Chance, schnelle Zeiten zu laufen."

Mit persönlicher Bestleistung startete Hubert Hirschbichler in den Wettkampf. Er nutze das Zaubereis und verbesserte sich über die 1000 Meter, um 1,5 Sekunden. Am Ende kam er mit tollen 1:09,74 Minuten auf den elften Rang in der B-Gruppe. Der zweite Lauf wurde dann etwas langsamer, Wohlrab zeigte sich dennoch sehr zufrieden. "Hubert hat eine tolle Entwicklung gemacht und ist mit einer Zeit unter 1:10,00, durchaus international konkurrenzfähig."


Hirschbichlers große Schwester Gabi war mit ihren vergangenen Rennen nicht ganz zufrieden und wollte deshalb in Salt Lake wieder einen Sprung nach vorne machen. Das gelang der Inzellerin im zweiten Rennen über 1000 Meter. In guten 1:16,10 Sekunden gewann sie überraschend die B-Gruppe und stieg somit wieder in die A-Gruppe auf. "Gabi hat die Möglichkeit genutzt ihr Niveau zu zeigen und wird beim nächsten Weltcup in Heerenveen im Top-Feld der A-Konkurrenz zu finden sein", freute sich Marion Wohlrab.

Heike Hartmann machte das Inzeller Trio komplett. Sie ging sowohl über die 500 als auch über die 1000 Meter an den Start. Bereits am ersten Wettkampftag zeigte sie beachtliche Leistungen. In der B-Gruppe sicherte sich Hartmann den achten und über 1000 Meter sogar den dritten Platz. Auch die Rennen drei und vier verliefen gut. Hartmann kam über beide Distanzen auf Rang sechs. "Zum Glück hat sie nach der eher schwachen ersten Saisonhälfte endlich wieder den Spaß am Schlittschuhlaufen gefunden", stellte Wohlrab fest.

re/Oberbayerisches Volksblatt

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