Siegsdorfer nimmt Vierschanzentournee-Hype gelassen

Markus Eisenbichler schwächelt bei Qualifikation in Innsbruck

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Der Siegsdorfer Markus Eisenbichler ist mittendrin im Kampf um den Gesamtsieg bei der diesjährigen Vierschanzentournee.
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Siegsdorf/Innsbruck - Am Donnerstag und Freitag macht die Vierschanzentournee in Innsbruck Station. Mittendrin im Kampf um den Sieg: Der Siegsdorfer Markus Eisenbichler, der in seiner Heimatgemeinde jede Menge Fans hat.

Update, 15.40 Uhr - Eisenbichler schwächelt

Der Siegsdorfer Markus Eisenbichler hat in der Qualifikation des dritten Springens der Vierschanzentournee in Innsbruck lediglich Platz 32 belegt. Damit steigt der Zweite der Gesamtwertung am Freitag recht früh in den Wettkampf ein. Markus Eisenbichler ist beim Bergiselspringen nur 116 Meter gesprungen, tritt folglich im Wettkampf der besten 50 bereits im siebten von 25. K.O.-Duellen gegen den Österreicher Philipp Aschenwald an.

Sein Hauptkontrahent Ryoyu Kobayashi, der nach Siegen in Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen mit knapp anderthalb Metern Vorsprung die Tourneewertung anführt, hat sich mit 126,5 Metern souverän den Qualifikationssieg gesichert und wird am Freitag im ersten Durchgang als letzter starten.

Andreas Wellinger aus Ruhpolding, der in Oberstdorf und Garmisch jeweils den zweiten Wettkampfdurchgang verpasst hat, ist mit 110,5 Metern als 47. gerade so beim Wettkampf dabei. Constantin Schmid aus Oberaudorf ist 30. geworden.

Vorbericht

Sogar Bürgermeister Thomas Kamm (Unabhängige Wähler) ist wegen des Erfolges seines Vorzeigeathleten aus der Gemeinde ein "bisschen aufgewühlt", wie der Politiker nun dem Bayerischen Rundfunk erzählte. Nur eineinhalb Meter trennen den 27-jährigen Eisenbichler, der sowohl in Oberstdorf als auch in Garmisch-Partenkirchen Zweiter wurde, vom Gesamtführenden Ryoyu Kobayashi aus Japan vor den ausstehenden Springen in Innsbruck und Bischofshofen in der Gesamtwertung.

Dass Eisenbichler derzeit so stark springt, kam auch für den Bürgermeister etwas überraschend: "Das ist zwar jetzt nicht komplett unerwartet. Überraschend doch ein bisserl, dass er (Anmerkung der Red.: Eisenbichler) jetzt so kontinuierlich vorne rein springt." Jetzt drückt ihm auf jeden Fall die 8.341-Einwohnergemeinde Siegsdorf geschlossen die Daumen. Zudem werden auch bestimmt wieder viele deutsche Fans direkt an der Schanze in Innsbruck mitfiebern.

Eisenbichler bleibt völlig entspannt

Eisenbichler selbst nimmt den Hype um seine Person ganz gelassen. Den einzigen Ruhetag des gesamten Wettbewerbs genoss der Siegsdorfer am Mittwoch völlig entspannt. Er verzichtete auf Sprünge und gab auch keine Interviews. Sein Ziel: Etwas Abstand von dem ganzen Trubel gewinnen und sich voll auf die noch beiden ausstehenden Springen zu fokussieren.

"Ich bin extrem glücklich und hätte gar nicht gedacht, dass es so geil funktioniert", erklärte Eisenbichler, der sogar von seinem Konkurrenten Kobayashi ausdrücklich gelobt wurde. "Ich war sehr aufgeregt, weil er so gut war. Das hat mich schon beeindruckt", so Kobayashi, der in Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen die Saisonsiege Nummer fünf und sechs feierte.

Für den nächsten Wettbewerb hat Eisenbichler jetzt natürlich großes Selbstvertrauen. "Wenn ich einmal zwei extrem gute Sprünge runterbringe, dann ist er (Anm. d. Red.: Ryoyu Kobayashi) auch schlagbar", so Eisenbichler, der sich für den weiteren Tournee-Verlauf aber nicht zu sehr unter Druck setzen lassen möchte: "Natürlich ist viel drin. Aber ich schaue nicht auf die Gesamtwertung, ich konzentriere mich auf Innsbruck. Ich will entspannt und locker bleiben. Am Ende rechnet das eh der Computer aus.

Die Qualifikation in Innsbruck beginnt am Donnerstag um 14 Uhr (ARD live). Der Wettbewerb auf der berühmten Bergisel-Schanze findet dann am Freitag zur selben Zeit (ARD live) statt.

SID/mw

Quelle: rosenheim24.de

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