Wasserburg beim Tabellenführer klarer Außenseiter

Herkulesaufgabe im Breisgau

OVB
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Eine Szene aus dem Hinspiel: Die Ex-Wasserburgerin Svenja Brunckhorst konnte den Korb von Krystal Vaughn nicht verhindern, doch am Ende siegte Freiburg klar.

Wasserburg/Freiburg - Eine der einfachsten Aufgaben der Saison wartet am Samstag auf den TSV Wasserburg.

Um 19.30 Uhr gastiert der deutsche Meister beim Vizemeister Freiburg - er kann dort nur gewinnen, Punkte oder Selbstvertrauen.Traditionell ist die Universitätsstadt im Breisgau ein schwieriges Pflaster für die Amazonen vom Inn. Und angesichts der gespielten Saison wäre eine erneute Niederlage beim aktuellen Tabellenführer keine Überraschung.


"Wir haben ein sehr schwieriges Restprogramm, nur noch drei Heimspiele und können uns keine Niederlagenserie leisten, sonst sind die Play-offs weg", meint Coach Hans Brei. "Irgendwann sollte auch mal ein Sieg gegen ein Spitzenteam gelingen, in Freiburg wird's aber brutal schwer." Freiburg steht seit Saisonbeginn in der Spitzengruppe oder an der Spitze der DBBL. Coach Harald Janson hat mit Mirna Paunovic (BIH) und den US-Girls Yvonne Turner, Jahzinga Tracey und Judie Lomax herausragende Spielerinnen im Kader, die von zahlreichen jungen deutschen Nachwuchskräften glänzend unterstützt werden. Dazu zählt bekanntermaßen auch das Wasserburger Eigengewächs Svenja Brunckhorst, das vor dieser Saison nach Freiburg gewechselt ist, um auf eigenen Füßen zu stehen und mehr Verantwortung zu bekommen. Beim Vizemeister steht sie jetzt durchschnittlich sieben Minuten länger auf dem Feld und liefert zwei Punkte pro Partie mehr als zuletzt bei ihrem Heimatverein. Freiburg steht sicherlich zurecht an der Spitze der Liga. Sie präsentieren sich seit Saisonbeginn als sehr kompakte, eingespielte Einheit und liefern sehr konstante Leistungen ab. "Sie haben auch die knappen Matches gewonnen, das spricht für sie. Und natürlich schwimmen sie ein bisschen auf der Euphoriewelle und haben ein riesiges Selbstbewusstsein", hat Brei beobachtet. Zuletzt aber musste der Tabellenführer eine herbe Schlappe beim Tabellenzweiten Wolfenbüttel einstecken (67:83).

Allerdings hat Freiburg auch schon in der Vorrunde gegen Wolfenbüttel verloren, sogar zu Hause, um dann in Wasserburg zu triumphieren. Ein mentaler Knacks war da beim Vizemeister nicht festzustellen, im Gegenteil: Svenja Brunckhorst war mit 22 Punkten und sieben Rebounds die entscheidende Figur. Für den deutschen Meister gilt es am Samstag, über Einsatz und Kampf vom ersten Sprungball an dagegenzuhalten. Außerdem setzen die Coaches auf mehr Disziplin, offensiv wie defensiv. Weniger unnötige Fouls, weniger Ballverluste, mehr den Ball laufen lassen im Angriff und mehr erfolgreiche Abschlüsse. Eines der größten Probleme ist weiter die Wurfquote, die für einen Spitzenclub nicht ausreichend ist. Auch gegen Chemnitz war diese schwach (39 Prozent) und nur weil die Gäste an der Freiwurflinie Nerven zeigten (10/16), blieben die Punkte am Inn.

fd/Oberbayerisches Volksblatt

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